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Vulkan-Elf

Säkularisierung und Humanismus

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In Star Trek spielen Götter eine untergeordnete Rolle, werden angezweifelt, sind Wurmloch-Aliens oder brauchen auch mal ein Raumschiff. In Stargate sind's Parasiten. In Star Wars Episode IV gibt's oder gab's die Macht als Religion. Und in der realen Welt gibt es Geschichten übernatürlicher Wesen mit fantastischen Fähigkeiten, die Götter sein sollen, entweder mit menschlichen Eigenschaften, um die eigene Geschichte zu erklären, wie bei den Griechen, um all das zu erklären, was man noch nicht verstehen kann, oder um Eroberungen zu legitimieren. Oft wird eine Drohkulisse wie die Hölle aufgebaut und ein reglementierter Ausweg im Sinne des Erfinders angeboten, bei dem sich der Gläubige unterwerfen und gefügig sein soll. Manchmal wird das mit der Verherrlichung der eigenen Volksgruppe verknüpft oder eigenes Versagen anderen angelastet.

 

 Vom 21. bis 23. Juni findet gleichzeitig mit dem evangelischen Kirchentag auch der Humanistentag in Dortmund statt, bei dem mehrere säkulare Gruppen ein Alternativprogramm mit Vorträgen, Diskussionen und Straßenfest präsentieren. Teile davon beginnen schon am 19. Juni. 

http://humanistentag.nrw

Was haltet ihr davon?

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Ich glaube dass eine säkularere Welt eine bessere Welt ist . Das wir uns im 21. Jahrhundert befinden und mit so viel "religiösen" Scheusslichkeiten abfinden sollen dafür habe ich nur Kopfschütteln. Selbstverständlich gehören auch Staat und Religion getrennt...ich denke hier an Länder wie Iran oder Saudi-Arabien die noch immer mittelalterlich-barbarische Strafen in ihrem Gesetz haben mitsamt Religionspolizei...aber da ändert sich nix....

Gene Roddenberry der Erfinder von Star Trek war auch Atheist und das findet man auch vielfach in seiner Science Fiction-Saga wieder.

Zum Beispiel gibt es eine TOS-Folge (Epigonen) wo eine Gesellschaft nach einem einzigen Buch aufgebaut wurde. Da ist es mir später so eingefallen dass es hier auf der Erde in den islamischen Ländern nicht anders ist...die bauen ihr ganzes Leben aufgrund eines Buches auf.

 

Ich finde dass wir mehr Leute wie Hamed Abdel Samad brauchen....ein echter Freidenker

bearbeitet von mrspock
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Vorgestern sind in mehreren Tageszeitungen Berichte über eine Studie der Bertelsmann-Stiftung erschienen, worin eine überwiegend ablehnende Haltung der Deutschen gegenüber dem Islam festgestellt und von einer Bearbeiterin, Yasemin el-Menouar, die negative Berichterstattung dafür mitverantwortlich sei. Allerdings frage ich mich, ob nicht eher die negativen Anlässe und Ursachen zu der negativen Berichterstattung geführt haben. Käme mir logischer vor. Nun bin ich natürlich kein Freund der chauvinistischen Ideologie, als die ich den Islam sehe, sondern gehöre zu den Kritikern, die das Grundgesetz und Freiheit von Glauben lieber mögen als einen Leitfaden aus Engelszungen, die das unverfälschte Wort eines Gottes darstellen sollen, das aber ein Bisschen später erst von einer Redaktion zusammengestellt und verschriftlicht wurde. 

Artikel in der Zeit über die Studie: https://www.zeit.de/gesellschaft/2019-07/religio-islam-umfrage-bertelsmann-stiftung

Ferda Ataman beklagt einseitig einen antimuslimischen Rassismus: https://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/muslime-in-deutschland-es-passiert-einfach-nichts-kolumne-a-1276628.html 

 

Ach ja: mir fällt kein islamisch geprägtes Land ein, in dem ich leben wollen würde, oder das mich langfristig frei leben lassen würde.

bearbeitet von Vulkan-Elf
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Mal abgesehen davon, dass man Bertelsmann-Studien methodisch generell vergessen kann - notfalls schreiben sie auch schon mal ein Fazit, das mit den Ergebnissen gar nicht zusammenpasst, aber sich gut in der Presse macht, den Rest liest ja keiner - gehe ich mit Vulkan-Elf konform. Mir ist es ziemlich egal, welche Hautfarbe jemand hat. Entschiedend ist für mich der Zivilisationsgrad und der ist nicht nur in sämtlichen islamischen Ländern eine Katastrophe.

Auch die hierzulande mittlerweile zur "Normalität" gehörenden Parallelkulturen stoßen mir sauer auf. Ich meide deswegen inzwischen schon bestimmte Viertel und gehe auch nicht mehr in die Stadt zum Einkaufen. Als ich letzte Woche doch einmal da war, weil ich bei Saturn eine Tastatur testen wollte, hatten Muslime dort einen Riesenstand aufgebaut und plärrten mit Megaphon irgendwas auf Arabisch, das sich wie eine Hasstirade anhörte.

Ich finde es erschreckend, dass ein Großteil der Moscheen in Deutschland von der islamischen Diktatur Türkei betrieben wird. Das Stichwort lautet hier Ditib. Die unterstehen direkt dem türkischen Religionsministerium. Es gibt aber noch sehr viel schlimmere Verbände. Selbst der in Dauerschleife durch alle Talshows tingelnde Ayman Mazyek versammelt in seinem selbsternannten Zentralrat de facto Rechtsfaschisten. Darunter Anhänger der Grauen Wölfe und Muslimbrüder. Unsere Politelite bieten sich solchen Leuten auch noch untertänigst an.

Im Kindergarten meines Neffens war es sogar untersagt, Schweinefleisch mitzubringen. Könnte ja das falsche Kind vom Butterbrot abbeißen. Zu meiner Schulzeit haben türkische Jungs Mädchen mit Kopftuch ausgelacht. Dank der Instrumentalisierung in Ditib-Moscheen, unter Beifall der Politik, prägt das Kopftuch bei uns im Ruhrgebiet inzwischen ganze Stadtteile. Und das in einem säkularen Land. Wie mrspock schon anmerkte, leben wir inzwischen im 21. Jahrhundert. Ich finde es einfach nur furchtbar, dass religiöser Firlefanz wieder unseren Alltag bestimmt. Ich kann Leute, die sich verhüllen, weil ein Pädophiler das vor 1400 Jahren empfohlen haben soll als Schutz vor Vergewaltigungen, auch überhaupt nicht ernstnehmen. Genauso wenig wie ich es bei Zeugen oder Reichsbürgern tue.

Warum man das alles ausgerechnet beim Islam supertoll finden soll, erschließt sich mir einfach nicht. Ich habe auch keine Hemmungen, die Kirche als Kindersexsekte abzutun. Da werde ich von Linken sogar noch für beklatscht. Mache ich das Gleiche bei einer Religion, die noch sehr viel rückständiger auftritt, ist man plötzlich rechtsextrem. Nicht Islamkritiker sind rechtsextrem, sondern der Islam ist es. Autoritäter Müll, nichts weiter. Jeder Linke und Freidenker müsste dagegen aufbegehren.

Aber klar, schuld ist natürlich die deutsche Jubelberichterstattung. Nicht die Parallelkulturen, die schechte Arbeitsmarktbilanz, die Entmenschlichung der Frau, der zunehmende Antisemitismus, die Zustände in der islamischen Welt und so weiter und sofort.

bearbeitet von Knut85
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Historiker bezeichnen die ersten Christen ja tatsächlich als Sekte...erst als es mehr wurden wurde es dann irgendwann Religion genannt. Bei uns werden auch Scientologen als Sekte (im negativen Sinne) bezeichnet. In den USA hingegen ist es eine Religion.

Der Islam wird auch als Religion bezeichnet obwohl in den letzten Jahrzehnten im Namen dieser Religion Unmengen an Menschen

getötet wurden und immer noch fast keine Woche vergeht indem nicht im Namen dieser Religion getötet wird.

 

Ich denke mal wenn Scientology so eine große Verbreitung hätte wie so manche "Weltreligion" dann wäre es genauso verpönnt von den Eliten, Medien etc... diese Religion zu kritisieren. Es kommt also scheinbar nur auf die Menge an  Menschen die an etwas bestimmtes glauben...dann ist Kritik ziemlich verpönnt und man wird in eine schmutzige politische Richtung "in die Schublade gesteckt". Ich finde diese Einteilung einfach ver-rückt.

Und es kommt wohl auch darauf an in welchem Land man wohnt.

 

Ich war vorletztes Jahr mal in einem Freizeitpark in Nordrhein-Westfalen und war schon überrascht wie da  auf der Parkkarte draufstand wo überall das Essen "Halal" ist. Und im Bahnhof habe ich noch nie zuvor soviele Kopftuchmädchen gesehen. Da hatte ich schon das Gefühl dass sich unsere Gesellschaft verändert.(und ich finde diese Richtung eher rückwärtsgewandt)Zu meiner Schulzeit hatte niemand Kopftücher auf.

Ich möchte hier aber auch klar stellen dass ich nichts gegen diese Menschen habe.Ich mag alle Menschen...egal wo jemand herkommt. Aber ich halte es für ein Gebot der Stunde frei sprechen zu können ohne Denkverbote(und der Islamismus kommt eben vom Islam).

 

bearbeitet von mrspock

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Ich weiß nicht, ob eine rein säkulare Welt eine wirklich bessere ist oder wäre. Und vieles unserer westlichen Tradition fußt in gewisser Weise auf religiösen Werten. Vielmehr ist es doch was wir daraus machen.

Religion ist meines Erachtens im Grunde nichts schlechtes. Manchen gibt es vielleicht in besonders dunklen Stunden Kraft, die sie benötigen, die aber niemand anderen ihnen geben kann. Warum nicht? Auf der anderen Seite gibt es für Religion meines Erachtens genug Ersatz heutzutage und wir würden nie auf die Idee kommen es als Religion zu bezeichnen.

Dieses verallgemeinernde Islambashing ist meiner Meinung nach nicht zielführend und wird auf Dauer weiter die Gräben vertiefen. Und oft ist mir das auch zu eindimensional. Ich weiß nicht, ob vielen klar ist, dass in Indonesien, Indien und Bangladesch auch ziemlich viele Muslime leben. Islam wird imho zu oft mit dem nahen Osten und den Konflikten dort gleichgesetzt. Auch dass es in der Region mehr Anschläge gibt, als bei uns scheint vielen nicht klar zu sein. Und das mit hoher Wahrscheinlichkeit mehr Muslime durch Muslime sterben, als andere Religiöse oder Atheisten durch Muslime. Man muss auch aufhören immer alle in Sippenhaft zu nehmen. Hatten wir ja schon einmal und das lief auch nicht so toll.

Viel erscheint mir auch falsch verstanden und es wird wenig vor der eigenen Haustür gekehrt. Gutes Beispiel ist für mich Kopfbedeckung. Es steht in der Bibel recht explizit, dass die Frau ihren Kopf (z.B. beim Beten) bedecken soll. Im Koran ist es meines Erachtens nicht eindeutig und viel Auslegungssache. Im Koran steht nicht wie das Kopftuch auszusehen hat bzw. ist nicht die Rede davon, dass die Frau ihr Haar zu bedecken hat oder sogar von Gesichtsverschleierung. Kopftuch ist also Interpretation und Tradition (was man gerne kritisieren kann). Und das klassische Kopftuch ist ein eher loses gebundenes Kopftuch, welches die Haare nicht komplett bedeckt. Nicht die Kopfbedeckung, die man heutzutage oft sieht, bei dem auch die Haare mit bedeckt werden. Von daher sehe ich das Problem eher in der patriarchischen Auslegung der Religion. Und das ist ein Problem der Menschen und der Gesellschaft dort wie hier und nicht des Islams. Es gibt ja auch immer noch genug Christen und Atheisten, die ein verqueres Bild von einer Frau haben.

Auch muss man meines Erachtens vorsichtig sein, wie man alle scheinbar dem Islam Zugehörige über einen Kamm schert. Türken und Araber können sich zum Beispiel auch nicht leiden, aber wir machen uns das manchmal auch zu einfach: Gehört ja alles zum Islam und ist dann wahrscheinlich nicht so gut. Vielleicht sollten auch wir uns nochmal Gedanken darüber machen, wie wir mit unseren Bürgen mit z.B. türkischen Wurzeln umgehen bzw. umgegangen sind. Und vielleicht ist das strenge Kopftuchtragen gar kein rein religiöses Zeichen mehr, sondern ein eher gesellschaftliches. Eine gesellschaftliche Abgrenzung oder ein erst recht Gesehenwerden bzw. Wahrgenommen werden. Haben wir Deutsche immer alles richtig gemacht seit die Generation der Gastarbeiter hierher geholt wurde? Dazu gehört auch der laxe Umgang mit dem Moscheenbau und der Installation von nicht staatlich (deutscher Staat) geprüften Prediger etc. Und wenn 2/3 das uns nicht zusagende konservative Bild des Islams führen und denen unsere freiheitliche Gesellschaft ein Dorn im Auge ist, muss man doch immer noch den 1/3 die Hand geben, die einen modernen Islam wollen. Da kann man doch nicht sagen Islam is per se Scheiße.

Das dann überall "Halal" drauf steht ist halt ein Zeichen für unseren Wandel. Und wenn wir uns Star Trek als Vorbild nehmen, sollte man sich daran eigentlich nicht stören. Schließlich ist das meines Erachtens auch ein Zeichen für Offenheit und Rücksichtnahme. Natürlich sollte eine "Minderheit" nicht den gesellschaftlichen Diskurs alleine bestimmen und es dadurch zu falsch verstandener Rücksichtnahme kommen. Allerdings besteht unsere Demokratie auch auf den Füßen der Einbindung von Minderheiten und die Rücksichtnahme derer. Gleiches gilt für die Einschätzung der freiheitlichen Gesellschaft, der freien Wahl der Religion und die Toleranz demgegenüber.

Ich sehe auch das Problem der Parallelstrukturen, da darf es keine verklärte Toleranzpolitik geben. Mittlerweile sehe ich auch das Problem bei Vollverschleierung usw (auch wenn ich oft glaube man sieht dann nur Touristen ;) ). Es darf nicht sein, dass unsere freie, tolerante Gesellschaftsform durch falsch verstandene Toleranz eingeschränkt wird. Das ist am Ende ein schwieriges Unterfangen, bei dem es viel Fingerspitzengefühl benötigt.

Das momentan viele Menschen im Namen des Islam umgebracht werden liegt dann doch mehr an den Menschen die im Namen einer Religion töten, als an der Religion selber. Wie viele wurden im Namen des christlichen Gottes umgebracht? Wie verheerend waren die Kriege, geführt im Namen einer Religion, vergangener Zeiten in Europa? Auch auf den Gürteln der Wehrmacht stand "Gott mit uns". Der Islam ist im Vergleich zum Christentum recht jung und befindet sich momentan wahrscheinlich in einer Phase in der sich die christliche Religion vor rund 400 Jahren befunden hat. Und das Problem sehe ich eher in den Menschen, die die Religion für ihre Zwecke missbrauchen, nicht die Religion selber. Religion wurde schon immer für sehr weltliche Interessen eingesetzt. Von daher ist Islam meines Erachtens nicht per se rechtsextremer autoritärer Müll. Kommunismus (hier Perversion Stalinismus) traditionell eher links einzuordnen war ja auch so human zu seinen Menschen und hat in seiner Hochzeit vielen Menschen einen Platz unter der Erde geschenkt. Und ich finde es dann schon interessant, dass heutzutage Länder (schließt Bundesländer mit ein) die früher von starken kommunistischen Parteien geprägt wurden heute ein echtes rechtes Problem haben.

 

Und zum Thema Religion und Star Trek finde ich jetzt nicht, dass es einen geringen Stellenwert hat. Schauen wir uns doch nur die Bajoraner an. Eine religiösere Gruppierung gibt es ja fast nicht bei Star Trek. Auch wenn es nachher Wurmlochwesen sind, haben diese es dennoch geschafft eine Religion zu gründen, die von den Bajoranern weiterhin gepflegt wird. Stovokor bei den Klingonen hat glaube ich immer noch einen hohen gesellschaftlichen Stellenwert. Religion wurde meines Erachtens nie richtig tiefgründig angegangen außer vlt. in Star Trek V angeschnitten. Was aber eben auffällt, es gibt immer eine "logische" Erklärung für Götter usw. Es gibt einige Folgen in denen Völker an einen Gott glauben, es sich aber im Laufe der Folge eigentlich immer herausstellt: es ist ein übermächtiges Wesen. Das ist auch immer nur der Versuch von Star Trek es logisch zu erklären. Ich bin kein religiöser Mensch, aber Religion sollte immer etwas anderes und mehr als das sein. Vielmehr geht es doch auch um die gesellschaftliche und soziale Komponente.

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