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David Mack – Star Trek – Legacies: Die beste Verteidigung


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Der Einstieg in die Legacies-Trilogie las sich schon sehr vielversprechend. Nicht nur, dass es ein Wiedersehen mit der original Enterprise-Crew gab, obendrein noch ein komplett neues Abenteuer, welches der Star Trek Autor schlecht hin - David Mack - nun fortführen kann. Una, die damalige Nummer 1 von Captain Pike, welche auch unter Captain April diente, hat sich auf die Suche nach den vermissten Crewmitgliedern von vor 18 Jahren gemacht. Mit dem erbeuteten Transferschlüssel gelangte sie in eine neue, unbekannte Dimension. Hier angekommen, muss sie sich erst einmal zurechtfinden, was angesichts der Unwirtlichkeit ihr anfangs doch recht schwer fällt.

Cpatain Kirk muss indessen mit der Enterprise für Frieden sorgen oder besser gesagt, er versucht es. Botschafter Sarek hatte gehofft das die Ankunft von Kirk der Friedenskonferenz mit den Klingonen gut tun würde. Auslöser für die Aufruhr, ist das plötzliche Verschwinden von Ratsmitglied Gorkon. David Mack hört hier allerdings noch nicht auf und legt gleich noch einige kleine Nebengeschichte mehr bei, was diesmal leider nicht so gut funktioniert. Da haben wir eine Agentin des Orion-Syndikats, McCoys Tochter und nicht zu vergessen die Romulaner, welche aktuell den Transferschlüssel besitzen. Diese ganzen losen Fäden sollen irgendwann zusammenführen, was sie zwar auch machen, allerdings bleibt die Feinheit seiner Worte, wie sonst gewohnt, auf der Strecke.

Kämpfe, Gefechte und allerhand Action versuchen aus den wenigen Story-Elementen eine passende Geschichte zu formen, schaffen es aber nicht, dass man von Anfang bis Ende gespannt bleibt. Für mich einfach zu viele Wechsel und Ablenkungen. Immerhin gibt es sehr schön klassische Momente. Kirks Anweisungen oder auch Spock & McCoy benehmen sich, wie man es von ihnen erwartet. Überrascht war ich etwas von der Einsatzfreudigkeit von Chekov, welcher hier zusammen mit Uhura selbst den besten Tatort-Ermittler in den Schatten stellen. Alle anderen Mitglieder bekommen ebenfalls ihren kleinen Bonus-Auftritt, was zumindest jeden Fan freuen wird.

Wenn schon so viel geboten wird, gibt es immerhin auch allerhand Abwechslung. Die Grundgeschichte selbst bekommt kleine Fortschritte, was jedoch neue Geheimnisse aufwirft und man gespannt auf Teil drei warten darf. Was Una im Paralleluniversum erlebt, ist und bleibt das Highlight der Trilogie. Um Längen besser, als die nicht enden wollenden Schiffskämpfe. Taktische Spielereien im All mit der Enterrpise lesen sich nach einer Weile recht gleich, wobei Sulu hier mehr als nur ein Ass im Ärmel hat. Bellende Klingonen, fast spürbar fühlende Vulkanier und giftig listige Romulaner, bessere Feinde kann die alte Enterprise-Crew nicht finden.

Fazit:
Willkommen in der Mitte einer Trilogie, welche die Original-Crew der Enterprise, noch einmal richtig fordert. David Mack hat versucht aus einem kleinen Part der Geschichte eine Große zu zaubern, was ihm meiner Meinung nach, diesmal nicht an allen Stellen gelingt. Einige unnötige Figuren verstopfen eher den Fluss der Geschichte, auch wenn das Erlebnis als solches aber funktioniert. Die Geschichte greift das Thema Star Trek dennoch gut auf und vereint alle damaligen Völker und Figuren. Dafür gibt es Romanfiguren, welche schon fast vergessen waren und McCoys Tochter Joanna hat einen kurzen, aber bleibenden Eindruck hinterlassen. Für die Gesamtheit der Trilogie unabdingbar, jedoch weniger fesselnd als der Einstieg.

Matthias Göbel

 

Autor: David Mack
Übersetzung: Helga Parmiter
Taschenbuch: 395 Seiten
Verlag: Cross Cult Verlag
Veröffentlichung: 16.12.2020
ISBN: 9783966583275

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Bearbeitet von einz1975
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  • Hallo Gast - Aufgrund des vielen Spams müssen leider ein paar Fragen beantwortet werden.

    Bitte der Reihe nach durchführen, sonst kann das Captcha nicht erfolgreich abgeschlossen werden...
    Schritt 1: Wenn Picard ein Captain ist, sollte hier ein Haken rein...
    Schritt 2: und wenn es in der Nacht nicht hell ist, sollte hier der Haken raus!
    Schritt 3:
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