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  • Tucker Smallwood im Interview zu Star Trek

    Über das Vergnügen mit einem namenlosen Xindi-Charakter
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    Das erste Mal als Tucker Smallwood in eine Star Trek Episode auftrat, war er aus gutem Grund enttäuscht, dass seine Rolle keine Alien-Maske benötigte. Tucker, der mittlerweile schon 30 Jahre schauspielerische Erfahrung beim Fernsehen gesammelt hat, hatte bereits so einige Rollen bei Film und Theater, sowie zahlreichen Sciencefiction-Auftritte, wie als Commodore Ross in dem Militär-Sci-Fi Drama „Space: Above and Beyonde“. Wir kennen ihn zuletzt aus ‚Enterprise’ als einer der Primaten-Xindi und Freund von Degra. Aber auch zuvor hatte er Kontakt mit Star Trek.

    „Die Rolle in der ‚Voyager’-Episode bekam ich in einem Jahr (1998), dass für mich sehr hart war. Ich litt an der Bell-Lähmung (eine einseitige Gesichtlähmung, die mit der richtigen Behandlung gut heilbar ist). Ich wachte eines Morgens auf und es sah so aus, als hätte ich letzte Nacht eine Prügelei gehabt. Einige Monate lang war es fragwürdig, ob ich jemals wieder arbeiten können werde. Ich lies mich mit Akupunktur und Medikamenten behandeln. Ich sagte meinem Agenten, dass er mich vorläufig niemandem vermitteln solle, denn wenn die mich so gesehen hätten, hätte ich nirgendwo mehr einen Job bekommen. Ich konzentrierte mich einfach eine Zeit lang nur auf die Therapie. Aber eines Tage rief er mich dann an und erzählte mir von einer Rolle bei ‚Star Trek: Voyager’, die wirklich gut zu mir passen würde. Ich schlug vor, ich könnte doch ein Alien spielen, denn ich hörte mich gut an, fühlte mich gut, sah also nur schlecht aus, und das könnte man ja glücklicherweise hinter der Maske verstecken.“

    Der Charakter Admiral Bullock in der ‚Voyager’-Folge „In the Flesh“ war ein Mitglied der Spezies 8472, der sich unglücklicherweise als Mensch verkleidete. „Ich wollte die Rolle trotzdem und bekam sie auch. Die Leute sagten mir dann, dass ich so ernst und unerbitterlich aussah, worauf ich nur antwortete, dass dies der einzige Gesichtsausdruck war, den ich machen konnte, ohne, dass man mir angesehen hätte, dass eine Gesichtshälfte gelähmt sei. Kurz danach, erholte ich mich wieder, gewann wieder die Kontrolle über meine Gesichtsmuskulatur und nahm meine Arbeit wieder auf.“

    Von ‚Enterprise’ berichtet der Darsteller anderes: „Mit den Xindi kamen die Primaten und ich. Es war nicht so schlecht in den ersten paar Folgen, denn wir haben alle Einstellungen für die nächsten Episoden mit mir, an einem einzelnen Tag gedreht. Demnach war es ein sehr komplizierter, 16 bis 17-stundentag, mit zweit Stunden in der Maske am frühen Morgen und Eineinhalbstunden um das Ganze in der Nacht wieder abzuschminken."

    Da Tucker Probleme mit einem seiner Augen bekam und die Behandlung zu lange gedauert hätte, als, dass er ‚Enterprise’ hätte unterbrechen können, hatte er eine etwas harte Zeit am Set. „Meine Maske war auch noch so eng und fest anliegend um meine Augen, dass ich sie nicht zusammenkneifen konnte um schärfer zu sehen, also tippte ich mein Script auf Schriftgröße 14, fett, noch einmal selbst, denn nur so könnte ich meine Text am Set lesen.“

    „Dann abgeschminkt zu werden, war nicht einfacher, als das Ding aufgesetzt zu bekommen. Die Leute von der Maske waren unglaublich genau. Das müssen sich ja auch, sie sind immerhin Profis, denn auch bei langen Drehstagen und Nahaufnahmen muss einfach alles stimmten. Es muss immer perfekt aussehen, auch wenn man nur für zehn Minuten vor der Kamera steht, absolut perfekt. Aber da muss man als Schauspieler einfach durch. Manche tun sich leichter, andere nicht. Ich fand es eigentlich ganz nett in der Maske, jedoch man hat nur ein Paar Augen und das sollte man nicht verspielen.“

    Obwohl Tuckers Charakter in neun Episoden der dritten Staffel von ‚Enterprise’ vorkommt, hatte er niemals eine Namen im Drehbuch. Tucker wurde demnach auch oft auf Conventions danach gefragt, also entschloss er sich, für seinen Xindi-Charakter selbst einen Namen zu wählen. „Ich nenne ihn Depac“, so Tucker. „Degra (Randy Ogelsby) hatte einen Namen und Dolim (Scott MacDonald) hatte einen Namen. Die Fans auf den Conventions fragen dann nach deinem Namen. Eines Tages scherzte ich mit Rick Worthy, der den Arboreal-Xindi spielte, und sagte okay ich bin Depac und du bist Chopra. Ab diesem Zeitpunkt unterschreibe ich meinen Autogrammen mit Depac.“

    Von den Problemen mit der Maske abgesehen, hatte Tucker mit ‚Enterprise’ wieder eine Gelegenheit mit Scott Bakula zu arbeiten. „Ich habe mit Scott schon zwei Mal zuvor gespielt. In einer Episode von ‚Murphy Brown’ und in der nur kurzlebigen Serie ‚Mr. And Mrs. Smith’. Er und Maria Bella waren Geheimagenten und ich war sein Waffenmeister. So etwas wie „M“ (Tuckers Charakter hieß „X“), wie James Bond „M“, als seinen Waffenmeister hatte.“

    Über die Jahre hat Tucker Smallwood zahlreiche Rollen verkörpert. Er war unter anderem in den Filmen „Presumed Innocent“, „The Cotton Club“, „Contact“ und „Deep Impact“ zu sehen. Im April wird es die Gelegenheit geben ihn in einem weiteren neuen Werk namens „Spectres“ zusammen mit Linda Park (ENT, Hoshi) und Marina Sirtis (TNG, Diana Troi) zu sehen.

    Spectres wurde bereits auf mehreren SciFi-Filmfestspielen mit positiven Lorbeeren ausgezeichnet. In dem Film spielt Tucker das Medium Will Franklin, der sein ganzen Leben gegen seine Fähigkeiten gekämpft hat. „In der Story sind Elemente der Parapsychologie [zu finden], aber in seinem Kern ist Spectres eine Geschichte über die Beziehung eines Mädchens zu ihrer Mutter. Das ist der Kern der Geschichte“, sagt Tucker über den Film.
    Marina Sirtis spielt dabei die Rolle der Mutter Laura Lee, und die Newcomerin Lauren Kirkell spielt ihre Tochter Kelly.
    Der Film spielt zu einem grossteil in einem großen Haus auf einem Hügel, in dem seltsame Dinge geschehen. Tucker beschreibt es so: „Anomale Ereignisse finden statt, das Haus ist der Kontext dafür aber das Zentrum, die Verknüpfung ist das Mädchen, Kelly- Zu sagen sie wird gejagt ist eine Sache, aber die Quelle der annormalen Erfahrungen ist etwas völlig anderes.“

    Die Schauspieler von Spectres merkten schnell, dass ihr Feedback auf das Drehbuch und die Charakterentwicklung nicht nur erwünscht war, sondern auch erwartet wurde. „Ich wurde dazu verpflichtet meinen Charakter lebendig, konsistent und glaubwürdig zu machen.“ Tucker erklärte auch, wie wichtig es sei, in einem Film Glaubwürdigkeit zu erzeugen. „Sobald du etwas falsches machst erinnerst du mich [als Zuschauer] daran, dass ich eine Geschichte ansehe und das ganze Kartenhaus bricht zusammen.“

    Wie bei jedem Film ist die Auswahl des Drehortes wichtig, deshalb war es für „Spectres“ entscheidend das richte „Spukhaus“ auf dem Hügel zu finden, wo der Großteil der Szenen gedreht wurde. Das Haus musste dabei nicht nur optisch stimmen sondern auch die richtige Atmosphäre liefern. „Es ist ein Charakter im Film und es ist ein Charakter in der Produktion“, beschreibt Tucker den Beitrag des Hauses. „Das Haus hatte definitiv eine Präsenz, sogar der Besitzer gab das zu und uns war das auch bewusst.“ Der Schauplatz soll auch in Wirklichkeit angeblich von Geistern bewohnt sein, was Cast und Drehcrew ebenfalls spürten. „Sie waren nicht böse, es gab eine Energie, aber es ist eine andere Qualität wenn es böse ist. Es war nicht düster, aber es war da“, schildert Tucker seinen Eindruck.

    Zudem fühlt sich Tucker mit seiner Figur im Film verbunden: „Will [Franklin] war immer anders, und ich habe ein Gespür dafür, wie das sein muss. Ich wuchs in einer Zeit der Integration im Ausland auf, und ich war die erste schwarze Person die diese Leute jemals gesehen haben. Immer war ich ein Fremder in einem fremden Land in meinem ganzen Leben. Will, nachdem er entdeckt, dass er anders ist und diese Fähigkeiten hat, wird von den Leuten für Dinge beschuldigt, sie begegnen ihm mit Abneigung.“

    Spectres erscheint am 19. April auf DVD und Video. Mehr über Spectres kann man auf der Seite der Produktionsfirma erfahren. Das Original Interview findet ihr auf trekweb.com (Links unten).

    News übersetzt von Oliver Schöndorfer und Marcel Labbé-Laurent

    Quelle: treknews.de
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