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...Ekstase in Moll

3x10 "The Passage"


Werewolf

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Wieder einmal zeigt sich bei „Battlestar Galactica“, dass in dieser Serie jeder sterben kann. Schon einige gut ausdifferenzierte Figuren haben das Zeitliche gesegnet, nun also ist Kat an der Reihe gewesen. Luciana Carro, die Darstellerin der Louanne Katraine, hat mir im Verlaufe der Serie immer besser gefallen. Sie schaffte den schwierigen Spagat, ihre Figur auf der einen Seite als harte Starbuck-Konkurrentin und dann wieder als verletzliche, erschöpfte Person zu zeigen. Ihre Darstellung war hauptsächlich dafür verantwortlich, dass „Kat“ mit Leben gefüllt wurde. In den letzten Jahren ist ihre Figur, stellvertretend für die neuen Piloten an Bord, kontinuierlich aufgebaut worden, sie bekam immer mehr Screentime und gehörte eben aufgrund ihrer Schwächen zu den interessanteren Nebenfiguren. Daher schmerzt ihr Tod umso mehr, da er meines Erachtens leider recht sinnlos gewesen ist.

Die Fernsehverantwortlichen waren angeblich wenig glücklich mit der zweiten Staffel von „Battlestar Galactica“. Der Grund hierfür war die stark zusammenhängende Storyline, welche viele als Gift für den Fernsehmarkt ansahen. Für die dritte Staffel wünschte man sich mehr abgeschlossene Einzelepisoden und diese hier ist ein typisches Beispiel für diese neue Richtlinie. Der Kontrast zur letzten Episode, welche sich ja noch mit den Ereignissen auf New Caprica befasste, ist deutlich. Dabei wird dennoch ein Bruchteil Kontinuität eingebaut und zwar mit der Handlung rund um D´Anna und Gaius Baltart, die einen weiteren Mosaikstein in Richtung Erde finden. Das Auge des Jupiter wird uns auch noch in den nächsten Episoden beschäftigen, so viel sei an dieser Stelle schon einmal verraten. Zudem wird noch einmal das Mysterium um die letzten fünf verbliebenen Cylonenmodelle angedeutet, welche uns und auch den anderen Maschinenwesen unbekannt sind. D´Anna scheint es sich in den Kopf gesetzt zu haben, deren Identitäten zu enthüllen.

Die zehnte Episode dieser Staffeln ist keines Falls schlecht. Dennoch möchte ich mit den negativen Aspekten beginnen. Leider ist die Episode sehr vorhersehbar. Auch der Tod von Kat trifft mich eher weniger. Nein, ich muss mich korrigieren, er trifft mich, weil er in meinen Augen, wie bereits erwähnt, sinnlos ist. In dem Moment, wo man die zahlreichen Rückblenden auf Kat am Anfang der Episode sieht und dann erfährt, dass der Nebel tödlich sein kann, zählt der Zuschauer eins und eins zusammen und weiß, dass die junge Frau sterben wird. Dass es ein pathetischer Heldentod ist nehme ich den Machern gar nicht so übel. Schlimmer jedoch ist die absolute Vorhersehbarkeit und der scheinbare Wille, um jeden Preis eine bekannte Figur opfern zu wollen. Natürlich sind bei BSG schon einige Nebenfiguren gestorben, doch dies geschah meist in einem größeren Kontext. Hier drängt sich mir jedoch der Eindruck auf dieses Drehbuch sei nur geschrieben worden, um Kat sterben zu lassen. Oder der Tod wurde eingebaut, um eine ansonsten durchschnittliche Episode erinnerungswürdig zu machen. Dabei hätte das ganze auch ohne die so angeblich schockierende Enthüllung über ihre Vergangenheit funktioniert. Scheinbar hatte man nur einen Aufhänger gesucht, um die gute Frau verzweifelt sein zu lassen, doch wäre nicht schon allein ihr unbändiger Ehrgeiz ausreichend gewesen, um ihre Aktion zu erklären? Für die Gesamtgeschichte brachte diese Enthüllung über die wahre Kat eher weniger. Und selbst wenn, hätte es einen Unterschied gemacht? Nach über zwei Jahren des treuen, gefährlichen Dienstes an Bord der Galactica hätte man ihr mit Sicherheit diese Lüge verziehen. Immerhin ist sie nicht mehr die gleiche Person, die sie noch vor einigen Jahren gewesen ist.

Nicht mehr die gleiche Person wie früher ist Saul Tigh, der dafür endlich wieder in das CIC zurückgekehrt ist. Wurde auch Zeit, dass der alte Griesgram sich wieder seiner originären Aufgabe besinnt. Nun wird Helo wohl wieder im Cockpit eines Raumschiffs Platz nehmen müssen.

Sehr gut gelungen sind mal wieder die Effekte, welche eigens für diese Episode kreiert wurden. Der Nebel wirkt in der Tat bedrohlich und man bekommt zudem noch einige Schiffe der Flotte aus der Nähe zu sehen. Lob gebührt auch den Maskenbildern, welche die zunehmende Erschöpfung der Piloten sehr gut darstellen konnten. Gut gefallen hat mir auch die Darstellung der Nahrungsmittelprobleme. Die Lage ist ernst, die Piloten ernähren sich von Krümeln und immer mehr Menschen innerhalb der Flotte sind inzwischen zu geschwächt, um zu arbeiten. Hier zeigt BSG einmal mehr, dass es sich mit Problemen befasst, welche bei Voyager oftmals nur angedeutet wurden. Auch die Zahl der Menschheit ist leider wieder geschrumpft, denn zwei Schiffe gehen während der gefährlichen Passage verloren. Jedes Schiff, jedes einzelne Leben ist ein schwerer Verlust für das Überleben der menschlichen Spezies.

Rührend sind die Szenen zum Schluss, vor allem die mit dem Admiral. Auch wenn es nicht explizit gesagt wird, ja sogar alles getan wird, um den Eindruck des Gegenteils zu erwecken, so ahnt der Zuschauer doch, dass es mit der jungen Frau zu Ende gehen wird. Ein großes Lob an Edward James Olmos, der die Szene auf der Krankenstation fantastisch spielt. Hier stimmte alles, auch Kamera und Musik. Mal wieder Kompliment an Komponist Bear McCreary Man verzichtete auf ein heroisches Begräbnis mit anschließender Grabrede und beschränkte sich stattdessen auf eine stille Szene im Briefingraum der Piloten, wo Kat posthum CAG wird. Wirklich schön gemacht!

Eines der Schiffe, welches im Nebel verloren geht, ist übrigens die Adriatic. Jenes Schiff, welches bei der Aufdeckung der Wahlmanipulation von Laura Roslin in der letzten Staffel eine nicht ganz unwichtige Rolle spielte.

Fazit: eine durchschnittliche Episode. Die gut inszenierte Geschichte ist leider recht vorhersehbar. Schade um die Figur Kat, wir werden sie vermissen!

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Eine etwas zu routiniert inszenierte Folge, die in der Tat recht vorhersehbar ist. Dazu wirkte der Alibi Plot mit der Nahrungsmittelknappheit etwas holprig - im Sinne der Kontinuität hätte man das Thema in der vorigen Folge ruhig einbauen dürfen. Statt dessen amüsiert sich die Crew in einer Folge bei munteren Boxkämpfen und sucht dann plötzlich in der nächsten Folge verzweifelt nach essbaren Algen - das passt nicht zu dem sonst so verwobenen Erzählstil.

Letztendlich lebte die Episode hauptsächlich von den zwischenmenschlichen- und Charaktermomenten - zum Beispiel wie der alte Mann bei Kat nicht nur einen Pflichtbesuch gemacht hat, sondern bei Ihr geblieben ist.

Von mir gibt es auch eine "befriedigende" Bewertung.

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Für mich die schlechteste Folge der dritten Staffel. Sicher die Effekte waren schön anzusehen, doch die Story war zu vorhersehbar und vor allem zu seicht. Mir hat da irgendetwas gefehlt. So war das ganze leider nur ein unnötig langer Aufhänger für den kommenden Zweiteiler.

Die rührende Endszene rettet die Folge gerade noch vor einem "ausreichend"

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Sehe ich persönlich ein wenig anders.

Für mich persönlich stellte diese Folge endlich wieder einen Lichtblick nach den vorangegangenen im Detail zwar mitunter interessanten, letztenendes aber belanglosen Geschehnissen der letzten beiden Folgen dar. Mit dem auftauchenden Problem der Nahrungsmittelversorgung beginnt ein neuer Handlungsfaden, welcher noch einige weitere Überraschungen bereit halten wird. Dazu jedoch in den nächsten Folgen mehr ...

Es stimmt schon, dass das Ganze ein wenig vorhersehbar war. Ich finde es auch bedauerlich, dass man sich auf diese Weise von Kat verabschieden muss, denn diese Figur hätte sicherlich noch viel Potential geborgen. Ihr Tod mag zwar heldenhaft sein, hinterlässt aber auch den faden Beigeschmack, dass er irgendwie eher sinnlos war. [Hier ergibt sich fast ein Vergleich mit dem Ableben von Tasha Yar auf der Enterprise-D, wobei dies dort noch wesentlich unbefriedigender war]

Aber ich bleibe dabei: diese Folge bringt die Serie endlich wieder vorwärts und ist in diesem Zusammenhang auch keine reine Einzelepisode, sondern muss und kann mit den anschließenden Episoden gemeinsam betrachtet werden. Das hier begonnene Nahrungsproblem wird die Galactica noch eine Weile beschäftigen, soviel kann man sicherlich verraten.

Die Umsetzung der Dramaturgie war sehr gelungen, die Untermalung der Charakterszenen am Ende (welche auch hervorragend gespielt waren) oder die Erschöpfung der Piloten auch einmal mehr hervorragend musikalisch untermalt. Die Effekte geben ebenfalls keinerlei Anlass zum Meckern.

Insgesamt gebe ich der Episode damit eine gute 2 ... sicherlich hätte man einige Dinge besser handhaben können, aber im Vergleich zu den vorherigen beiden Episoden (insbesondere der letzten) liegt hier schon nahezu ein Quantensprung vor. Zudem ist es der Beginn eines weiteren wichtiges Schrittes im Handlungsbogen auf der Suche nach der Erde ...

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Naja, aber es ist ja nicht so, dass plötzlich aufgefallen wäre "Ups, wir haben keine Nahrung mehr. WIe konnten wir denn das übersehen?"

Es wird doch am Beginn der Episode erläutert, dass genügend Nahrung vorhanden ist/war, diese nur durch irgendetwas kontaminiert/verseucht wurde!

Zugegeben, hier hätte man eine Erklärung noch etwas ausführen können, aber durch was für eine Art von Unfall nun auch immer ... dies ist ja offenbar nichts, was sich langfristig ankündigen konnte!

Insofern kann ich da wirklich keinen Bruch der Storyline erkennen ... es kam eben zeitlich in dieser Episode erst zum Vorschein. Vorher war die (ja im Prinzip immer noch vorhandene, nur jetzt halt unbrauchbare) Nahrung noch vorhanden ...

Bearbeitet von Sloan
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  • 10 Monate später...

Eine interessante Folge, obwohl das Ende (für Kat) ab einem gewissen Punkt ziemlich vorhersehbar war. Ob Kat´s Tod sinnlos war - sicher nein, denn sie rettete ein Schiff voll Zivilisten, ob es sinnlos war diesen Charakter in der Serie sterben zu lassen - vielleicht. Aber mal ehrlich: der Tod hat das oft so an sich, dass er sinnlos ist...

Der Einstieg in die Folge war etwas plötzlich (wie, wann, wo wurde die Nahrung konterminiert?) und man vermißt hier wieder einmal die geniale Kontinuität der 2. Staffel. Die Handlung auf dem Zylonenbasisstern wird auch immer interessanter, ich meine damit diese "Nahtoderfahrungen" der Zylonin (vielleicht spielt hier ja nur die Programmierung einen Streich, oder die Zylonen entwickeln sich wirklich zu Lebewesen und es gibt da etwas "auf der anderern Seite", was für mich als Mensch auch nicht als bewiesen gilt...) und Baltars Kontakt zum Hybriden machte neugierig.

Das Starbuck mal wieder rasch den Stab über Kat gebrochen hat, war typisch - gerade Kara hat´s nötig - aber die Erkenntnis am Ende, dass wir wohl alle Dinge aus unserer Vergangenheit mit uns herumschleppen, auf die wir nicht stolz sind, war zweifellos weise und realistisch. Und es ist unangenehm, wenn uns die Vergangenheit manchmal einholt. Tja, und "gute Menschen" gibt´s sowas überhaupt?

Schön war zu sehen, dass selbst unter den schlimmen Bedingungen auf der Galactica immer noch Platz für Menschlichkeit und Mitgefühl war, als Kara und Adama die sterbende Kat besuchten. Und schön und menschlich war es auch, Col. Tigh zum ersten Mal seit langem wieder lachen zu sehen (der Scherz mit dem Papier essen).

Daher von mir gerne eine 2!

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Schön, dass Du noch am Ball bist.
Aber klar bleibe ich dran - ich gebe doch jetzt in der 3. Staffel nicht auf! Allzuviele Serien verfolge ich derzeit ja ohnehin nicht, obwohl es jetzt wieder mehr werden (TCW, NCIS, BSG und seit kurzem bin ich auch beim Mentalist dabei....).

Ich muß aber zugeben, dass ich wirklich die Kontinuität der Handlung, die wir aus Staffel 2 kannten vermisse. Ich mag es einfach, wenn Serien einen durchgehenden Handlungsbogen haben wie etwa DS9 oder B5. Mir ist aber auch klar, dass solche durchgehenden Handlungsbögen fürs allgemeine Publikum, für die Zufallsfernseher, nicht sehr leicht zu verfolgen sind. Schade, dass man da bei BSG wohl Zugeständnisse machen mußte...

Wenn mir eine Serie mal gefällt, halte ich meist bis zum Ende durch, durch alle Höhen und Tiefen, in guten wie in schlechten Zeiten - ich habe ja sogar 6 (!) Staffeln von "Dr. Quinn" gesehen...!

Bearbeitet von Lt.Cmdr. Carl F. Gatlin
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Ich muß aber zugeben, dass ich wirklich die Kontinuität der Handlung, die wir aus Staffel 2 kannten vermisse. Ich mag es einfach, wenn Serien einen durchgehenden Handlungsbogen haben wie etwa DS9 oder B5. Mir ist aber auch klar, dass solche durchgehenden Handlungsbögen fürs allgemeine Publikum, für die Zufallsfernseher, nicht sehr leicht zu verfolgen sind. Schade, dass man da bei BSG wohl Zugeständnisse machen mußte...

Die Kontinuität der Handlung kommt bald wieder. Keine Sorge :welcome:

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