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  • 1x02 - Maps and Legends

    Karten und Legenden
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    Episoden-Nummer: 2   Produktions-Nummer: 1   US-Erstausstrahlung: 30.01.2020   Deutsche Erstausstrahlung: 31.01.2020  
    Nach dem effektvollen Ableben von Dahj setzt Picard alles daran, die Hintergründe von Dahjs Leben und Tod aufzurollen. Mit der Unterstützung seiner romulanischen Haushälter begibt er sich auf die Spurensuche.

    Vollständiger Inhalt (Achtung: Spoiler)

    Episodenkritik (Achtung: Spoiler)

    Nach einem Start nach Maß geht Star Trek Picard in dieser Woche in die zweite Runde und begleitet den in die Tage gekommenen ehemaligen Admiral bei seinen Ermittlungen zum Tod der Androidin Dahj. Leider haben die Schreiber bei der zweiten Folge nicht annähernd das Fingerspitzengefühl bewiesen, das den Serienauftakt zu so einem tollen Star Trek-Erlebnis gemacht hat.

    Die zweite Folge von Star Trek Picard wird inhaltlich enttäuschenderweise von einer Vielzahl unausgegorener und überstürzt eingeführter Ideen dominiert. Das fängt schon gleich zu Beginn an, wenn Picard seine Absicht verdeutlicht, Dahjs Zwillingsschwester zu suchen und den Hintergrund der Tötung Dahjs aufzuklären. Picards romulanische Haushaltshilfen enthüllen einen weiteren, extrageheimen Geheimdienst der Romulaner namens Zaht Vash, der es sich zum Ziel gesetzt hat,  künstliche Lebensformen in jeder Form zu bekämpfen. Die Ablehnung der Romulaner gegenüber synthetischen Lebensformen in gesellschaftlich tief verankert, wie Laris zu berichten weiß, und Zaht Vash operiert seit ewigen Zeiten im Verborgenen gegen künstliche Lebensformen.

    Die Idee eines Schattengeheimdienstes, der weitgehend unbekannt ist und autonome Ziele verfolgt, hat es dem aktuellen Schreiberteam von Star Trek offenbar angetan, denn nach Sektion 31 ist Zaht Vash bereits der zweite Geheimdienst, der auf diese Weise operiert. Im Gegensatz zu Sektion 31 verfolgt Zaht Vash allerdings Ziele, die augenscheinlich im romulanischen Volk gar nicht kontrovers sind und der Tal Shiar ist bekanntlich ebenfalls nicht gerade zimperlich in der Wahl seiner Mittel, es stellt sich also die Frage, wieso es eines separaten, extra-geheimen Geheimdienstes bedarf, um die Ziele des Zaht Vash zu verfolgen. Abgesehen von der erzählerischen Notwendigkeit des Zaht Vash ist es auffällig, wie schnell und problemlos Picard von der Organisation erfährt.

    Nicht weniger mit der heißen Nadel gestrickt erscheint Picards Untersuchung des ersten Angriffs gegen Dahj. Augenscheinlich ohne jede polizeiliche Autorität beamt sich Picard zusammen mit seinen romulanischen Freunden in Dahjs Wohnung und versucht dort, das Geschehen zu rekonstruieren. Zu Hilfe kommt ihm dabei ein Gerät des Tal Shiar, das dazu in der Lage ist, vergangene Ereignisse visuell zu rekonstruieren. Wie dieses Gerät funktionieren soll, bleibt leider weitgehend unklar und im Endeffekt führt dieser Handlungsstrang ohnehin in eine Sackgasse. Immerhin erfährt Picard allerdings durch eine anschließende Computer-Durchsuchung und Ausnutzung von Cache-Informationen, zu klären, dass Dahjs Schwester derzeit nicht auf der Erde verweilt.

    Den Rest der Folge bemüht Picard sich also, wieder das Kommando über ein Schiff zu erhalten, um seine Suche nach Datas Tochter nicht vorzeitig begraben zu müssen. Das Highlight der Folge ist wahrscheinlich Picards Versuch, als Sternenflottenadmiral wiedereingesetzt zu werden, in Zuge dessen sein kritisches Interview aus der ersten Folge ihm allerdings auf die Füße fällt. Im Zuge seiner Bemühungen, wieder in die Sternenflotte aufgenommen zu werden erfahren wir zudem dass Picard womöglich an einer tödlichen Krankheit leidet, die ihm in unbestimmter Zeit zum Verhängnis werden könnte. In Anbetracht dessen, dass die Folge ohnehin bereits sehr viele Handlungsstränge spinnt, ist es wenig erstaunlich, dass diese Enthüllung über ein Gespräch mit seinem Arzt hinaus handlungstechnisch wenig relevant zu sein scheint. In Anbetracht des enorm hohen Alters Picards – er ist in der Serie bereits 94 Jahre alt – ist der Umstand, dass er eine Krankheit hat, die weitgehend symptomfrei ist und ihn möglicherweise irgendwann töten könnte, wenig schockierend. Weder für den Zuschauer, noch, allem Anschein nach, für Picard selbst.

    Fazit und Wertung

    Yoshi
    Die zweite Folge von Star Trek Picard teilt viele Probleme mit Star Trek Discovery, ohne aber ganz auf das erzählerische Niveau von Discovery zu fallen. Es werden viel zu viele erzählerische Ansätze schlecht motiviert und wenig sorgfältig eingeführt. Im Ergebnis wirkt „Maps and Legends“ wie ein Flickenteppich. Das Potential der ersten Folge wird nicht gänzlich verspielt und es sei den Serienmachern zugestanden, dass bei nur zehn Folgen die Handlung womöglich teilweise zügiger vorangetrieben werden muss als ideal wäre, aber die Schreiber wären in diesem Fall gut beraten, sich genauer zu überlegen, welche Nebenkriegsschauplätze sie aufmachen möchten.
    2/5
    Gesamtwertung
    Action: 2 Spannung: 2 Humor: 1 Anspruch: 1 Kontinuität: 4 Figuren: 4 Erotik: 2
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