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  • Enterprise 2x10: Vanishing Point

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    • Ensign
    Wegen eines aufziehenden Sturmes müssen Trip und Hoshi von einem fremden Planeten gebeamt werden. Der junge Fähnrich ist sehr nervös, wir kennen ihr „Vertrauen“ in die Transportertechnologie ja. Auch wenn beim Transport alles geklappt zu haben scheint, fühlt sich Hoshi auf ein mal unscheinbar, als würde sie sich auflösen. Schließlich stellt sich heraus, dass hinter ihrem Gefühl doch mehr steckt...
    Titel:Vanishing Point
     
    Episode:036
    DE Airdate:?
    US Airdate:27.11.2002
    Buch:Rick Berman & Brannon Braga
    Regie:David Straiton
    Gaststars:Keone Young als Hoshis Vater
    Gary Riotto als Alien #1
    Morgan H. Margolis als Crewman Baird
    Ric Sarabia als Alien #2
    Carly Thomas als Alison



    Inhalt


    Hoshi und Trip befinden sich auf einem fremden Planeten in einer alten Höhle, wo sie die Überreste einer längst vergangenen Kultur untersuchen. Plötzlich informiert Captain Archer die beiden, dass ein Sturm in ihrem Gebiet aufzieht und sie zu ihrem Shuttle zurückkehren sollen. Unglücklicherweise hat der Sturm eine Intensität erreicht, die das Erreichen des Shuttles unmöglich macht, wodurch die beiden darauf angewiesen sind, auf die Enterprise gebeamt zu werden.

    Fähnrich Sato ist von dieser Vorstellung nicht sonderlich begeistert, da sie um die Risiken des Molekültransports fürchtet. Um ihr Mut zumachen, beamt sich Trip als erster und funkt ihr von der Enterprise, dass alles gut gegangen ist. Hoshi ist so als nächstes an der Reihe und Sekunden später materialisiert sie problemlos auf der Transporterplattform.

    Captain Archer besucht im Anschluss seine Kommunikationsspezialisten, die sich frisch macht. Er gibt ihr den Rest des Tages frei und teilt ihr mit, dass sie morgen mit Trip auf den Planeten zurückkehren und das Shuttle abholen wird. Nach einer kurzen Verschnaufpause zieht es Hoshi in die Messe und möchte sich zu Tucker, Reed und Mayweather an den Tisch setzen, doch es dauert seine Zeit, bis sie sie bemerken. Travis möchte mehr über den Transportvorgang erzählen und die drei erzählen ihr eine Geschichte von einer legendären Testperson, bei deren Beamvorgang seinerzeit etwas schief gelaufen war.

    Die Krankenstation ist das nächste Ziel des Fähnrichs, doch seltsamerweise scheint sie verlassen zu sein. Wie aus dem Nichts taucht Dr. Phlox hinter ihr auf und Hoshi erzählt ihm, dass sie sich seit dem Transfer nicht so gut fühle. Eine Untersuchung ergibt jedoch keinerlei Probleme.
    Ein Kommruf von T´Pol reißt den Fähnrich aus dem Schlaf. Sie erkundigt sich nach der Uhrzeit und muss mit Erstaunen feststellen, dass sie verschlafen hat. Schnell eilt sie auf die Brücke, wo man ihr mitteilt, dass Trip und Travis auf dem Planeten als Geisel genommen wurden. Die Bewohner sind sauer, weil Trip und Hoshi ihre Ruinen untersucht haben. Hoshi ist verwirrt, da es auf dem Planeten keine Spuren von Leben gegeben hatte. Die Bewohner melden sich, doch unglücklicherweise ist der Computer nicht in der Lage, die Sprache zu erkennen und auch Hoshi versagt ebenfalls. Captain Archer ermutigt sie, ohne den Computer Kontakt aufzunehmen, doch auch hier scheitert sie, worauf Archer sie zurück in ihr Quartier schickt. Niedergeschlagen will Fähnrich Sato duschen und sieht sich auf einmal im Spiegel verschwinden. Dann ist wieder alles normal, gefolgt von einer seltsamen Beobachtung, wie die Wassertropfen durch ihre Hände gleiten…

    Auch beim nächsten Mittagessen wird Hoshi nur nach Verzögerung von der am Tisch sitzenden T´Pol wahrgenommen. Die Vulkanierin erzählt Hoshi, dass Crewman Baird die Sprache der Planetenbewohner ohne große Probleme übersetzen konnte und Trip und Travis wieder heil an Bord sind. Außerdem hat der Captain Hoshi vorerst außer Dienst gestellt. Sich wundern, was los sei, begibt sich Hoshi zu einem Turbolift, der aber nicht auf sie zu reagieren scheint. Erst ein eintretendes Crewmitglied erlaubt es ihr, den Lift ebenfalls zu benutzen, der sie zur Krankenstation bringt.

    Dem Doktor erklärt sie, dass sie ihre Arbeit nicht durchführen kann, da andere Leute sie nicht mehr wahrnehmen und sie sich aufzulösen scheint. Phlox meint aber, dass er sie sehe und die Türen der Krankenstation auf sie reagiert haben. Hoshi ist nun so verunsichert und glaubt, dass sie sei und dies nur eine natürliche Angst vor dem neuen Transportmittel ist.

    Im Fitnessraum will sich der junge Fähnrich ablenken und trifft dort auf Trip. Bei dem Gespräch verneint der Chefingenieur die Frage, ob er Nebenwirkungen des Transports spüre und er versucht ihr Mut zu machen. Auch nach seinem Verlassen des Übungsraumes trainiert Hoshi weiter, doch plötzlich ist sie nicht mehr in der Lage, mittels ihre Hände feste Gegenstände zu greifen. Auch die Türkontrollen reagieren nicht und um Spiegel verschwindet ihre Reflexion.

    Nach stundenlangem Warten kommen zwar T'Pol und Trip in den Fitnessraum, doch sie scheinen Hoshi, die die beiden anspricht, nicht zu bemerken. Ein besorgter Commander Tucker erklärt der Vulkanierin, dass er Hoshi noch am Abend hier trainiert gesehen habe. T’Pol teilt dem Captain mit, dass man noch immer keine Spur von ihr habe. Auch die Sensoren orten nichts.

    Hoshi folgt dem Subcommaner, die die Krankenstation ansteuert, wo ihr Phlox ihr und dem Captain von Hoshis Besuchen erzählt. Während diese im Hintergrund sitzt, ohne wahrgenommen zu werden, erklärt der Doktor, dass sich bei einer Gewebeprobe von Hoshi die Moleküle voneinander getrennt haben. Hoshi hat sich seiner Meinung nach aufgelöst. Eine Untersuchung des Transporters stellt Fehlfunktionen bei dem Gerät fest, welches zur Abschaltung führt. Dr. Phlox erklärt, dass von Fähnrich Sato wohl nicht mehr viel übrig sei, eine Mitteilung, die Hoshi entsetzt, obwohl sie immer noch neben ihnen steht. Schweren Herzens gibt Archer den Befehl, den Orbit zu verlassen und auf alten Kurs zu gehen. Als er weggeht, läuft er durch Hoshi hindurch.

    Später durchsuchen Tucker und Phlox einen Arbeitsschacht nach Hoshis vermeidlichen Überresten, wobei sie abermals nicht auf Hoshis Zusehen registrieren. Plötzlich hört sie aus einem Seitenschacht eine unbekannte Stimme, die in der Sprache der Planetenbewohner kommuniziert. Sie wendet sich wieder ihren Kameraden zu, als sie hört, dass Phlox und Tucker fündig geworden sind. Sie haben einen kleinen grünen Tropfen entdeckt und der anschließende DNS-Vergleich ergibt, dass es tatsächlich Hoshi gewesen war. Der Doktor packt die Überreste für Hoshis Eltern ein und lässt Trip alleine.

    Tucker macht sich schwere Vorwürfe, weil er sich als erster hat auf das Schiff hatte beamen lassen, obwohl er der ranghöhere Offizier war. Nachdem er weg gegangen ist, hört Hoshi plötzlich wieder die fremden Stimmen. Sie folgt dem Seitenschacht und entdeckt zwei Außerirdische, die gerade dabei sind, eine Bombe zu installieren.

    Inzwischen hat Hoshi sich daran gewöhnt durch die Wände zu gehen und so eilt zu Archers Bereitschaftsraum, um ihn vor der Bedrohung durch die Fremden zu warnen. Leider kann er sie nicht wahrnehmen. Von der Brücke erhält der Captain die Nachricht, dass eine Verbindung zu Hoshis Vater hergestellt wurde und traurig erklärt Archer Herrn Sato, dass es einen Unfall mit dem Transporter gegeben hat und Hoshi dabei ums Leben kam.

    Verzweifelt versucht Hoshi einen Weg zu finden, um den Captain auf sich aufmerksam zu machen und schließlich entdeckt sie, dass sie eine Schalttafel an der Decke beeinflussen kann und beginnt S.O.S. zu morsen. Archer wird er sogar darauf aufmerksam und erkennt das Notsignal, woraufhin er T'Pol zu sich ruft. Doch die Vulkanierin hält es für eine Fehlfunktion und kann den Captain davon überzeugen.

    Also geht Hoshi wieder zu den Außerirdischen, um einen Weg zu finden sie aufzuhalten. Diese sind mit ihrer Bombe schon sehr weit und installieren unbemerkt einen Sprengsatz auf dem Warpkern. Beim Hauptzünder gelingt es Hoshi, den Zündschaltkreis abzuschalten, leider nur vorübergehend. Während die Bombe wieder scharf gemacht wird, erscheint eine kleine Transporterplattform und die beiden Außerirdischen beamen nacheinander weg.

    Entschlossen, das Schiff zu retten und ihre Angst überwindend, springt sie auf die Plattform und verschwindet, nur um auf der Transporterplattform der Enterprise zu erscheinen. Sofort rennt sie los, um die Bombe noch zu entschärfen. Tucker und Reed, die den Transporter bedient haben, sind über ihr Verhalten verwundert. Auf einmal scheinen sie Hoshi wieder sehen zu können. Diese will immer noch die Außerirdischen aufhalten, doch Malcolm erklärt ihr, dass es für wenige Sekunden ein Problem mit dem Transporter gab, weshalb sie nicht sofort materialisierte. Hoshi wurde gerade erst von der Planetenoberfläche hochgebeamt. Ihr ganzes Abenteuer war nur Einbildung.

    Der Doktor untersucht Hoshi und versichert, dass mit ihr alles in Ordnung ist. Sie teilt Archer mit, dass sie vorerst darauf verzichten kann, gebeamt zu werden, jedoch wendet dieser ein, dass sie freiwillig auf die Transporterplattform der Außerirdischen gesprungen sei. Sie habe sich ihrer Angst gestellt. Trotzdem möchte Hoshi vorerst lieber Shuttles nehmen. Die beiden verlassen die Krankenstation, nachdem Hoshi beruhigt die Türen geöffnet hat.



    Kritik


    Oh je, oh je, hätte dies eine gute Folge sein können. Der Zuschauer fiebert mit Fähnrich Hoshi Sato, die wir inzwischen mit all ihren Marotten und Eigenheiten lieb gewonnen haben und muss sich wirklich die Frage stellen, ob die gute Hoshi nicht doch vielleicht verschieden ist. Linda Park liefert dabei eine glänzende Vorstellung und beweist, wie viel schauspielerisches Talent doch in ihr steckt.

    Ein weiteres Plus in dieser Folge sind die hervorragenden Charaktermomente. Zuerst zu nennen ist da natürlich Trip. In dieser Episode ist er einmal nicht der coole Typ aus´m Maschinenraum, der immer einen flotten Spruch auf den Lippen hat, nein, hier ist er ein trauernder Kamerad, der sich selbst Vorwürfe wegen einer Sache macht, für die er eigentlich nichts kann. In diesen kurzen Szenen, in denen Connor Trineer ausgezeichnet agiert, gewinnt sein Charakter eine plastische Tiefe, die wir vielleicht seit „Shuttlepod One“ vermisst haben.

    Auch Scott Bakula macht eine gute Figur. Das Gespräch mit dem Vater von Hoshi, in dem er die traurige Nachricht von ihrem Tod übermitteln soll, ist emotional wirklich berührend. Es würde mich im übrigen freuen, wenn wir mehr über die Familie von Hoshi erfahren würden, was natürlich generell für alle Charaktere gilt.

    Das erste Minus bei der Episode kam jedoch, als die Fremden versuchten, ihre Bomben anzubringen. Schon wieder ein billiger Spannungsmoment, durchfuhr es mich. Die Hoshi-Story war doch schon spannend genug, wieso also noch künstlich Action mit einem überflüssigen Plot reinbringen? Diesen Fehler machen die ‚Enterprise’-Autoren wieder und wieder und ich frage mich, ob dies nicht sogar eine Vorgabe vom Produzententeam Berman & Braga zu sein scheint. Auf jeden Fall ermüdet es den Zuschauer, vor allem da ich persönlich ja nie die Action als Triebfeder von Star Trek gesehen habe.

    Das ganz Dicke Ende kommt jedoch... am Ende! Ich weiß nicht, was man sich dabei gedacht hat, dass alles, was wir gesehen haben, nur Einbildung gewesen sein soll? Es soll wohl wie Mystery aussehen, wie ein Versatzstück aus ‚Akte X’, aber mich als Zuschauer macht es einfach nur Sauer. Sauer, weil wir eigentlich betrogen worden sind. Natürlich hat keiner von uns tatsächlich erwartet, dass ein Hauptdarsteller jetzt, mitten in der Staffel ausscheidet. Aber ich dachte mir, dass Hoshi gerettet wird und sie, sowie der Rest der Besatzung, von dieser Erfahrung profitieren, ja gestärkt herausgehen werden. Aber da praktisch die gesamte Handlung Schmu ist, erdacht, nie geschehen, so profitiert niemand davon. Na gut, Hoshi hat einen ersten Schritt zur Bewältigung der Transporterangst gemacht, aber dies ist doch kein so dramatisches Ereignis. Es ist vielmehr eins, das man auch in 5 Minuten hätte abhandeln können.

    Und überhaupt, wieso träumt Hoshi das? Wieso? Immerhin ist man ja in Stasis, wenn man gebeamt wird und so kriegt man eigentlich von der Umwelt nichts mit. Und wieso träumt sie gerade das? Einer mag antworten: weil es unterdrückte Ängste sind! Schön und gut, aber wieso dann die Außerirdischen?

    Aber selbst wenn der Schluss nicht so wäre, wie er ist, gibt es doch diese kleinen unlogischen Punkten, wobei einer besonders schwer wiegt:
    Wieso ist Hoshi in der Lage nichts zu benutzen, abgesehen von zwei Knöpfen, die so eklatant wichtig sind: der Knopf im Bereitschaftsraum und der der Bombe? Wieso nur?

    Des Weiteren fällt mir ein weiterer unangenehmer Trend in Enterprise auf: Haut! Star Trek ist DIE Serie, die sich für Frieden, Toleranz und Gleichberechtigung einsetzt. Letzteres Wort kann man vor allem natürlich auf die Geschlechter zurückführen und bisher hat Star Trek immer gezeigt, dass Frauen viel mehr sind als Sexualobjekte, die den Männern gefallen sollen. Im Gegenteil, sie sind ebenso klug, versiert und können die selben Aufgaben erledigen. Doch ein Trend, der mit 7of9, die sich hinterher als gute Schauspielerin herausgestellt hat, wird hier fortgeführt. Natürlich wird rein zufällig im Sportraum Hoshi unsichtbar, wo sie nur mäßig bekleidet war und nun hat sie, ach Herr je, keinerlei Möglichkeit, sich umzuziehen. Also läuft sie die Hälfte der Episode mit Trägertopp und Sporthose durch die Gegend, welche freilich eng anliegen.

    Man mag mir Kleinkariertheit vorwerfen, doch ich sehe darin einen Schritt zurück: Zuschauerfang mit attraktiven Frauen, wodurch deren Leistungen nicht so stark bewertet wären wie ihre zugegebener Maßen Attraktivität. Unter Gleichberechtigung scheinen Berman & Brage ja zu verstehen, dass auch die männlichen Darsteller mit Ausnahme von Phlox bisher in Unterhose durch das Schiff hetzen mussten, doch für mich ist dies etwas anderes. Es bleibt abzuwarten, wie die weitere Entwicklung ist.


    Fazit:

    Gute schauspielerische Leistungen und Spannung hätten für 7 oder sogar 8 Punkte gereicht, doch das Ende macht so viel kaputt, dass ich mich nicht in der Lage sehe, mehr als 5 von 10 Punkten zu verteilen.



    Inhalt und Kritik von Nadir Attar


    Spaß:
    Action:
    Erotik:
    Spannung:
    Anspruch
    :
    Gesamt: 5/10 Punten

    Quelle: enterprise-zone.de
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    • Hallo Gast - Aufgrund des vielen Spams müssen leider ein paar Fragen beantwortet werden.

      Bitte der Reihe nach durchführen, sonst kann das Captcha nicht erfolgreich abgeschlossen werden...
      Schritt 1: Wenn Picard ein Captain ist, sollte hier ein Haken rein...
      Schritt 2: und wenn es in der Nacht nicht hell ist, sollte hier der Haken raus!
      Schritt 3:

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