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...so krass wie die Angst!
  • Battlestar Galactica: 2x09 "Flight of the Phoenix"

    Die Hoffnung lebt
    Die Konflikte an Bord der Galactica nehmen zu. Die Soldaten sind übermüdet, gestresst und sehen keinen Sinn mehr in ihrem täglichen Dienst. Gerade in dieser schweren Zeit wird das Schiff von einem cylonischen Computervirus bedroht, der langsam die Schiffsysteme übernimmt und fast Tote fordert. Nur Boomer kann in dieser Situation noch helfen, doch ist Adama in der Lage seine Ängste zu überwinden?
    TitelFLIGHT OF THE PHOENIX / Die Hoffnung lebt
    Episode24 - 2x09
    DE Airdate30.01.2008
    US Airdate19.09.2005
    BuchBradley Thompson,  David Weddle
    RegieMichael Nankin
    GaststarsLeah Cairns als Margaret 'Racetrack' Edmondson
    Paul Campbell als Billy Keikeya
    Nicki Clyne als Crewman Specialist Cally
    Aaron Douglas als Chief Petty Officer Galen Tyrol
    Jen Halley als Selix
    Michael Hogan als Colonel Saul Tigh
    Kandyse McClure als Petty Officer 2nd Class Anastasia Dualla
    Bodie Olmos als Brendan 'Hotdog' Constanza
    Tahmoh Penikett als Lt. Karl 'Helo' Agathon
    Donnelly Rhodes als Doctor Cottle

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    INHALT

    Die Konflikte an Bord der Galactica nehmen zu. Die Soldaten sind übermüdet, gestresst und sehen keinen Sinn mehr in ihrem täglichen Dienst. Gerade in dieser schweren Zeit wird das Schiff von einem cylonischen Computervirus bedroht, der langsam die Schiffsysteme übernimmt und fast Tote fordert. Nur Boomer kann in dieser Situation noch helfen, doch ist Adama in der Lage seine Ängste zu überwinden?

    Parallel dazu widmet sich Chief Tyroll einem eigenen Projekt. Er will einen neuen Kampfjet kreieren, der Stealth-Fähigkeiten besitzt. In diese Aufgabe setzt er seine gesamte Zeit und eint damit unbewusst die gesamte Schiffscrew, gibt ihr damit ein neues Ziel.

    Präsidentin Rosslin erfährt, dass sie nicht länger als einen Monat zu leben hat. Ihre Zukunft bleibt ungewiss...

    Meinung zur Episode

    „Flight of The Phoenix“ schließ inhaltlich direkt an „Final Cut“ an und führt damit die Handlung, wie eigentlich jede Episode bei BSG, nahtlos weiter. Gerade hier war es wichtig auf die Ereignisse aus der vorangegangenen Episode zurückzugreifen und weiterhin sich mit den Problemen der Crew zu beschäftigen, die unter dem Dauerstress leidet.

    Wohin man an Bord auch schaut, überall schwelen Aggressionen und Konflikte. Deutlich wird dies an der Ablehnung, die Lieutenant Agathon erlebt oder seinem anschließenden handfesten „Disput“ mit Chief Tyroll. Gerade zwischen den beiden war eine Aufarbeitung mehr als nötig, haben sie doch die selbe Frau geliebt oder tun dies immer noch. Auch wenn im Verlaufe dieser Staffel der Chefingenieur versucht hat den Eindruck zu erwecken, als empfände er nichts mehr für Sharon Valerie, so wurde mehr als einmal deutlich, dass dem nicht so ist. Auch sichtbares Indiz für die Anspannungen an Bord ist der Ausbruch des sonst so ruhigen Felix Gaetas, der auf der Brücke offene Widerworte von sich gibt. Nicht nur Commander Adama ist überrascht von seiner Aktion, auch der Zuschauer fragt sich, ob er den selben Lieutenant wie sonst vor sich hat. Wenn selbst dieser Mann Probleme mit der Selbstdisziplin hat, dann muss es wirklich schlimm um die Crew stehen!

    Überhaupt spielt Boomer eine gewaltige Rolle in dieser Episode. Nicht nur ist sie Triebfeder für den Chief sich ein neues Hobby zu suchen ( nämlich dem Bau eines neuen Schiffes ), auch ist sie am Ende Retter in der Not. Der nun aktiv werdende Cylonen-Virus war ein letztes Geschenk der versuchten Enterung der Toaster, welche zu Beginn der Staffel stattgefunden hat und macht einmal mehr deutlich, wie sehr die einzelnen Folgen von „Battlestar Galactica“ miteinander verzahnt sind. Es ist derzeit ein erfreulicher Trend in der TV-Landschaft einzelne Episoden, ja Staffeln aufeinander aufbauen zu lassen, und es wird wieder einmal deutlich, welch Pionierarbeit JMS mit seiner Serie „Babylon 5“ geleistet hat. Gerade bei „BSG“ hat man immer wieder das Gefühl, dass nichts unter den Tisch fällt, sondern immer wieder aufgegriffen wird.

    Wieder einmal ist also Boomer, die der Menschheit gegen ihr eigenes Volk hilft, um augenscheinlich ihr eigenes Kind zu retten. Mit dem Lahmlegen der feindlichen Kampfflieger ermöglicht sie den Menschen einen gewaltigen Sieg, der wichtig für die Moral ist. Man spürt förmlich, wie den Kampfpiloten ein Stein vom Herzen fällt, als sie einmal einen Großangriff auf die Cylonen fliegen und einen leichten Sieg erringen können. Im wahrsten Sinne des Wortes können sich Apollo, Starbuck und Co. den Frust von der Seele schießen. Dabei muss sich Commander Adama dem seltsamen Gefühl stellen schon wieder dem Feind vertraut und Boomers Hilfe in Anspruch genommen zu haben. Hier wird in meinen Augen vorsichtig das Thema Rassismus und Vorurteile angesprochen, denn auch wenn die Cylonen der Feind sind, so müssen immer mehr an Bord einsehen, dass man nicht alle Maschinenwesen über einen Kamm scheren sollte. Dass dies bei einem Gegner, der die eigene Spezies fast vollständig ausgelöscht hat, schwierig ist, bleibt keine Frage. Könnte dies aber ein Schritt zu einer friedlichen Koexistenz, wenn dies überhaupt möglich ist, sein?

    Der zweite Handlungsstrang rund um die Konstruktion eines Stealth-Fliegers wirkte zu Beginn wie eine Parodie auf „Star Trek:Voyager“, wo man scheinbar unaufhörlich neue Shuttles baute, denn anders war der immense Vorrat des Sternenflottenschiffs an den kleinen Gefährten nicht zu erklären. Auch hier wirkt es in meinen Augen arg unglaubwürdig, wie aus dem Nichts ein neues Schiff aus dem Boden gestampft wird, obwohl man eigentlich weder die Zeit, Ingenieure noch Ressourcen dafür hat. Die Symbolkraft des kleinen Kampfjägers ist jedoch wichtiger als alles andere. Endlich hat die Crew ein neues Ziel, auf dass sie hinarbeiten können. Überleben allein reicht nicht, man muss für etwas Leben, dies hatte der Commander schon im Pilotfilm deutlich gemacht und wird hier eindrucksvoll gezeigt. Alle arbeiten in ihrer Freizeit zusammen und helfen, wo es nur geht. Eine kleine Frage am Rande: müsste der Chefingenieur nicht viel intensiver an der Suche nach dem Virus beteiligt sein?

    Die Szene gen Ende ist rührend und wundervoll, als das Schiff auf den Namen „Laura“ getauft wird. Der Präsidentin verschlägt es zu recht die Sprache und es dürfte dem Zuschauer ähnlich gehen. Grund dafür ist die exzellente musikalische Untermalung, welche in „BSG“ einfach großartig ist und immer wieder passend eingesetzt wird. Wie wird die Flotte reagieren, wenn sie ihre Präsidentin an den heimtückischen Krebs verliert? Antworten auf diese Frage werden hoffentlich folgen!

    NADIR ATTAR

     

    nadirattar@web.de

    »Eine abermals geniale Episode, in der eigentlich so gut wie alles stimmt. Dabei muss man sich die Frage stellen:
    wie lange können die Autoren noch dieses außergewöhnlich hohe Niveau halten?«

    SpannungActionErotikAnspruch

    Quelle: treknews.de

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    • Hallo Gast - Aufgrund des vielen Spams müssen leider ein paar Fragen beantwortet werden.

      Bitte der Reihe nach durchführen, sonst kann das Captcha nicht erfolgreich abgeschlossen werden...
      Schritt 1: Wenn Picard ein Captain ist, sollte hier ein Haken rein...
      Schritt 2: und wenn es in der Nacht nicht hell ist, sollte hier der Haken raus!
      Schritt 3:

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