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...die gefälligste Komparation von narzisstisch!

C. J. Waller - Predator X: Wächter der Tiefe


einz1975
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Fracking ist zwar ein Begriff der Neuzeit, jedoch fragen wir uns schon immer, was tief in der Erde noch so alles lauert. Obwohl diesmal nach Öl gesucht wurde, trafen die Forscher auf einen großen unbekannten Hohlraum. Wie groß wurde erst klar, als man hinabgestiegen ist, um sich genauer ein Bild davon zu machen. Nachdem sich ein erstes Team nicht mehr meldet, wird eine neue Gruppe hinuntergeschickt. Langsam geht es immer tiefer unter die Erde. Viele Kilometer tief stoßen sie dabei plötzlich auf einen See. Man könnte auch sagen ein kleines Meer, denn es ist nicht zu erkennen, wie groß dieses Gewässer ist. In einer Erdschicht von vor 160 Millionen Jahren, völlig unberührt und unerforscht. Damit haben wir an sich schon ein überraschendes Thema gefunden.

Doch es geht noch weiter. Erste Überraschung - es gibt sogar ein klein wenig Licht, welches von Bakterien an den Felswänden herrührt. Klingt nicht unlogisch, denn Lumineszenz ist in der Natur öfter zu finden als man denkt. Als Leser folgt man der Hauptfigur und ist gespannt, was noch so alles passieren wird, schließlich ist vom ersten Team weit und breit nichts zu sehen. Doch plötzlich, ein unnatürliches kleines Licht in der Ferne, auf einer kleinen Insel, mitten in diesem unterirdischen Meer. Die einzelnen Mitglieder des aktuellen Suchteams bekommen alle eine kurzweilige Vorstellung. Die meisten mit ein wenig militärischer Ausbildung, ansonsten aber mit Erfahrung in Extremsituationen. Was kann da schon schiefgehen?

Während der Überfahrt erhebt sich plötzlich das Wasser und ein riesiges Ungeheuer erscheint. Ein längst ausgestorbenes Wesen, viele Meter groß, mit riesigen Zähnen und einem großen Appetit - der Predator X oder auch Pliosaurus genannt. Megan Stoker als Geologin traut genauso wenig ihren Augen wie die Biologen und Höhlenforscher des Teams. Schlussendlich geht auch hier bereits ein Teammitglied verloren. Die Frage ist jetzt, haben sie schon das Rätsel gelöst? Ist das auch dem anderen Team zuvor passiert? Der Schrecken sitzt tief. Alle wollen nicht fassen, was gerade geschehen ist. Die Autorin geht allerdings noch weiter. Als sich langsam wieder Ruhe einfindet, entdecken die sie noch mehr Unmögliches.

Ein Licht in einer Felswand. Ist es das erste Team... aber halt... es sieht eher aus wie eine Tür. Die folgenden Seiten beschreiben eine noch interessantere Idee. Es geht dabei natürlich um Science Fiction, keine Frage. Nur wie die Autorin die Geschichte immer wieder wendet, macht das Abenteuer erst komplett. Das Zwischenspiel der Figuren verrät nicht nur die echten Absichten, sondern bringt auch die unheimlichen Entdeckungen in den Vordergrund. Lässt man sich als Leser voll auf das Geschehen ein, funktionieren die einzelnen Abschnitte, ohne dass man die Fiktion hinterfragt. Hat man jedoch Zweifel an Sci-Fi und Horror, dann sollte man es nicht versuchen.

Fazit:
Was wissen wir wirklich über die Tiefen unserer Erde? Sicherlich viel zu wenig und warum sollte nicht, wie hier beschrieben, so eine versteckte Welt existieren? Selbst Jules Verne erzählt in "Reise zum Mittelpunkt der Erde" ein ähnliches und doch ganz anderes Abenteuer. C. J. Wallers Geschichte beginnt mit ausladenden Beschreibungen zur Erforschung von Höhlen, geht über in ein Horrorszenario und endet in interessanter Science Fiction. Schnelle kurze Action, wechselt sich mit Gedankengängen der Hauptfigur und dem Zusammenspiel der Teammitglieder ab. Durchdachte Auswege werden gesucht und doch ist die Neugier so groß wie nie, auch wenn der Fund nicht alle glücklich macht. Wer gern in den Tiefen der Erde unterwegs und Sci-Fi gegenüber aufgeschlossen ist, bekommt hier eine gute knackige Story und zusätzlich etwas Horror obendrauf.

Matthias Göbel

Autorin: C. J. Waller
Übersetzung: Andreas Schiffmann
Taschenbuch: 242 Seiten
Verlag: Luzifer Verlag
Veröffentlichung: 28.06.2022
ISBN: 9783958351400

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Bearbeitet von einz1975
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