Am Dienstagabend wurde "Star Trek" bei der 34. Gala der Broadcasting+Cable Hall of Fame im Ziegfeld Ballroom in New York als "Franchise of the Year" geehrt. Die zum Jubiläumsjahr neu eingeführte Auszeichnung ging damit erstmals an ein vollständiges Medienfranchise.
Eine Premiere zum 60. Geburtstag
Die Broadcasting+Cable Hall of Fame würdigt seit 1991 Persönlichkeiten, Führungskräfte und Programme, die die Entwicklung der Medienbranche nachhaltig geprägt haben. Zu den bereits aufgenommenen Namen zählen Lucille Ball, Ted Turner, Johnny Carson und Oprah Winfrey. Auch "Star Trek"-Schöpfer Gene Roddenberry gehört schon länger zum Kreis der Geehrten. Mit der neuen Kategorie rückt nun erstmals das von ihm geschaffene Universum als Ganzes in den Mittelpunkt. Anlass ist das 60. Jubiläum von "Star Trek": Die Originalserie feierte am 8. September 1966 ihre US-Premiere und legte den Grundstein für eines der langlebigsten Science-Fiction-Franchises der Fernsehgeschichte. Das offizielle Profil der Hall of Fame hebt besonders den Einfluss von "Star Trek" auf kulturelle Vielfalt, Inklusion und die Begeisterung für wissenschaftliche Entdeckungen hervor. Nach Angaben der Veranstalter umfasst der Kanon mittlerweile elf Fernsehserien, 14 Kinofilme und mehr als 900 Episoden. Hinzu kommen Spiele, Bücher, Podcasts, Veranstaltungen und weitere Produktionen.
Vier Generationen von "Star Trek" auf der Bühne
Entgegengenommen wurde die Auszeichnung von Rod Roddenberry, dem Sohn von Gene Roddenberry und Executive Producer der aktuellen Serien, sowie von drei Darstellern aus unterschiedlichen Epochen des Franchise: Kate Mulgrew aus "Star Trek: Voyager", Wilson Cruz aus "Star Trek: Discovery" und Celia Rose Gooding aus "Star Trek: Strange New Worlds".
Rod Roddenberry betonte gegenüber dem Veranstalter die optimistische Perspektive, die das Franchise seit seinen Anfängen vermittle. "Star Trek" zeige nicht nur eine realistische und glaubwürdige Zukunft, in der die Menschheit weiterhin ihren Platz habe, sondern entwerfe zugleich ein hoffnungsvolles Bild davon, wer wir eines Tages sein könnten. Mulgrew, Cruz und Gooding kamen während der Zeremonie ebenfalls zu Wort und nahmen die Ehrung stellvertretend für die zahlreichen Kreativen, Darsteller und Produktionsmitarbeiter entgegen, die das Universum über sechs Jahrzehnte hinweg geprägt haben.
Prominente Namen in der Klasse von 2026
Neben "Star Trek" zeichnete die Hall of Fame weitere bekannte Persönlichkeiten aus Fernsehen, Streaming und Medienwirtschaft aus. Zu den Geehrten gehörten CNN-Moderator Wolf Blitzer, Bravo-Moderator Andy Cohen und ESPN-Kommentator Stephen A. Smith. Ebenfalls aufgenommen wurden Robert und Michelle King, die als Autoren und Showrunner hinter "The Good Wife", "The Good Fight" und "Elsbeth" stehen. Weitere Preise gingen unter anderem an den Fernsehkoch Bobby Flay, Telemundo-Manager Luis Fernández und Vizio-Gründer William Wang.
Die Ehrung unterstreicht, wie weit "Star Trek" inzwischen über seine ursprüngliche Rolle als Fernsehserie hinausgewachsen ist. Das Franchise hat nicht nur zahlreiche Fortsetzungen, Kinofilme und Animationsproduktionen hervorgebracht, sondern auch Debatten über gesellschaftliche Vielfalt, Technik und die Zukunft der Menschheit beeinflusst. Dass die Hall of Fame ausgerechnet im Jubiläumsjahr eine eigene Franchise-Kategorie schafft und deren ersten Preis an "Star Trek" vergibt, besitzt daher besondere Symbolkraft. Während Gene Roddenberry bereits persönlich zu den historischen Mitgliedern zählt, wird nun auch sein gesamtes kreatives Vermächtnis als zusammenhängendes Medienuniversum gewürdigt.
Quelle: TREKMOVIE.com


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