Paramount+ will auch nach dem Ende der derzeit laufenden Star-Trek-Produktionen neue Serien aus dem Franchise zeigen. Jane Wiseman, Executive Vice President und Head of Originals des Streamingdienstes, bezeichnete es in einem Interview als zwingend notwendig, die nächste Entwicklungsstufe für Star Trek zu finden.
Nach ihren Angaben laufen bereits Gespräche mit zahlreichen Autoren. Zugleich arbeite Paramount+ eng mit CBS Studios zusammen. Wiseman bekräftigte, dass der Streamingdienst weiterhin die Heimat von Star Trek sei und künftig weitere Serien anbieten wolle.
Noch keine neue Star-Trek-Serie bestellt
So deutlich das Bekenntnis zum Franchise ausfällt, so wichtig ist die Einschränkung: Wiseman kündigte weder einen Serientitel noch ein konkretes Konzept oder einen Produktionsbeginn an. Ihre Aussagen bestätigen zunächst eine frühe Sondierungsphase. Von einer offiziellen Bestellung oder einem grünen Licht kann daher noch keine Rede sein.
Paramount+ muss offenbar erst entscheiden, welche kreative und strategische Richtung Star Trek nach den aktuellen Produktionen einschlagen soll. Wiseman erklärte, es gehöre zu den zentralen Aufgaben ihres Teams, den nächsten Impuls für das Franchise zu entwickeln. Star Trek sei für das Unternehmen schlicht zu wichtig, um keine Fortsetzung im Serienbereich zu planen.
Das bekannte Serienprogramm läuft aus
Der Handlungsdruck ist nachvollziehbar: Die vierte Staffel von "Star Trek: Strange New Worlds" läuft seit dem 23. Juli 2026 wöchentlich bei Paramount+. Das Staffelfinale ist in den USA für den 24. September vorgesehen. Anschließend steht nur noch eine verkürzte fünfte Staffel mit sechs Episoden aus, die zugleich das Ende der Serie bildet. Einen Veröffentlichungstermin hat Paramount+ dafür noch nicht genannt.
Auch "Star Trek: Starfleet Academy" nähert sich bereits dem Abschluss. Die zweite Staffel wurde produziert und befindet sich in der Postproduktion, wird aber zugleich die letzte sein. Damit ist derzeit keine Star-Trek-Serie bekannt, die sich aktiv in Produktion befindet und über diese beiden bereits gedrehten Staffeln hinausreicht.
Chris Parnell soll die nächste Ära mitgestalten
Eine wichtige Rolle bei der Suche nach neuen Stoffen spielt Chris Parnell, Executive Vice President of Originals bei Paramount+. Dabei handelt es sich nicht um den gleichnamigen Schauspieler, sondern um einen erfahrenen Fernsehmanager, der zuvor unter anderem für Apple TV+ und Sony Pictures Television tätig war.
Wiseman bezeichnete Parnell als besonders großen Star-Trek-Fan und machte deutlich, dass seine Verpflichtung auch mit der Zukunft des Franchise zusammenhängt. Darüber hinaus würden zahlreiche Verantwortliche innerhalb des Unternehmens Star Trek persönlich verbunden sein. Konkrete Autoren, Produzenten oder mögliche Showrunner nannte sie jedoch nicht.
Parallel entsteht ein neuer Kinofilm
Auch Paramount Pictures arbeitet weiter an einem neuen Star-Trek-Film. Jonathan Goldstein und John Francis Daley, das Regie- und Autorenduo hinter "Game Night" und "Dungeons & Dragons: Honor Among Thieves", entwickelt das Projekt als neue Interpretation des Franchise. Frühere Berichte beschreiben den Film als eigenständigen Ansatz mit neuen Figuren, der nicht unmittelbar an eine bestehende Serie oder Filmreihe anknüpfen soll.
Bei der San Diego Comic-Con im Juli erklärten Goldstein und Daley, sie wollten das Publikum mit einer unerwarteten Richtung überraschen und zugleich die grundlegende Identität von Star Trek respektieren. Das Duo stellte dabei allerdings ausdrücklich klar, dass der Film noch nicht freigegeben wurde. Weder ein Produktionsstart noch eine Besetzung oder ein Kinotermin stehen fest.
Ein Versprechen, aber noch kein Fahrplan
Wisemans Aussagen sind damit vor allem ein strategisches Bekenntnis: Paramount+ betrachtet Star Trek weiterhin als bedeutende Marke und sucht aktiv nach einer neuen Fernsehserie. Für Fans ist das ein stärkeres Signal als die bisherige Ungewissheit, aber noch keine formelle Ankündigung.
Selbst wenn Paramount+ zeitnah ein Konzept auswählt, dürften Entwicklung, Drehbucharbeit, Besetzung und Produktion längere Zeit beanspruchen. Eine Unterbrechung zwischen den bereits abgedrehten Abschlussstaffeln und einer möglichen neuen Serie bleibt deshalb realistisch. Entscheidend wird sein, ob aus den laufenden Autorengesprächen tatsächlich eine offizielle Serienbestellung hervorgeht.
Quelle: TREKMOVIE.com


Empfohlene Kommentare