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    1x06 - The Impossible Box

    Die geheimnisvolle Box
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    Episoden-Nummer: 6   Produktions-Nummer: 1   US-Erstausstrahlung: 27.02.2020   Deutsche Erstausstrahlung: 28.02.2020  
    Die sechste Folge von Star Trek: Picard hat hervorragende Szenen, aber demonstriert auch ein ganz grundlegendes Problem der Serie: Ein eklatanter Mangel an Sorgfalt beim Schreiben.

    Vollständiger Inhalt (Achtung: Spoiler)

    Episodenkritik (Achtung: Spoiler)

    Jean-Luc Picard hat in seiner eigenen Serie Star Trek: Picard einen wilden Ritt hinter sich. Seine Suche nach Soji ist an unzähligen Stellen mit der heißen Nadel gestrickt und nur glückliche Zufälle retten ihm Kopf und Mission. Man könnte meinen, dass dies sinnbildlich für das Schreiberteam hinter Star Trek: Picard steht, denn auch die Geschichte von Star Trek: Picard wirkt an vielen Stellen wie mit der heißen Nadel gestrickt. Auch die aktuelle Episode 6: The Impossible Box ist da keine Ausnahme.

    Zunächst einmal wird eine Altlast der Vorepisode auf wenig überzeugende Weise abgehandelt. Der Mord an Bruce Maddox hat augenscheinlich keinerlei Alarmglocken läuten lassen: Die medizinischen Geräte wurden manuell deaktiviert, das MHN, das bei Notfällen immer automatisch aktiv wird – und zudem eine vernichtende Zeugenaussage machen könnte – ist nirgends zu sehen, aber niemand kommt auf nur auf die Idee, die Geschichte des natürlichen Todes anzuzweifeln. Das schlagende Argument, mit dem die Sternenflotte Dr. Jurati davon überzeugt hat, ihren Geliebten ohne jeden Versuch, ihn argumentativ für sich zu gewinnen, kurzerhand zu ermorden, bleibt uns die Serie vorerst schuldig.

    Dank eines Hinweises zum Abschied von Bruce Maddox fliegt Picard mit seiner Truppe von Junkies und Mördern endlich zum Borg-Kubus namens „The Artifact“, um Soji zu retten. Problem nur: Hierfür muss das kleine Raumschiff romulanischen Hoheitsraum betreten und das ohne Zeit oder Gelegenheit für eine angemessene Legitimation. Gut, dass Raffi kurz vor ihrem erneuten Drogenabsturz noch hinreichend manipulativ ist, einen Kontakt bei der Sternenflotte zu nötigen, Picard mit einem diplomatischen Auftrag für kürzeste Zeit auszustatten. Dass das gutgeht, ist natürlich im Vorfeld alles andere als ausgemacht, aber der wagemütige Picard vertraut im hohen Alter offenbar auf Fortunas Hilfe.

    In diesem Kontext steht allerdings auch der wohl beste Teil der aktuellen Episode: Picards traumatisches Wiedersehen mit den Borg. Ungewöhnlich für den hochmoralischen Admiral im Ruhestand ist sein Ausbruch, dass Borg nur metastasieren, nicht geheilt werden können. Sein gefährlicher Flashback, just auf einer ungesicherten Brücke im Artefakt kann schließlich von XBs beendet werden und trotz eines fortgesetzten Kampfes mit sich selbst findet Picard wieder zu sich. Picards gesamte Interaktion auf dem Borg-Kubus ist gut gespielt und knüpft inhaltlich gut an Picards Charakter-Episode auf dem Chateau in Raumschiff Enterprise: Das nächste Jahrhundert und Star Trek: Der Erste Kontakt an.

    Sojis Weg zurück zu ihren Erinnerungen erinnert an die mystischeren Aspekte von Star Trek Discovery, ist aber bis zum Aufdecken ihres Geheimnisses gut kontextualisiert. Danach geschieht dem Tal Shiar aber ein Fehler, der kaum noch glaubhaft erscheint. Mit viel Mühe und einem hohen Zeitaufwand hat Narek daran gearbeitet, Sojis Erinnerungen hervorzubringen ohne sie zu „aktivieren“. Im letzten Schritt, Sojis Beseitigung, wählt er dann aber einen äußerst langsamen Weg, der eine für Soji offensichtliche Gefahr verwendet. Wie Narek, gerade nach den Erfahrungen von der Erde und Dahj, nicht wissen konnte, dass das eine selten dämliche Idee ist, erschließt sich mir nicht. Es knüpft aber wieder an besagte heiße Nadel an, denn Picards wilder Ritt zur Rettung Sojis ist von diesem weiteren Glücksfall abhängig, dicht gefolgt von dem aus dem Nichts kommenden Rettungsweg und der unverhofften Unterstützung Elnor. Dass Elnors (vorläufiges) Ende ein weiteres Blutbad im Alleingang ist, wie zuletzt erst in der vorherigen Episode das Ende von Seven of Nines Auftritt verstärkt den fahlen Beigeschmack. Erzählerisch sind weder das Blutbad von Seven of Nine in der Vorepisode, noch das angekündigte Blutbad Elnors notwendig und haben somit meines Erachtens wenig Rechtfertigung im Star Trek Universum.

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    Fazit und Wertung

    Yoshi
    Die sechste Episode von Star Trek: Picard hat einige gute Teile, gerade wenn es um Charakterszenen Picards selbst geht, ist erzählerisch aber unsauber und zeigt einige der Mängel, die zuvor Star Trek Discovery dominiert haben. Für die letzten vier Episoden sind zudem mittlerweile so viele offene Stränge abzuschließen, dass zu befürchten steht, dass so einige Klärungen auf der Strecke bleiben könnten.
    3/5
    Gesamtwertung
    Action: 3 Spannung: 4 Humor: 0 Anspruch: 1 Kontinuität: 2 Figuren: 4 Erotik: 1
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