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...mit dem murkligen Geschmack der Sympathie
  • Ronald D. Moore im Interview Teil I

    Über seine Zeit bei TNG und DS9
    Kurz vor der Premiere der neuen Auflage von Battlestar Galactica, geschrieben und produziert von Ronald D. Moore, sprach der frühere Satr Trek Autor über seine Erfahrungen während der seiner vielen Jahre bei Star Trek: The Next Generation und Deep Space Nine.

    "Bei einer TV Serie muss man in einem Raum mit den anderen Autoen sitzen, über eine Geschichte sprechen und Probleme erarbeiten können. Man muss etwas beitragen, zuhören und überzeugen können und dabei das Ganze nicht zu kompliziert machen. Es entsteht wirklich eine Art Gruppendynamik, wenn man mit anderen Autoren in einem Raum sitzt", erklärt er.

    "Ich denke Michael [Piller] wollte, dass die dritte Staffel von Next Generation mehr charakterorientiert wird, und es wurde mehr über die Familien der Charaktere erzählt. Jeder wurde definiert und überarbeitet. Die Serie über sie zu machen war eine sehr wichtige Schlüsselentscheidung", fügt er hinzu und merkt dabei an, dass dies Roddenberrys Vorgabe widersprach, dass die Charaktere utopisch sein sollten, was nach Moores Meinung den Geschiten im Weg stand.

    "In der originalen Serie waren die Menschen nicht perfekt. Meine Güte, Spock und Mc Coy gingen sich einen großen Teil der Zeit an die Gurgel und machmal hielt McCoy Kirk für einen Idioten. Es waren fehlerhafte Menschen. Kirk besaß ein ziemliches Ego und war arrogant. Manchmal verbaute ihm das die Sicht auf die Dinge", so der Autor, der sich auf "Errand of Mercy/Kampf um Organia" bezieht. Eine Episode in der Kirk eine Lektion lernt. Moore sagte, dass er, genau wie Brannon Braga, häufig mit Michael Piller stritt, aber dass weder Piller noch die späteren Executive Producer Jeri Talor oder Ira Behr einen Groll hegten.

    Auf die Frage, ob es für ihn zu einer Last wurde als der "Klingonen Typ" bekannt zu werden, antwortet Moore: "Ich habe das immer genossen. Ich war stolz auf die Arbeit, die ich mit den Klingonen geschaffen hatte und ich war sehr glücklich mit dem was ich mit ihnen tat, ihre Kultur zu erkunden und zu erweitern. Man könnte sagen, ich wurde auf sie losgelassen."

    Über den schwankenden Erfolg der Serien in späteren Staffeln meint Moore: "Bei Deep Space Nine hatte wir soviele Handlungsfäden, dass wir niemals alle Themen in Jahr sieben abschließen konnten. Bei Next Generation hatten wir es nur Einzelepisode und man fragt sich 'Was haben wir noch nicht gemacht? Hatten wir schon einen Planetn wo alle grün sind?' 'Ja, wir hatten einen davon in der zweiten Staffel.' 'So ein Mist!'"

    Moore fügt hinzu, dass er eine Musicalepisode gefordert habe, lange bevor die anderen Serien dies realisierten. "Es wäre großartig gewesen! Auf dem Holodeck oder so... das war auch ein Teil der Anstregungen bei Next Generation, einfach einmal Spaß zu haben. 'Können wir nur einen Lacher pro Episode bringen? Wenn es nicht so ernst ist, wo wir jede Woche das Schiff in Gefahr bringen müssen, wo immer jemandes Leben in Gefahr ist. Lasst uns einfach eine Comedyepisode machen.'"

    Doch diese Episode scheiterten an den Regeln Rick Bermans nach denen Star Trek nur ein Actionabenteuer sein dürfe. Moore sagte die Regeln Roddenberrys und später Bermans erschienen ihm sehr willkürlich, so, dass Berman sich Jahre später nicht mehr daran erinnerte je eine bestimmte Regel aufgestellt zu haben.

    "Ricks Regel war, dass man die Namen Kirk oder Spock nicht erwähnen durfte, in keinem Zusammenhang. Ihre Namen durften nicht vorkommen", sagt Moore, der erzählt, dass Ira Behr kämpfen musste, dass 'SpocK' in der Episode "Sarek" mit Mark Lenard als Gaststar einmal erwähnt werden durfte. "Es war absurd. Jahre später kamen wir im Gespräch mit Rick darauf und Rick sah uns nur an, als ob er sagen wollte 'Ich habe das nie gesagt, oder? Hatte ich je so eine Regel? Ich weiß nicht warum.' Aber das ist jetzt auch egal."

    Ein Charakter von dem Moore meint er sei auf Grund von Roddenberrys Idealen für Next Generation schlecht weggekommen ist, ist Wil Wheatons Wesley Crusher, aus dessen Fehlern ein besserer jugendlicher Charakter in Deep Space Nine geschaffen wurde, Cirroc Loftons Jake Sisko.

    "Lasst Jake einfach ein Kind sein... und lasst ihn ein menschliches Kind sein, lasst ihn nicht den Willen verspüren ein Uniform zu tragen und den Fußstapfen des Vaters zu folgen... Wenn man einmal aus dieser Linie raus ist, dann ist er keine Bedrohung für die anderen Charaktere", erklärt Moore. "Denn letzlich war Wesley eine Bedrohung für den Rest. Er ist 'das superintelligente Kind, dass das Schiff jede Woche retten kann!'. Und die Zuschauer hassen ihn! Sie wollen nicht, dass er das Schiff rettet, sie wollen, dass Geordi oder Picard das Schiff retten."

    Auch Marina Sirtis' Troi war eine Heruasforderung für die Autoren. Wie bringt man ihre telepathischen Fähigkeiten überzeugend rüber? Und was macht ein Counselor überhaupt auf der Brücke?

    "Joe Menosky behauptete immer, dass die Leute, wenn sie auf Next Generation zurückblicken, ihren Charakter als die Sache bezeichnen würden, die die Serie anachronistisch machte. Denn es war eine Idee der Achtziger Jahre, dass ein Therapeut in der Zukunft so wichtig werden würde, dass man ihm einen Stuhl rechts vom Captain geben würde, was natürlich absurd wirkt, auch heute. Es sitzen da der Captain, der erste Offizier und sein Therapeut! Was? Dieses Trio sitzt auf der Brücke und fällt Entscheidungen? Diese Frage stellten wir uns."

    Als die siebte Staffel der Next Generation ihrem Ende entgegen strebte, war Michael Piller mit Deep Space Nine beschäftigt, Moore, Braga und Berman arbeiteten an Star Trek: Treffen der Generationen. Moore sagt, dass diese mangelde Aufmerksamkeit dazu beigetragen haben dürfte, dass die siebte Staffel generell nachließ.

    "Ich habe die Serie lange nicht gesehen, deshalb kann ich mich nicht so gut erinnern, aber ich hatte immer das Gefühl, dass die sechste Staffel unsere beste gewesen ist. In dieser Staffel versuchten wir uns an verschiedenen Arten Geschichten zu erzählen. Wir drangen in verschiedene Gebiete vor, die Geschichten waren abwechslungsreicher und es war ein wirklich schönes Jahr mit der Crew. Deshalb ist die sechste Staffel immer der Höhepunkt der Zeit dort, wenn ich zurückdenke. Die siebte Staffel war eine zuviel."

    Mehr aus dem Interview gibt es hier.

    Quelle: treknews.de

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    • Hallo Gast - Aufgrund des vielen Spams müssen leider ein paar Fragen beantwortet werden.

      Bitte der Reihe nach durchführen, sonst kann das Captcha nicht erfolgreich abgeschlossen werden...
      Schritt 1: Wenn Picard ein Captain ist, sollte hier ein Haken rein...
      Schritt 2: und wenn es in der Nacht nicht hell ist, sollte hier der Haken raus!
      Schritt 3:

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