Mit der sechsten Folge ist die vierte Staffel von "Star Trek: Strange New Worlds" am 27. August 2026 in ihre zweite Hälfte gestartet. Während Paramount+ das Finale für den 24. September angesetzt hat, gibt Co-Showrunner Henry Alonso Myers nun einen Ausblick auf die verbleibenden Abenteuer – und spricht zugleich über zwei Projekte, die bislang nicht über das Planungsstadium hinausgekommen sind.
Mehr klassisches Star Trek – ohne auf Experimente zu verzichten
Myers zufolge bleibt die Serie ihrem Grundprinzip treu, jede Woche ein möglichst eigenständiges Abenteuer mit einem neuen Tonfall zu erzählen. Der häufige Genrewechsel sei dabei kein Widerspruch zur Tradition des Franchise. Vielmehr gehe es darum, sowohl vertraute Trek-Geschichten zu liefern als auch auszuloten, welche Formen das Format noch annehmen könne.
"Star Trek ist im Grunde jede Woche ein neuer Film und bleibt trotzdem Star Trek. Wir versuchen, große Risiken einzugehen und Dinge auszuprobieren, die es im Franchise so noch nicht gegeben hat. Zugleich erzählen wir Geschichten, die im Herzen tief mit Star Trek verbunden sind."
Unter den kommenden Episoden seien mehrere, die Myers als ausgesprochen klassische Star-Trek-Geschichten einstuft. Andere würden erneut ungewöhnliche Wege einschlagen. Entscheidend sei jedoch, dass auch diese Experimente den Kern des Franchise bewahrten und möglicherweise Zuschauer erreichten, die bisher kaum Berührungspunkte mit Star Trek hatten.
"Star Trek: Year One" wartet weiter auf Paramount
Keine Entscheidung gibt es bislang über die vorgeschlagene Anschlussserie "Star Trek: Year One". Myers und Co-Showrunner Akiva Goldsman haben das Konzept nach eigenen Angaben bereits der neuen Paramount-Führung präsentiert. Eine Zu- oder Absage sei jedoch noch nicht erfolgt.
Auch die Versteigerung verschiedener Kulissen- und Ausstattungsteile von "Star Trek: Strange New Worlds" bedeute nach Darstellung des Produzenten nicht zwangsläufig das Ende aller Hoffnungen. Die zentralen Sets befänden sich zwar nicht mehr aufgebaut in den kanadischen Studios, gehörten dem Unternehmen aber weiterhin und seien an anderen Orten eingelagert. Wichtige Bestandteile der Brücke sowie zentrale Kostüme und Requisiten seien offenbar nicht verkauft worden.
"Wir haben noch nichts über "Star Trek: Year One" erfahren. Die Entscheidung liegt nicht bei uns, sondern bei Paramount. Wir stehen bereit und würden sehr gern weiterarbeiten, aber es liegt außerhalb unserer Kontrolle."
Damit bleibt das Projekt vorerst genau das: ein eingereichtes Konzept ohne Produktionsauftrag. Myers zeigte zugleich Verständnis dafür, dass Paramount derzeit die langfristige Ausrichtung des gesamten Star-Trek-Franchise festlegen müsse.
Das "Doctor Who"-Crossover war mehr als ein Gedankenspiel
Konkreter als bislang bekannt waren offenbar die Gespräche über ein Zusammentreffen von "Star Trek" und "Doctor Who". Spekulationen darüber gibt es spätestens seit einem gemeinsamen Panel der beiden Marken auf der San Diego Comic-Con 2024. In "Strange New Worlds" lieferten zudem mehrere Anspielungen rund um die langlebige Lanthanitin Pelia zusätzlichen Stoff für Fan-Theorien.
Myers bestätigte nun, dass beide Seiten ernsthaft darüber gesprochen hätten, ein Crossover umzusetzen. Anders als zeitweise vermutet, war dieses jedoch nicht als ursprüngliches Finale der vierten Staffel geplant. Das verworfene Finale basierte demnach auf einem anderen Konzept und hätte von Akiva Goldsman inszeniert werden sollen.
Nach der Änderung dieser Pläne entstand das nun vorgesehene Staffelfinale "Tomorrow's Enterprise" unter der Regie von Chris Fisher. Das potenzielle Treffen mit "Doctor Who" hätte Myers zufolge möglicherweise als separate Spin-off-Episode funktioniert.
"Wir haben mit der anderen Seite ausführlich darüber gesprochen, wie wir es möglich machen könnten. Es war nicht als Staffelfinale gedacht. Zeitweise stand eine eigenständige Spin-off-Episode im Raum."
Eine Produktion wurde daraus allerdings nicht. Myers bestätigt damit lediglich, dass belastbare Gespräche stattfanden – nicht, dass das Crossover weiterhin entwickelt wird oder zu einem späteren Zeitpunkt erscheinen soll.
So entstand die aufwendige Puppenfolge
Ausführlich äußerte sich der Showrunner außerdem zur fünften Staffel-4-Episode "Level-Five Transporter Accident", in der ein Transporterunfall fast die gesamte Besatzung in Puppen verwandelt. Eine Schlüsselrolle spielte Regisseurin Jordan Canning, die bereits Erfahrung mit Puppenproduktionen hatte und unter anderem an "Fraggle Rock: Back to the Rock" beteiligt war.
Canning untersuchte die vorhandenen Sets schon vor Beginn der Staffel gemeinsam mit dem Produktionsteam. Dabei musste geklärt werden, wie die Kulissen verändert werden konnten, damit Puppenspieler darin arbeiteten, ohne dass ihre Anwesenheit die Illusion störte. Ziel sei gewesen, die Puppen als glaubwürdige Versionen der bekannten Figuren erscheinen zu lassen – nicht wie eine hastig angefertigte Parodie.
Die Figuren wurden von Jim Henson’s Creature Shop entwickelt. Neben dem Bau der Puppen erforderte die Episode angepasste Sets, geeignete Puppenspieler, intensive Proben und umfangreiche Nachbearbeitung. Die Bewegungen und Darstellungen sollten die Leistungen der regulären Schauspieler möglichst genau aufgreifen und dennoch wie eigenständige Performances wirken.
Ein offizielles Video gewährt weitere Einblicke in die Produktion:
Quelle: TREKMOVIE.com


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