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...die erfolgreichste Inkarnation von hoch
  • Monitor - 1x11: Große Sprünge

    Season 1 Finale
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    • TheOssi
    Endlich ist Captain Lewinski wieder genesen und zurück an Bord.Diesmal jedoch steht nicht er oder ein anderer Teil der Führungscrew im Vordergrund, sondern drei junge Fähnriche, die ein unerwartetes Abenteuer erleben: Sprünge durch parallele Universen!

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    Monitor 1x11 "Große Sprünge"
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    Die erste Schicht hatte gerade Mittagspause, was bedeutete, dass das ohnehin schon kleine
    Kasino rege gefüllt war. Manch Besatzungsmitglieder hatten sich daher im Laufe der Zeit
    angewöhnt, ihr Essen auf ihren Stationen einzunehmen, doch ein Großteil der Besatzung
    zog das Beisammensein vor. An einem der wenigen Tische saßen drei Besatzungsmitglieder, die wohl zu den jüngsten gehörten. Gerade frisch von der Akademie gekommen,
    waren sie noch recht grün hinter den Ohren, was die Überschwänglichkeit von einem von
    ihnen erklärte.
    "Mann Miguel, du weißt gar nicht wie gut du es hast! Gleich im ersten Dienstjahr leitest du
    deine eigene Abteilung!"
    "Ja“, antwortete der dunkle Mensch geringschätzig, "die Plasmacomversion. Tolle Aufgabe.
    Einmal am Tag kriege ich eine Anforderung vom Maschinenraum und darf drei Tasten
    drücken. Und wofür? Ich arbeitete auf dem untersten Deck, in der hintersten Sektion.
    Und meine Abteilung“, Miguel Sanchez hob seine Finger, um das Wort einzuklammern,
    „besteht nur aus drei Leuten."
    "Trotzdem ist es eine Abteilung“, antwortete der Mensch, der der Wortführer war.
    Eine junge schwarze Frau neben Miguel nahm sich einen Löffel Suppe und antwortete dann
    ruhig.
    "Sei ruhig, Alex. Wir sind alle im ersten Jahr. Wir können nicht erwarten, dass wir gleich das
    Schiff retten. Jeder hat mal klein angefangen. Denk doch nur mal Captain Picard oder
    Captain Amasa. Außerdem, dein Job ist doch auch nicht gerade unwichtig, schließlich
    arbeitest du im Transporterraum!"
    Den blonden Mann, den sie als Alex bezeichnet hatte, rollte mit den Augen.
    "Oh ja, unwahrscheinlich spannend. Jeden Tag muss ich Diagnosen ausführen und dann
    wieder Diagnosen und zur Abwechslung darf ich den Puffer reinigen. Der Chief macht ja
    den ganzen Transportervorgang."
    "Dafür obliegt dir die Sicherheit von anderen Personen“, antwortete Sanchez mit vollem
    Mund." Eigentlich kann hier nur einer glücklich sein, und dass bist du, Salma!"
    Miguel deutete mit dem Finger auf die junge Frau.
    "Die bist die zweite Wissenschaftsoffizieren, gleich nach dieser..."
    "Fähnrich Tellom?"
    "Ja genau die!"
    Alex Bolder hob die Hand.
    "Na ja, lasst uns mal nicht so lamentieren. Immerhin ist das hier ein Kampfschiff und irgend-
    wann werden wir auch etwas Action sehen!"
    Die Anderen nickten zustemmend und aßen weiter. Schließlich verabschiedeten sich die
    drei Fähnriche und jeder machte sich auf dem Weg in seine Abteilung.

    "Irgendwas Neues in meiner Abwesenheit passiert?"
    Der Crewman brauchte nicht einmal lange zu überlegen, den Miguel kannte jetzt schon die
    Antwort.
    "Nein, Sir. Nichts."
    "Natürlich!"
    Er rollte mit den Augen und setzte sich ans eine Arbeitsstation, die auch gleichzeitig sein
    Schreibtisch war. Obwohl das Wort Schreibtisch übertrieben war, schließlich befand sich
    kein einziges Padd auf dem Tisch. Der Spanier seufzte. So hatte er sich seinen Dienst in
    der Sternenflotte nicht vorgestellt. So nicht!

    Der Transporterchief selbst war ein gemütlicher Mann, der seinen Ausstieg aus der Sternenflotte vorbereitete. Wohl aus diesem Grund schien er aber auch etwas langweilig zu
    sein, so empfand zumindest Fähnrich Bolder seinen Dienst bei ihm.
    "Was neues Chief?" fragte Bolder, dabei kannte er die Antwort ganz genau.
    "Nein, nichts. Oder doch...."
    Bolders Miene erhellte sich. Sollte es jetzt etwas zu tun geben? Eine heikle Außenmission?
    Doch die Antwort des Chiefs zerstörte alle Träume von ruhmreichen Taten:
    "Wir müssen eine Diagnose der Backup-Systeme durchführen. Fang mal damit an, wenn du
    fertig bist, dann sag mir Bescheid!"
    Mit diesen Worten verließ er den kleinen Transporterraum und hinterließ einen enttäuschten,
    desillusionierten Sternenflotten Offizier.

    War also für jeden der drei neuen die Situation hoffnungslos? Nein, denn Fähnrich Salma
    Halek hatte nun die Ehre, zum ersten Mal die Brücke, das Heiligtum eines jeden Schiffes
    zu betreten. Aufregung erfasste sie, als sie das Operationszentrum betrat. Da war er auch,
    der Sessel des Kommandanten, derzeit unbesetzt, aber wenn sie Glück hatte, bekam sie noch
    Lieutenant-Commander Land zu Gesicht. Sie orientierte sich nach rechts, zu der wissenschaftlichen Station, wo ihre Vorgesetzte, Arena Tellom, schon auf sie wartete.
    "Da bist du ja, Salma, ich habe schon auf dich gewartet!"
    "Ja, tut mir leid“, antwortete die junge Frau, verwirrt, ob sie etwas falsch gemacht hatte.
    Doch die Terellianerin winkte ab.
    "Ist ja nicht so schlimm. Du musst mir bei den Analysen helfen. Ich werde nach unten auf
    Deck 3 gehen und die Sensoren justieren und du wirst von hier aus die Daten über den
    Proto-Stern da draußen sammeln. Wenn du Probleme hast, dann leite etwas Energie um."
    "Verstanden!"
    Aufregung erfüllte sie. Dies war eine wirklich wichtige Aufgabe und sie wollte ihr Bestes
    dafür geben. Sie checkte ihre Anzeigen. Ja, der Protostern blieb innerhalb gewöhnlicher
    Parameter, wobei das Wort gewöhnlich mit Vorsicht zu genießen war, den ein Stern aus
    dunkler Materie gehörte immer noch zu den großen Geheimnissen dieses Universums.
    Zu wenig Energie für die Sensoren, dachte sie nachdenklich.
    Sie tippte auf ihren Insignienkommunikator.
    "Halek an Sanchez."
    Die Erwiderung brauchte so lange, Salma hatte schon befürchtet, dass das Kommunikationssystem gestört war.
    "Miguel hier“, ertönte eine gelangweilte Stimme als Antwort.
    "Ich hoffe, ich störe dich nicht!"
    "Oh, na ja eigentlich schon! Ich wollte gerade die Waffensysteme rekalibrieren, den Warpkernausstoß..."
    "Hör auf mit dem Geschwafel“, unterbrach ihn Halek, "ich brauche etwas Energie
    für die wissenschaftliche Station auf der Brücke."
    "Null Problemo, Seniorita" antwortete Sanchez und man hörte ihm Hintergrund das Tippen
    einiger Tasten.
    "Danke, Miguel!"
    Mit dieser zusätzlichen Energie und der Hilfestellung von Fähnrich Tellom konnte sie neue
    Erkenntnisse über den Protostern sammeln. Höchst interessante Erkenntnisse.
    "Tellom an Halek, haben sie die Daten?" fragte Tellom aufgeregt. Offensichtlich zeigte sie
    sich ebenso überrascht von den Analysen wie Halek.
    "Ja. Man, das ding würde ich mir gerne aus der Nähe ansehen!" meinte Salma sehnsüchtig.
    Und Telloms Antwort ließ aus dieser Sehnsucht Euphorie werden:
    "Warum nicht, ich schlage dem Captain eine Außenmission vor. Suchen sie sich ein paar
    Mitarbeiter ihrer Wahl aus."
    Die Überraschung war so groß, dass sich Halek fast außerstande sah, zu antworten. Dann
    nahm eine Idee Gestalt in ihrem Kopf an.
    "Halek an Bolder und Sanchez, ich habe was für euch!"
    Da die Monitor in erster Linie ein Kampschiff war, fielen die anderen Aspekte der
    Weltraumfahrt eher mager aus. Das galt auch für die Shuttles und ihre wissenschaftlichen
    Ausrüstungen. Die drei jungen Offiziere hatten sich in eines der kleinen Shuttles gezwängt
    und hielten auf den Protostern zu. Das Shuttle war nicht gerade reich an wissenschaftlichen
    Instrumenten, daher mussten sie schon sehr nahe heran fliegen. Doch die relative Unbequeme
    störte keinen der drei Fähnriche. Ganz im Gegenteil, es schien den Eindruck nur zu verstärken. Und für jemanden, der seinen Dienst nur in der Plasma-Konversion versah, war
    das Fliegen eines Shuttles etwas ganz besonderes. Seine Kameraden mussten ihn davon
    abhalten, einige Rollen und Loopings zu drehen.
    "Wir nähern uns dem Protostern“, meldete Sanchez enthusiastisch.
    Auch Bolder war nicht weniger glücklich, als er seinen Bericht abgab:
    "Die Monitor gibt uns das Go! für die Sondierungen!"
    "Starte Aufzeichnung“, sagte Halek und passte die Sensoren an. Die Werte waren faszinierend.
    Vielleicht konnten sie weitere Aufschlüsse über das Entstehen des Universums liefern.
    "Danke, Salma, für diesen einmaligen Trip!" Sanchez musste seine Begeisterung wahrlich
    zügeln.
    "Keine Ursache. Außerdem können wir ja so etwas Eindruck schinden, nicht wahr? Okay,
    Anzeigen sind gut, vielleicht etwas schwankend, aber sonst im akzeptablen Bereich."
    Alex Bolder lehnte sich weit ihm Stuhl zurück und verschränkte die Arme.
    "Wisst ihr, wenn dies gut läuft, kann ich ja vielleicht diese blöde PK verlassen und in
    einen anderen Bereich gehen. Maschinenraum oder Wissenschaft...."
    "He, das ist mein Bereich“, antwortete Salma lächelnd, doch dieses Lächeln erstarb plötzlich,
    als sie auf die Anzeigen blickte.
    "Ich habe hier einen Werteanstieg, keinen Ahnung was es ist..."
    "Weg hier!"
    Das Shuttle beschleunigte, doch es konnte dem hellen, gleißenden Blitz nicht entgehen. Die Insassen des Shuttles mussten die Augen schließen, denn nicht mal der Sichtschutz konnte ihn abdämpfen. Jedoch, und das war ungewöhnlich, blieb ein Vibrieren, ein Schütteln
    aus.
    "Was war das?" fragte Bolder überrascht.
    "Keine Ahnung, aber es ist weg!" antwortete Halek überrascht.
    Sanchez fackelte nicht lange und flog das Shuttle zurück zur Monitor. Er landete es
    professionell auf der Shuttle-Rampe, wo Fähnrich Tellom schon auf sie wartete.
    "Sensationell, die Daten, „ jubelte sie, während die anderen noch das Shuttle verließen.
    "Und was war mit dem Blitz?" fragte Sanchez.
    "Das war wohl nur eine Sonnenspiegelung oder so. Sonst haben wir keine anomalen Anzeigen
    bekommen."
    Sanchez nickte, gab sich wohl mit dieser Erklärung zufrieden. Halek ging mit der
    Terellianerin zum Turbolift, wobei ihr eine Sache auffiel.
    "Haben sie in unserer Abwesenheit ihre Frisur verändert?"
    Tellom lachte spöttisch.
    "Salma, wollen sie mich veralbern? Ich habe schon seit Jahren diese Frisur!"
    Komisch, dachte der Fähnrich, ich hätte schwären können, dass sie heute morgen noch
    lange Haare hatte.

    "Na Chief, lief alles glatt ohne mich?" fragte Bolder spöttisch.
    "Natürlich!"
    Diese Antwort überraschte Alex nicht im Geringsten. Es passierte ja nie etwas im
    Transporterraum, wieso sollte es jetzt anders sein? Bolder überflog ein paar Messdaten.
    "Freuen sie sich den schon auf den Ruhestand, Chief?"
    "Ruhestand? Wovon reden sie?" antwortete der alte Mann, was Bolder sehr überraschte.
    Hatte er etwa seine Meinung geändert?
    "Sie sagen doch schon die ganze Zeit, dass es ihre letzten 3 Monate in der Sternenflotte
    sind und sie dann die Uniform an den Nagel hängen!"
    Doch der Transporterchef grinste nur, fragte sich wohl, ob Bolder den Verstand verloren
    hatte. Darauf ließ zumindest sein Gesichtsausruck schließen.
    "Junge, ich weiß nicht was sie meinen. Ich habe nichts dergleichen gesagt. Ich bleibe bei
    diesem Verein bis ans Ende aller Tage!"
    Und nun war Bolder völlig verwirrt.

    Das Licht an Bord der Monitor wurde abgedunkelt, ein Zeichen, dass es Nacht war.
    Dies läutete auch das Ende der Schichten für die meisten Crewmitglieder ein. Zu ihnen
    gehörte Miguel Sanchez, der das größte Abenteuer seit der Akademiezeit hinter sich
    hatte. Ja, man konnte sagen, dass er zufrieden mit diesem Tag war. Und wer weiß, bald kam
    Captain Lewinski zurück und er konnte um Versetzung in eine andere Abteilung bitten.
    Mal ehrlich, wer braucht einen Offizier für so eine unbedeutende Aufgabe, wie ich sie
    derzeit habe?
    Er wollte sein Quartier betreten, doch er konnte es nicht: die Tür öffnete sich nicht.
    Wieder versuchte er es, doch nichts geschah.
    "Computer“, befahl er leicht verärgert, "öffne die Tür."
    "Negativ“, kam die mechanische Stimme als Antwort, "die Tür ist verriegelt. Der Bewohner
    möchte nicht gestört werden."
    Sanchez stemmte verärgert die Hände in die Hüften.
    Bewohner? Das ist mein Quartier und ich bin hier draußen, also kann DA drinnen niemand
    sein.
    "Computer, öffne die Tür, Code Beta-Gamma-2765-Phi."
    "Falscher Code!" erwiderte der Computer.
    Sanchez wiederholte den Code und diesmal öffnete sich die Tür. Doch nun war er völlig
    verwirrt: vor ihm stand eine Frau.
    "Was machen sie denn für einen Lärm?" fragte Lieutenant Ir´lia.
    Sanchez wusste nicht was er der Deltanerin sagen sollte, so sprachlos war er.
    "Verzeihen sie, Ma´am, aber ich möchte in mein Quartier."
    Ir´lia rieb sich die schlaftrunkenen Augen und blickte ihn genauer an.
    "Fähnrich, sind sie krank. Ihr Quartier ist doch das hier!" sagte sie und deutete auf die Tür
    nebenan. Sanchez stockte.
    "Danke, Ma´am, „ erwiderte er, doch der Lieutenant hatte schon die Tür wieder geschlossen.
    Ohne Mühe konnte Miguel sein Quartier betreten. Er zog sich um und fiel ins Bett. Doch er
    bekam keinen Schlaf, denn ein Gedanke kreiste immer wieder durch seinen Kopf:
    Was ist hier los?

    Es war Frühstückszeit. Leute drängelten sich im Kasino aneinander, holten Essen und
    diskutierten lautstark. Nur ein Tisch nicht, an dem drei junge Offiziere saßen. Jeder stocherte
    in seinem Essen rum, sagte nichts. Schließlich brach Bolder das Schweigen:
    "Etwas stimmt nicht."
    Er hatte erwartet, dass sie ihn für verrückt halten würden, doch seine Kameraden sagten
    nichts, sondern schauten ihn wissend an. Halek sprach das aus, was alle dachten:
    "Seit unserer Rückkehr kommt mir das Schiff so… anders vor."
    "Vielleicht liegt es ja nur an unser ersten Außenmission“, merkte Miguel an, doch er und die
    anderen wussten, dass mehr dahinter lag. Sie sagten nichts, nahmen stattdessen einen
    großen Löffel voll Müsli. Dann geschah es so schnell, dass sie es fast nicht bemerkten:
    es blitzte auf, der ganze Raum verstummte und dann war wieder die übliche Lautsstärke da.
    "Habt ihr das gespürt?" fragte Halek.
    "Ja“, antworteten die beiden Männer im Chor. Dann bemerkten sie, wie sich Sanchez Blick
    auf jemanden fixierte und sie folgten seinem Blick.
    "Wieso starrst du die ganze Zeit Lieutenant Bird an?" fragte Bolder schließlich.
    Miguel schaute Bird weiterhin an, während er antwortete:
    "Der Lieutenant saß eben noch dahinten in der Ecke des Raumes und auf einmal ist er
    hier links neben uns."
    "Könnte er nicht einfach nur den Platz gewechselt haben?"
    Halek sprang für Sanchez ein:
    "Innerhalb einer Sekunde? Ohne dass wir es bemerkt haben?"
    Miguel Sanchez stand auf, blickte sich langsam im Kasino um. Er drehte sich, schien sich
    jedes einzelne Detail, jede Person innerhalb des Raumes anzusehen. Schließlich sagte er es:
    "Etwas hat sich verändert!"
    Seine beiden Freunde schauten ihn fragend an und Sanchez hob den Zeigefinger, deutete
    auf eine leere Wand.
    "Dort hängt doch immer ein Bild. Es war auch da als wir hereinkamen. Jetzt ist es weg!"
    "Kann es sein, dass du dich täuschst“, fragte Bolder, doch Sanchez tippte die Person am
    Nebentisch an.
    "Crewman, hing dort jemals ein Bild?"
    "Dort? Nein, Sir, noch nie!"
    Die Antwort traf jeden einzelnen von ihnen wie ein Donnerschlag. Mechanisch erhoben sie
    sich. Schließlich hatte Halek einen Plan vorbereitet.
    "Ich gehe auf die Brücke und scanne das Schiff. Alex, du scannst den uns umgebenden Raum.
    Danach durchsuchst du die Datenbanken. Falls du etwas findest, was dir suspekt erscheint,
    markiere und zeig es mir. Und du, Miguel, du gehst in den Maschinenraum und scannst das
    Kontinuum!"
    "Das Kontinuum scannen? Das ist eine intensive Prozedur, die man nicht geheim halten kann.
    Ich finde wir sollten dem Commander Bescheid sagen!"
    "Was sagen“, fragte Bolder und stemmte seine Hände auf den Tisch, "das uns etwas seltsam
    erscheint? Wer wird uns das glauben?"
    "Redet mit niemandem, darüber! Hier, in 2 Stunden!"
    Das war’s. Jeder verließ das Kasino und machte sich an die Arbeit und versuchte etwas
    zu finden, von dem sie keine Ahnung hatten.

    Der Scan des Raumes war eindeutig: die Monitor hatte sich bisher noch keinen Millimeter
    fort bewegt. Immer noch untersuchte man den Protostern. Nach dieser Erkenntnis hatte
    sich Alex an die Datenbank gemacht. Nachdem er einige Zeit die geschichtlichen Aufzeichnungen und Sternenflottenhandbücher studiert hatte, ging er zu den Personalakten über.
    Genauer gesagt zu seiner eigenen Akte. Mit seinem Lebenslauf stimmte soweit alles überein,
    nur eine Frage stellte er sich, als er den Monitor genauer betrachtete:
    Wieso habe ich auf dem Foto grüne Augen? Und wieso sind meine Eltern in Liverpool und
    nicht in London geboren?

    Auch Halek ging es nicht anders. Der Schiffs-Scan ergab nichts ungewöhnliches, selbe Zahl
    der Crewmitglieder, alle Systeme funktionstüchtig, keine Lecks. Und trotzdem schien ihr
    irgendwas anders zu sein.

    Sanchez hatte mit Sicherheit die schwierigste Aufgabe. Er war seit einer Stunde im
    Maschinenraum, obwohl er eigentlich dort nichts zu suchen hatte und versuchte einer der
    zeitaufwendigsten Arbeiten durchzuführen: das Raum-Zeit Kontinuum zu scannen. Doch
    so etwas blieb niemandem verborgen, schon gar nicht dem Chefingenieur und so kam
    Miguel in herbe Erklärungsnot, als Chief Woil ihn fragte:
    "Was machen sie da, Fähnrich?"
    "Äh, nichts, nur ein paar Analysen!"
    Woil schaute auf den Monitor, doch Sanchez hatte vorsichtigerweise schon vorher ein paar
    Schutzmaßnahmen vorgenommen. Sofern man nicht wusste, wonach man suchte, so fand
    man auch nichts. Die Chief nickte zwar, doch man konnte sein Misstrauen deutlich erkennen.
    "Sehr schön, Fähnrich, doch denken sie daran, dass sie noch andere Aufgaben haben."
    Und mit diesen Worten verließ er ihn. Sanchez atmete einmal tief durch, dann fuhr er mit
    seiner Untersuchung fort. Doch er ahnte nicht, dass man ihm schon lange auf die Schliche
    gekommen war.

    Stunde später, in Haleks kleinem Quartier. Sie hatten sich hier versammelt, jeder gab einen
    Bericht über seine Nachforschungen ab.
    "War ganz schön schwierig“, meinte Sanchez, "nicht entdeckt zu werden. Der Chief hätte
    mich fast durchschaut!"
    "Und?"
    "Nun ja, eigentlich stimmt alles..."
    "Aber?" fragten Salma und Alex im Chor.
    "Kleinigkeiten sind anders. Erst sagte mir der Computer, dass Kontinuum sei korrekt, aber als
    ich ihn bat, die Prozentzahl anzugeben, kam er auf 99,99999999 Prozent."
    "Das ist wirklich eine Kleinigkeit!" meinte Alex verächtlich und erklärte seine Entdeckungen.
    Schließlich stellte er eine letzte Frage.
    "Wann ist die Föderation gegründet worden?"
    jedes Schulkind wusste diese Zahl, sie war so banal, das die Antwort wie aus der Pistole
    geschossen kam.
    "2161!" antworteten Miguel und Salma zeitgleich.
    Doch Bolder schmunzelte und zeigte ihnen ein PADD.
    "Laut der Datenbank wurde die Föderation 2162 gegründet. Und mehrere Crewmitglieder
    haben mir diese Zahl bestätigt."
    Sanchez lehnte sich ratlos gegen die Wand.
    "Ein Jahr sind im kosmischen Gefüge..."
    "Eine Kleinigkeit“, beendete Salma Halek den Satz.
    Und nun war guter Rat teuer. Niemand wusste, was los war, nur eines stand fest: etwas hatte
    sich in diesem Universum verändert.
    In DIESEM Universum!
    "Ich hab eine mögliche Erklärung“, sagte Halek schließlich und weckte damit die Aufmerksamkeit ihrer Freunde.
    "Wahrscheinlich gibt es eine unendliche Anzahl von Paralleluniversen. Für jede Handlung,
    die anders verlief, hatte sich ein neues Universum gebildet."
    Die anderen Beiden nickten. Diese Theorie war bekannt, sie galt als fast bewiesen.
    "Gut, stellt euch mal eine lange Kette vor, eine Kette voller Universen, von links nach
    rechts. Was ist, wenn durch diesen Protostern eine Spalte geöffnet wurde, die uns z.B.
    alle 10 Stunden um ein Universum nach rechts verschiebt. Und je weiter wir uns von
    unserem Universum entfernen, desto größer werden die Unterschiede!"
    Sie blickte Sanchez an.
    "Erst ist es nur ein Bild das fehlt, dann eine Person..."
    Alex stand auf, schüttelte den Kopf.
    "Wenn das stimmen sollte, wo sind unsere Doppelgänger?"
    Sanchez beantwortete die Frage. Die Antwort war logisch.
    "Sie springen genau wie wir durch die Universen. Wahrscheinlich setzten sie jetzt auch in
    diesem Zimmer und bereden dieselben Dinge, zur gleichen Zeit!"
    Das leuchtete jedem ein. Halek gab die Daten in den Computer ein und er bestätigte diese
    Vermutung:
    "Wahrscheinlichkeit 89.78 Prozent!"
    Nun hatten sie eine Erklärung, aber keine Ahnung, was sie machen sollten. Jetzt hieß es
    kühlen Kopf bewahren.
    "Denken wir mal nach, „ sagte Bolder, "wir haben bisher drei Sprünge erlebt, so ungefähr
    alle 7 Stunden. Jedes Mal werden die Unterschiede größer..."
    Er stockte, als er ein schrecklicher Verdacht in ihm aufkam.
    "Und wenn wir nicht bald eine Lösung finden, landen wir in einem Universum, in dem es
    keine Monitor gibt. Wir werden einfach in der Leere des Alls erscheinen und sterben!"
    Totenstille. Was nun?
    Halek sprach das aus, was sicher war.
    "Es liegt an dem Protostern. Irgendwie wurden wir von ihm markiert! Wir werden nur mit ihm eine Lösung finden!"
    Die Anwesenden nickten zustimmend. Ihre Diskussion wurde jäh unterbrochen, als sich
    Sanchez´ Kommunikator meldete.
    "Fähnrich, hier spricht Commander Land. Bitte melden sie sich in meinem Büro."
    "Commander, Salma Halek hier. Wir müssen sie unbedingt sprechen, es ist eine Sache von
    höchster Priorität!"
    Deutlich hörte man das Seufzen des Kommandanten der Monitor. Nichtsdestotrotz bestellte
    er alle zu sich.

    Die drei Fähnriche waren ziemlich nervös, war es doch das erste Mal, dass sie dem
    Commander so nah waren und sogar mit ihm redeten. Bruce Land stand hinter seinem Sessel
    und stützte sich auf der Lehne ab. Sein Gesicht verriet einigen Ärger darüber, dass er von
    seiner Arbeit abgehalten wurde.
    "Also, was ist so wichtig, dass sie ohne meine Genehmigung das Kontinuum scannen wollten?"
    Die drei sahen sich und Halek öffnete den Mund, doch sie kam nicht mehr dazu, etwas zu
    sagen, denn es blitzte auf. Und DIESMAL waren die Unterschiede deutlich: der Commander
    war unrasiert und genauer gesagt war er gar kein Commander, denn deutlich waren die
    4 Pins eines Captains an seinem Kragen zu sehen. Das Büro war heiß (offenbar arbeiteten
    die Umweltkontrollen nicht zuverlässig) und Einrichtungsgegenstände lagen auf dem Boden.
    "Was wollten sie mir den erzählen, Fähnrich? Mit jeder Minute, die wir hier bleiben, erhöht
    sich die Chance auf ein klingonisches Kriegsschiff zu stoßen."
    Alle drei sahen sich an. Und jeder wusste: die Situation hatte sich gerade verschlimmert!

    Schließlich hatten sie ihm alle Erkenntnisse und die Theorie mitgeteilt. Während dieses
    Vortrages hatte der Commander, beziehungsweise der Captain, keine Regung gezeigt.
    Er hatte sich zwar gesetzt, aber sonst nichts gesagt. Dann verschränkte er die Arme.
    "Würden sie mir das glauben, wenn sie an meiner Stelle wären?" fragte er schließlich.
    Bolder, Halek und Sanchez blickten zu Boden. Doch die Antwort war viel versprechend.
    "Glücklicherweise ist mir diese Theorie nicht unbekannt. Und sie, oder besser gesagt ihre
    Vorgänger, haben sich auch ganz schön merkwürdig verhalten. Das würde zu ihrer Erklärung
    passen."
    Erleichterte Mienen bei den Fähnrichen.
    "Und was wollen sie jetzt machen?"
    Bolder antwortete als erster.
    "Nun, wir dachten an eine weitere Außenmission zum Protostern."
    Land sprang aus seinem Sessel auf.
    "Unmöglich! Sie hatten schon einmal Glück, dass kein klingonisches Schiff ihr Shuttle angegriffen hat. Vielleicht sieht es beim nächsten Mal anders aus!"
    Offenbar waren die politischen Umstände in diesem Universum weit weniger glücklich als
    in ihrem. Doch für ein Nachhacken blieb keine Zeit.
    "Sir, es muß sein."
    Land erwiderte etwas, doch er wurde auf die Brücke gerufen. Die anderen folgten ihm.
    Zum ersten Mal betraten die drei gemeinsam die Brücke, doch etwas war anders und das
    lag nicht an dem anderen Teppich. Die anwesenden Crewmitglieder waren bewaffnet, sie
    sahen müde aus. Und ihr Kommunikator war anders: Halek und die anderen hatten ein
    silbernes Schiff auf einem goldenen Balken. Doch diese Crew trug einen Kommunikator
    mit einem goldenen Schiff auf einem silbernen Balken.
    "Bericht“, befahl Land und setzte sich in den Sessel.
    "Wir haben ein getarnten klingonischen Bird-of-Prey entdeckt, der in das System eingeflogen ist!"
    "Status der Waffen, Lieutenant-Commander T´Per?"
    Der große Vulkanier war tatsächlich "wieder" da.
    "Tarnvorrichtung immer noch inaktiv, Waffen bei voller Energie!"
    Land drehte seinen Stuhl in Richtung der drei jungen Offiziere.
    "Wann ist ihr nächster Sprung?"
    "In 6 Stunden und 28 Minuten."
    Land nickte und gab damit sein Okay. Ohne auf eine weitere Anweisung zu warten, verließen
    sie die Brücke.

    Sie hatten die Shuttlerampe für sich alleine beansprucht und die anderen Besatzungsmitglieder rausgeschickt. Das Schiff sah schrecklich aus. Offenbar fand in diesem Universum ein
    langer Krieg zwischen der Föderation und dem Klingonischen Imperium statt. Captain
    Lewinski war schon lange in der Schlacht gefallen und die Erde erobert. Es war ein
    Albtraum. Inzwischen hatten sie eine Theorie entwickelt: ein exakt modulierter Phaserstoß
    sollte sie nicht nur nach Hause zurückschicken, sonder auch den Sprungeffekt neutralisieren.
    Es waren noch 3 Stunden bis zum Sprung. Die Zeit drängte. In den Simulationen hatte bisher
    alles geklappt, aber was war mit der Realität? Sie betraten das Shuttle, schlossen die Luken
    und aktivierten die Kontrollen.
    "Brücke, erbitten Starterlaubnis!"
    "Shuttle, hier spricht Lieutenant Locarno, Starterlaubnis erteilt!"
    Eilig verließen sie die Monitor und flogen in Richtung Protostern. Die Passage würde 40
    Minuten dauern.

    Auch auf der Brücke der Monitor war man gespannt. Ardev drehte sich von seiner Station
    weg und blickte zu seinem Captain:
    "Sir, wieso trauen sie ihnen?"
    Land überlegte nur kurz.
    "Es passt alles so gut ins Bild. Und denken sie nur an ihre Vorgänger! Die waren auch mehr
    als merkwürdig. Nein, diesmal verlasse ich mich voll und ganz auf meine Instinkte."
    Er blickte zu T´Per.
    "Auch wenn dies unlogisch ist“, meinte er lächelnd. Die Reaktion des Vulkaniers bestand aus
    einer gewölbten Augenbraue.
    "Nun, Captain, „ sagte er sachlich, "ich hoffe ihr Instinkt beschützt uns auch vor dem
    klingonischen Schiff."
    "Das hoffe ich auch“, murmelte Land und wandte sich wieder dem Hauptschirm zu,
    „das hoffe ich auch!"

    Die Reise zum Stern war bisher gut verlaufen. Die Insassen des kleinen Shuttles bereiteten
    ihre Mission vor, rechnete noch einmal alle Szenarien durch. Sie durften sich nun keinen
    Fehler erlauben, alles war genau geplant. Noch 2 Minuten....
    plötzlich waberte der Raum über dem Shuttle und nur der schnellen Reaktion von Alex
    Bolder war es zu verdanken, dass sie nicht durch eine Phasersalve des Bird-of-Prey
    zerstört wurden.
    "Er hat uns weiterhin erfasst“, meldete Sanchez nervös. Schweißperlen rannten von seiner
    Stirn, allen war dir Erschöpfung deutlich anzusehen. Wieder dachten sie unter einer Salve
    weg.
    "Alex, wir müssen auf Kurs bleiben“, rief Salma in das Chaos hinein.
    Alex murmelte etwas, was die anderen nicht verstanden und konzentrierte sich weiter auf
    den Flug. Noch eine halbe Minute. Die Monitor näherte sich ihnen und lud schon einmal
    die Waffensysteme durch. Sie würden dennoch nicht rechtzeitig kommen. Die Klingonen
    blieben hartnäckig, feuerten unablässig weiter. Das Shuttle schüttelte sich unter einem
    Treffer.
    "Sensoren ausgefallen!"
    "Visiert den Stern von Hand an, " befahl Alex, "noch 10 Sekunden!"
    Sie brachten sich in Position.
    "3...2..1..Feuer."
    Und in dem Moment, in dem ein exakt modulierter Phaserstrahl auf den Stern abgefeuert
    wurde, erzitterte das Shuttle unter einem weitern schweren Treffer. Es knallte, Funken
    stoben, ein Blitz... und dann Stille. Sie alle öffneten die Augen. Das Shuttle war völlig intakt,
    nichts deutete auf eine klingonische Präsenz hin. Bolder drehte das Shuttle in Richtung
    Monitor.
    "Wir werden gerufen“, meldete Halek misstrauisch. War es schon ausgestanden?
    "Shuttle 07, hier spricht Lieutenant-Commander Land. Hat es geklappt?"
    Aufatmen.
    "Positiv, Monitor, erbitten Andockerlaubnis!"
    Es war vorbei.

    Welch Ironie, dass drei Fähnrichen, die in eher unbekannten Aufgabengebieten arbeiteten,
    eine solche Ehre zuteil wurde. Es gab ein großes Festessen im Kasino und Bruce Land
    persönlich teilte ihnen mit, dass sie für den Christopher Pike-Tapferkeitsorden vorgeschlagen
    wurden. Arena Tellom drängte sich zwischen die Anwesenden zu Salma durch.
    "Gratulation Salma, ich hoffe, ich kann bald ihren Bericht lesen! Bestimmt ist das Daystrom-
    Institut auch sehr interessiert an ihrem Bericht!"
    Halek lächelte freundlich.
    "Vielleicht, aber erst morgen. Ich bin zu müde."
    Tellom nickte. Sie hatte vollstes Verständnis.
    "Schlafen sie sich erstmal aus, Fähnrich: Wir sehen dann weiter, wenn sie wieder frisch und
    munter sind!"
    Auch die anderen verabschiedeten sich langsam. Inzwischen war es späte Nacht geworden.
    Sie fuhren auf Deck 1, zu den Offiziersquartieren. Ein letztes Mal hielten sie. Bolder stemmte
    die Hände in die Hüften und schüttelte den Kopf.
    "Mann, was für ein Abenteuer! Gestern noch ein kleiner Transportertechniker, jetzt
    der bedeutendste Offizier der Sternenflotte."
    Alle lachten laut, erleichtert darüber, dass es geschafft war.
    "Und morgen geht es wie üblich weiter?"
    "Scheint so, Miguel. Also, Jungs, ich gehe in die Falle. Nacht!" verabschiedete Halek sich.
    Auch die für die anderen Beiden trennte sich der Weg. Sanchez betrat sein kleines
    Quartier, ging in die kleine Waschnische und klatschte sich Wasser ins Gesicht.
    Ja, es war vorbei!
    Er zog sich um und legte sich auf seine Pritsche. Dabei sah er das Holobild von ihm und
    seiner Verlobten. Sanchez hatte für einen Moment wieder dieses schreckliche Gefühl, dass
    er sie hätte verlieren können. Lange betrachtete er sie, ihr Haar, ihr Lachen, das kleine,
    süße Muttermal....
    Er richtete sich auf.
    Er hatte dieses Muttermal noch nie zuvor gesehen.

    Manche Crewmitglieder mussten den drei jungen Offizieren ausweichen, die wild
    diskutierend über den gang fegten. Offenbar hatten sie es eilig. Sanchez lief an der Spitze,
    doch Bolder versuchte ihn an der Schulter zu packen. Es gelang ihm nicht.
    "Wie willst du dir so sicher sein, dass wir nicht im richtigen Universum sind? Ich meine so
    eine Sache wie ein Muttermal übersieht..."
    Sanchez machte eine wegwerfende Geste.
    "Ich kenne Laila seit Jahren. Dieses Mal hatte sie noch nie gehabt!"
    Halek mischte sich in die Diskussion ein.
    "Der klingonische Treffer muß unsere Phaser-Modulation ein wenig verändert haben. Wir sind
    nah an unserem Universum dran, doch immer noch nicht da!"
    "Und was machen wir jetzt?"
    "Dasselbe wie letztes Mal auch, „ sagte Sanchez mürrisch und betrat wild gestikulierend
    die Shuttlerampe.
    "Crewman Lang, haben sie etwa nicht das Shuttle vorbereitet? Wir hätten schon lange starten
    müssen!"
    Der bemitleidenswerte Matrose zuckte zusammen.
    "Nein, Sir, ich habe nichts von der Brücke..."
    Sanchez stieß ihn zur Seite, öffnete das Hangartor.
    "Na ja, ist ja nicht so schlimm! Wir starten sofort!"
    "Und die Brücke?"
    Doch Lang wagte gar nichts mehr zu sagen, da der Blick von Fähnrich Sanchez zu finster
    war. Sie starteten so schnell wie möglich, berechneten wieder die Phaser-Einstellung.

    "Commander, ein Shuttle ist gerade los geflogen!"
    "Was? Verfolgung aufnehmen!"

    "Wir werden gerufen!"
    Das Bild des Commanders erschien auf dem Monitor des Shuttles. Und er sah nicht gerade
    erfreut aus.
    "Drehen sie sofort um und kehren sie zurück."
    "Bedaure, Sir“, antwortete Bolder, "das können wir nicht tun!"
    "Fähnrich, ich erteile ihnen den direkten Befehl...."
    Halek unterbrach die Verbindung.
    "Die Monitor schließt auf“, meldete sie.
    "Wir sind ja gleich da“, entgegnete Bolder gelassen.
    Das kleine Raumschiff raste dem Protostern entgegen, dicht gefolgt von einem der besten
    Kampfschiffe der Föderation. Der Stern rückte näher und beide Schiffe luden die Waffensysteme.
    "Die Monitor ist gleich in Feuerreichweite."
    "Bereite den Phaserstrahl vor!"
    Nervosität machte sich breit. Sie hatten nur einen Versuch. Es musste klappen.
    "Wir werden erfasst!" meldete Sanchez, doch Bolder reagierte gar nicht darauf. Er gab den
    Feuerbefehl und der Stern wurde, getroffen, schimmerte kurz und blitzte schließlich wieder
    auf.
    Die drei öffneten die Augen. Halek kontrollierte die Anzeigen.
    "Wir werden gerufen!"
    Lands Gesicht erschien. Diesmal erschien er weit weniger verärgert.
    "Sind sie es?" fragte er vorsichtig.
    Die drei Offiziere sahen sich fragen an. Schließlich fragte Bolder:
    "Wer wurde Basketball-Meister dieses Jahr?"
    Land überlegte kurz, antwortete dann:
    "Die Rockies, warum?"
    Bolder ließ sich entspannt zurückfallen. Ein Lächeln zeigte sich auf seinem Gesicht.
    "Wir sind zuhause! Nur in unserem Universum kann eine Mannschaft wie die Rockies
    Champion werden!"
    Erleichterung bei allen. Es war geschafft!

    - Ende -


    GROSSE SPRÜNGE
    based upon "STAR TREK" created by GENE RODDENBERRY
    produced for TREKNews NETWORK
    created by NADIR ATTAR
    executive producer NADIR ATTAR
    producer SEBASTIAN OSTSIEKER lektor OLIVER DÖRING
    staff writers CHRISTIAN GAUS & THOMAS RAKEBRAND & OLIVER-DANIEL KRONBERGER-LENNARDSSON
    written by NADIR ATTAR
    TM & Copyright © 2004 by TREKNews Network. All Rights Reserved.
    "STAR TREK" is a registered trademark and related marks are trademarks of PARAMOUNT PICTURES
    This is a FanFiction-Story for fans. We do not get money for our work!

    Quelle: treknews.de
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    • Hallo Gast - Aufgrund des vielen Spams müssen leider ein paar Fragen beantwortet werden.

      Bitte der Reihe nach durchführen, sonst kann das Captcha nicht erfolgreich abgeschlossen werden...
      Schritt 1: Wenn Picard ein Captain ist, sollte hier ein Haken rein...
      Schritt 2: und wenn es in der Nacht nicht hell ist, sollte hier der Haken raus!
      Schritt 3:

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