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...die spezielle Spezialeinheit

BSG03 4x05 "The Road Less Travelled"


Werewolf

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Dieses Mal also nur zwei Handlungsstränge. Dafür bin ich dankbar, denn die letzten Episoden wirkten völlig überfrachtet. Jedoch kann mich auch dieses Mal die Episode nicht überzeugen. Schuld daran ist wohl, dass ich im Vorfeld den Promotrailer zu dieser Folge gesehen habe. Man muss schon den Sci Fi Channel fragen, wieso um alles in der Welt man in einem Appetitanreger für eine Episode gleich den Cliffhanger zeigen muss. Dadurch wurde das überraschende Ende, welches man aufgebaut hatte, zunichte gemacht. Die Episode endete und mein erster spontaner Gedanke lautete: „Wie, das war es schon?“

Aus dieser Crux entwickelt sich auch mein größter Kritikpunkt: es ist nichts geschehen. Die Rahmenhandlung lässt sich für den A-Plot und B-Plot in wenigen Worten zusammenfassen: Tyrol geht zu einer Zeremonie von Baltar. Sie streiten sich über Cally. Später reicht der ehemalige Chief dem ehemaligen Präsidentin die Hand zur Versöhnung. Wechsel auf die Demetrius. Leoben kommt an Bord. Er schlägt einen Waffenstillstand vor. Starbuck will ihm folgen, die Crew nicht. Es kommt zum Konflikt. Das war es. Natürlich ist diese Episode geprägt von sehr, sehr guten schauspielerischen Leistungen und einer tollen Optik, aber dennoch sind wir mal wieder kaum vorangekommen. Ein solch langsames Erzähltempo bin ich eigentlich nur von „Lost“ gewohnt. Die Abrams-Serie hat jedoch noch Jahre vor sich, um die Gesamtgeschichte zu entfalten, bei „Battlestar Galactica“ geht es langsam aber sicher um die Wurst. Viele Episoden bleiben nicht mehr, um das große Ganze deutlich werden zu lassen.

Der Baltarplot wartete mit der Information auf, dass er immer mehr Anhänger um sich scharren kann. Kein Wunder, sind doch inzwischen knapp 2 Monate vergangen. Die Zeitsprünge innerhalb der Serie werden inzwischen größer und größer. In meinen Augen ein weiteres Indiz dafür, dass man wohl nicht damit gerechnet hatte so viele Plots auf einmal zu Ende bringen zu müssen. Tory Foster, mal wieder gewohnt schlecht von Rekha Sharma dargestellt, hat sich wohl nun endgültig auf die Seite des ehemaligen Wissenschaftlers geschlagen und scheint ihre eigene Agenda zu verfolgen. Specialist Tyrol, wie er nun offiziell heißt, hat sich die Haare abrasiert und macht damit den Willen zum Neuanfang deutlich. Auch scheint er wieder Sport zu treiben, denn zugenommen hat Aaron Douglas im Laufe der Serie durchaus. Seine Tätigkeiten sind inzwischen unspektakulär geworden und daher ist es wohl kein Wunder, dass er nun sehr viel Zeit zum Nachdenken hat. Wer kümmert sich eigentlich in seiner Abwesenheit um sein Kind? Vermutlich die selbe Person, die sich um Hera Agathon kümmert, welche ja seit fast 60 Tagen auf ihre Eltern verzichten muss. Naja, wir kommentieren das mal besser nicht…

Wie auch immer, der ehemalige Chief begibt sich zur Zeremonie und gerät mit Baltar aneinander. Dass Galen ihm am Ende doch die Hand reicht, bietet Raum für Spekulationen. Besteht Einigkeit beim Punkt Cally? Akzeptiert er Baltars Kondolenz? Oder ist er auf einmal doch von seinem Kult fasziniert? Würde letzteres eintreffen, so würde dies im Umkehrschluss bedeuten, dass so gut wie alle der „neuen“ Cylonen potentiell anfällig für diesen neuen Glauben sind. Großartig gespielt war übrigens der versuchte Selbstmord von Tyrol. Aaron Douglas brachte Emotionen rüber und ich fragte mich erneut, ob nicht eventuell eine unterbewusste Programmierung die Selbsttötung verhindert hat.

Der Demetriusplot hat mir, bis auf wenige Ausnahmen, überhaupt nicht zugesagt. Die ständigen Geräusche an Bord des Schiffes und die schiere Hitze wirken, wie ich es schon während einer älteren Review angemerkt habe, auf einem Raumschiff unglaubwürdig. Katee Sackhoff spielt zwar großartig, ihre Figur Starbuck wirkt jedoch weiterhin wie ein Fremdkörper auf mich. Ebenfalls nicht nachvollziehbar ist für mich die Disziplinlosigkeit an Bord. Stellenweise bekommt man den Eindruck, dass man es hier mit einer demokratischen Versammlung und nicht mit einer hierarchisch geführten Kommandokette zu tun hat. Junge Offiziere, gar Fähnriche, begehren inzwischen offen gegen den Skipper auf und drohen gar vorgesetzten Offizieren. Hier wird ein militärisches Bild geprägt, wie es weder in der Wirklichkeit noch bisher in der Serie zu sehen gewesen ist. Immerhin haben wir es hier mit einer Kommandomission und nicht einem Ausflug eines Stadtrats zu tun. Verdient machen kann sich in diesen Szenen jedoch Helo, der einige fantastische Momente hat. Tahmoh Penikett spielt so kraftvoll und leidenschaftlich wie schon lange nicht mehr. Er gehört zu den unterschätzten Figuren der Serie. Dieses Mal konnte er sein ganzes Repertoire zeigen.

Das Angebot um Leoben ist mysteriös. Ist es ernst zunehmen und wenn ja, sollte man es annehmen? Sein explodierendes Schiff sät Misstrauen und steigert die Spannung ein wenig. Dabei müssen wir von einer weiteren Nebenfigur Abschied nehmen, nämlich Gunnery Sergeant Mathias. Ihr Tod kommt zwar überraschend, berührt einen aber eher wenig. Zu wenig hat man bisher von ihr gesehen.

Zurück zum Angebot Leobens. Bei Star Trek hätte man eine Einmischung in die internen Angelegenheiten einer fremden Kultur abgelehnt, aber wie sieht es hier aus? Könnte man sich dadurch einen taktischen Vorteil verschaffen oder würde dies die Situation nur noch verschlimmern? Ich persönlich wäre dem Vorschlag Helos gefolgt und hätte erst mit der Flotte gekoppelt. Der Zeitverzug wäre minimal gewesen, man hätte den Admiral informieren und sich für alle Fälle bewaffnen können. Dass sich Starbuck so sehr gegen diese Variante stellt, erscheint mir rätselhaft. Genauso rätselhaft wie ihre recht spontane Zusammenarbeit mit dem Mann, der sie immerhin monatelang eingesperrt und gedemütigt hatte. Da hätte ich mehr inneren Widerstand von der eigentlich so resoluten jungen Frau erwartet Überhaupt, sollte eine Entscheidung dieser Tragweite nicht besser von der Präsidentin gefällt werden? Nicht, dass die Flotte da in etwas hineingezogen wird.

Völlig unter den Tisch fallen bei dieser Episode die beiden Adamas, die Präsidentin und weitere interne Einsichten in den Bürgerkrieg zwischen den Cylonen. Das verschafft zwar mehr Zeit zum Erzählen, wirkt aber angesichts der vorherigen Episoden befremdlich. Gerade von Lee hätten wir gerne mehr gesehen, da sein Plot der bisher interessanteste gewesen ist.

So bleibt für mich eine unter dem Strich enttäuschende, vorhersehbare Episode, die zudem seltsam anspruchslos bleibt. In das Mittelmaß rettet sie fantastische Leistungen fast aller Darsteller und ein interessantes, ungewohntes Setting. Aber wieder reicht es nur ganz knapp für den Daumen in Mittelstellung

Fazit: Da muss mehr kommen! BSG hat nicht mehr viel Zeit, um zur alten Form zurückzufinden!

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Kann nur noch mit dem Kopf schütteln. Klar wenn man sich 10 Previews, 50 Trailer und 100 Webblogs zur kommenden Episode reinpfeift, dann greifen einige Momente nicht mehr in dne Folgen. Wenn ich den den Staffeln 1-3 lesen musste "Das XYZ ein Zylone ist war offensichtlich", "Das XYZ sterben wird war am Anfang der Folge abzusehen", jetzt weiß ich auch wo einige das her haben. Den eigentlich konnte man nur sehr selten den Autoren frühzeitig in die Karten schauen, aber wenn man natürlich vorher X Quellen angezapft hat, sind solche Reviews natürlich kein Wunder.

Alle Schauspieler in der Folge konnten überzeugen bis auf Tori, die Musikuntermahlung war wie immer sehr gut und da es keine Raumschlachten gab fallen die Special Effects unter den Tisch. Das man sich dann auf irgendwelche Geräusche und Klimatischen Bedingungen fixiert um an dieser guten Charackterfolge irgend was zu bemängeln ist mir ein Rätsel. Man muss nur mal die Berichte der U-Bootfahrer des zweiten Weltkriegs hören um zu wissen dass nicht immer alle eine Kaffeefahrt ist. Stinkender Dieselgestank, unbeschreiblicher Lärm und eine kaum aus zu haltende Hitze. Warum soll also dieser kleine Frachter von innen aussehen wie die Colonial One?

Achso einfach nochmal ein paar Zitate:

Dieses Mal also nur zwei Handlungsstränge. Dafür bin ich dankbar, denn die letzten Episoden wirkten völlig überfrachtet.
Völlig unter den Tisch fallen bei dieser Episode die beiden Adamas, die Präsidentin und weitere interne Einsichten in den Bürgerkrieg zwischen den Cylonen. Das verschafft zwar mehr Zeit zum Erzählen, wirkt aber angesichts der vorherigen Episoden befremdlich.

Schuld daran ist wohl, dass ich im Vorfeld den Promotrailer zu dieser Folge gesehen habe.
So bleibt für mich eine unter dem Strich enttäuschende, vorhersehbare Episode, die zudem seltsam anspruchslos bleibt.

Fazit: Da muss mehr kommen! BSG hat nicht mehr viel Zeit, um zur alten Form zurückzufinden!

Zu welcher alten Form? Der Großteil der Fans (gemessen anhand der Kommentaren zu den Folgen) fand die Folgen sehr gut (besonders bei Folge 4x02 sieht man die riesen Kluft zwischen der TrekNews Bewertung und dem allgemeinen Feedback) daher gibs auch keine Form zu der man zurück kehren muss, den man hat sie laut der meisten Fans nie verlassen.

Bearbeitet von Captain Sisko
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Wikipedia.org:

Eine Rezension (von lateinisch recensio: Musterung) oder auch Besprechung ist die schriftlich niedergelegte Form eines Diskussionsbeitrages über einen bestimmten Gegenstand eines abgegrenzten Themenfeldes.

Ein solcher Gegenstand der Betrachtung wird in der Regel stets von mehreren Rezensionen bedacht, die nicht selten einander widersprechende oder sogar völlig gegensätzliche Auffassungen vertreten können. Als knapp erörternde Inhaltsbeschreibung neben kritischer Bewertung von kulturellen oder wissenschaftlichen Schöpfungen wie Büchern, Filmen, Kunstwerken, Konzerten, Bild- und Tonträgern sowie mittlerweile auch von Computerspielen oder Software bildet sie im üblich gewordenen Sprachgebrauch eine gattungsmäßige Unterform der als Sekundärliteratur weit darüber hinausgehenden Kritik, die sich in ausführlichen Aufsätzen und Abhandlungen

Worauf ich hinaus will: Reviews sind immer subjektiv. Mir hat die Folge nicht gefallen. Die Argumente dafür habe ich aufgelistet. Punkt aus. Wer anderer Meinung ist, darf diese gerne äußern oder könnte ja endlich selbst einmal eine verfassen.

Klar wenn man sich 10 Previews, 50 Trailer und 100 Webblogs zur kommenden Episode reinpfeift, dann greifen einige Momente nicht mehr in dne Folgen
Ich habe mir eine Promo angeschaut. Die vom Sci Fi Channel.

Den eigentlich konnte man nur sehr selten den Autoren frühzeitig in die Karten schauen, aber wenn man natürlich vorher X Quellen angezapft hat, sind solche Reviews natürlich kein Wunder.

Wie gesagt, hab mir zum ersten Mal überhaupt einen Trailer vorher angeschaut. Dies war ein Fehler. Einer, den aber wohl viele amerikanische Zuschauer gemacht haben dürfen.

Warum soll also dieser kleine Frachter von innen aussehen wie die Colonial One?

Weil es sogar auf der Astral Queen, wohlgemerkt einem Transporter für Strafgefangene, angenehmere Bedingungen gegeben hat als auf der Demetrius

Der Großteil der Fans (gemessen anhand der Kommentaren zu den Folgen) fand die Folgen sehr gut (besonders bei Folge 4x02 sieht man die riesen Kluft zwischen der TrekNews Bewertung und dem allgemeinen Feedback)

Mal abgesehen davon, dass ich auf die meisten Kommentare unter den Meldungen nichts gebe, da sie selten sachlich sind, habe ich durchaus andere BSG-Fans befragt und Foren durchstöbert. Dort wird durchaus meine Ansicht geteilt, dass die vierte Staffel derzeit nicht so ganz aus den Puschen kommt.

Schauen wir in das Forum von Caprica-City.de:

Knapp 25% der Bewerter finden die Episode durchschnittlich bis schlecht. Das ist immerhin ein Vierterl der Wähler.

Hier einige Zitate:

"Also, ich kann mir bei dem Charakter Starbuck nicht mehr helfen. Mittlerweile wäre ich froh, wenn von irgenw ein Schuss fallen würde und sie endgültig wegschickt, wohin auch immer, nur weg. Das heulende, weinerliche und doch arrogante "Ich-weiss-alles-Besser-nur-versteht-mich-keiner"-Gehabe geht mir mittlerweile sowas von auf den Sack, dass es mir mittlerweile wirklich egal ist, ob sie Recht hat oder nicht. Die Entscheidungen, die sie fällt, sind einfach dumm und militärisch gesehen vollkommen schwachsinnig, aber sie war ja nie für ihren wirklichen Sachverstand bekannt.

Ein kaputter Base-Star geht nirgendwohin, da kann man doch eben zurückspringen, aufmunitionieren, ein paar Kampfmaschinen mitbringen, AUFTANKEN und hinspringen. Eine einfache dumme Entscheidung und deswegen bleibt bei mir der fade Beigeschmack des "konstruierten" Konflikts, denn so doof kann selbst Kara nicht sein. Und Helo handelt endlich, hoffe das bringt auch was. Denn so weitergehen darf es nicht, sonst schaue ich mir diesen Arc nicht mehr an"

"Ich fands nicht toll.

Sorry ^^

Irgendwie hat jede Staffel genau eine Folge, die mir nicht gefällt....Black Market, The Woman King...

Hier ists wohl einfach mal The Road Less Traveled "

"Ich hab bei jeder Folge immer das Gefühl es geht gleich mal bissel was ab und dann ists schon wieder rum.

Ergo weiss ich von den meißten Folgen nie so ganz was ich davon halten soll, da werden mal hier 5% eines Strangs erzählt, dort 10% eines Handlungsstrangs, der nächste liegt komplett auf Eis und ein neuer wird noch begonnen "

"Schon seit längerem wird der Roslin Char kompromittiert durch diesen Loveboat - Soap Opera - Kitsch, und natürlich durch die Adama-Sippe "

"Obwohl ich eigentlich ein Fan der vierten Staffel bin, ging es mir dann heute, als der Chief (ach ist er ja gar nicht mehr) Baltar seine Hand entgegenstreckte, das Ganze Geschehen um Baltar und seinen Kult vielleicht doch ein bisschen weit. "

"Mir fällt es im Moment verflucht schwer, für BSG angemessene Wertungen zu finden. Das liegt nicht unbedingt an der Unverständlichkeit der Dialoge (auch wenn das hier und da sicher dazukommt, in dieser Folge gab es tatsächlich diverse Nuschelmomente), sondern eher daran, daß die Episoden kaum noch für sich abgeschlossene Handlungsstränge aufbieten und man so keinen Schimmer haben kann, ob das alles schlußendlich denn auch Sinn machen wird.

Diesen Teil des Ganzen fand ich spontan jedenfalls eher schwächer, da nahezu alle meine Favoriten im Cast entweder gar nicht (Adama, Roslin, Cottle) oder nur sehr kurz (Tigh) auf der Bildfläche erschienen, Baltars Religionsgeschwafel langsam wieder meine persönliche Toleranzschwelle erreicht und ich Kara noch nie für einen sonderlich interessanten (dafür aber um so nerviger gespielten) Charakter hielt. Pluspunkte gibt's wie üblich für den Darsteller des (Ex-)Chiefs, wenngleich mir dessen ewiges Depressionstheater auch langsam auf den Keks zu gehen beginnt.

Staffel 4: nach wie vor kein Aussetzer, aber auch kein gigantisches Highlight."

"In meinen Augen die bisher schwächste Folge der vierten Staffel. Die Story kam irgendwie überhaupt nicht voran und Starbuck nervt wie Hölle. "

"Momentan siehts so aus als ob die 4. Staffel doch noch zu viele Folgen hätte.

So fühlte ich mich jedenfalls nach der Folge. Nichts wirklich Schlechtes, aber auch nichts richtig Tolles. Ich hatte eigentlich erwartet, das es in der letzten Staffel Schlag auf Schlag zugeht (ok, kann ja noch kommen) um die Serie noch zu einem vernünftigen Ende zu führen, aber momentan stellen sich weder Spannung noch Handlungsfortschritt so richtig ein. Die Folge plätscherte einfach so vor sich hin, obwohl es mal wieder schön war von Leoben was zu sehen.

Nachdem bekannt wurde das die 4. Staffel die Letzte ist, haben sich 20 Folgen nach verdammt wenig angehört. Jetzt klingt es für mich eher nach zu viel. Jedenfalls für das was ich bis jetzt gesehen habe. Die Hoffnung das noch alles gut wird (nein ich meine damit kein Happy End), schwindet mir langsam dahin."

Klar hat die Episode auch gute Bewertungen bekommen. Ich habe jedoch nur diese negativen Meinungen abgebildet, um zu zeigen, wie kontrovers alles derzeit ist.

den man hat sie laut der meisten Fans nie verlassen.

Wie gesagt, Reviews sind subjektiv. Und dass die Meinung der Mehrheit nicht zwingend die beste sein muss, sollten wir alle wissen.

Bearbeitet von Werewolf
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Ich muss Werewolf leider heute wieder zustimmen. Auch mich hat die Folge jetzt beim ersten Sehen leider nicht wirklich überzeugt. Der Schwachpunkt war mal wieder die Handlung auf der Demetrius. Das das ganze ein Kommandounternehmen von gut ausgebildeten Militärs sein soll, erschließt sich mich nicht wirklich. Eher fühlte ich mich an einen schlechten alten Piratenfilm erinnert.

Das Verhalten von Starbuck ist auch immer weniger nachvollziehbar. Helos Vorschlag die Vorräte aufzufrischen und dann das Basisschiff zu suchen, wäre die rationale Entscheidung gewesen. Wie ich schon mal angemerkt habe, driftet Kara Thrace leider zu sehr in Richtung einer heilsbringenden Lichtgestalt ab. Auf meinen Vergleich zu Sisko in den letzten Seasons von DS9 sei auch noch mal hingewiesen.

Rein subjektiv gesehen, bin ich mit der vierten Season auch nach der fünften Folge nicht zufrieden. Statt sich endlich auf das kommende Ende zu konzentrieren, tritt man zur Zeit einfach zu sehr auf der Stelle. Ich denke mal, dass die Auflösung der 4 "Final 5" daran Schuld ist. Mit der Kenntnis das mit Tigh, Anders und Tyrol drei Hauptfiguren der Serie nun Zylonen sind, werden diese noch menschlicher und es fehlt nun irgendwie das rechte Feindbild/bzw. die Identifikation beim Zuschauer. Als sehr abstrakten Vergleich fällt mir an dieser Stelle die schwierige Suche nach einer neuen Identifikation der NATO nach Zusammenbruch der Sowjetunion ein.

Aufgrund der wie gewohnt guten schauspielerischen Leistung verbgebe ich gerade noch eine 3 für 4x05

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Ehrlich gesagt bin ich sehr zwiegespalten bei dieser Episode.

Dass man sich dieses Mal auf lediglich zwei Handlungsstränge beschränkt hat, ist im Prinzip nicht verkehrt; immerhin kann man so die einzelnen Bögen etwas voranbringen. Nur sollte dies dann auch geschehen ...

Wird die Handlung um Starbuck und die Demetrius noch halbwegs gepusht durch das Auftauchen Leobens und damit verbunden auch die Information des Zylonen "Bürgerkrieges" für die Menschen, steht der Handlungsbogen auf der Galactica quasi still. Dass Tyrol und Baltar sich offenbar versöhnen oder Tyrol gar Baltars neuer Religion verfällt (selbst hier wird ja offen gelassen, was wirklich der Fall ist), hätte man ebenso gut in zwei, drei kleinen Szenen abhandeln können. Gegen die schauspielerischen Leistungen kann sicher nichts gesagt werden, und auch für die Charakterentwicklung des ehemaligen Chief mag das Ganze interessant sein. Doch die Storyrelevanz liegt bedauerlicherweise bei nahe 0.

In der Hinsicht kann ich mich meinen Vorrednern nur anschließen: seit dem großartigen Eröffnungszweiteiler (besonders der ersten Folgen der vierten Staffel) verliert sich BSG momentan zunehmend in teils guten, teils mäßigen Charakterstudien. Es mag zwar in der Serie einiges an Zeit vergangen zu sein, was die Handlung betrifft, ist man jedoch kaum einen Schritt vorwärts gekommen. Bedenklich, was hier an Sendezeit letztenendes vergeudet wird, wenn man bedenkt, dass nur noch 15 Folgen verbleiben.

Der einzige Hoffnungsschimmer ist der Part um die Demetrius. Doch auch hier gibt es mehr als genug dunkle Wolken am Horizont.

Dabei möchte ich mich nicht am Setting aufhalten (Hitze, knarrendes Schiff): das mag man für gelungen halten oder nicht; meiner Ansicht nach hätte es sicher nicht unbedingt so extrem sein müssen, aber es stört auch nicht massiv und passt durchaus ins Bild. Man denke z.B. mal an das Innere des Raffinerieschiffes in der dritten Staffel. Auch der Vergleich zum Gefangenenschiff aus Staffel 1 hinkt meines Erachtens: dieses ist schließlich unter einem hohen Sicherheitsaspekt gebaut worden (keiner soll ausbrechen können usw.) und daher technisch vermutlich moderner und besser in Schuss.

Die Demetrius ist auf gut deutsch ne alte Rostlaube, die sich ihren letzten Lichtjahren entgegenschleppt. Damit im Prinzip perfekt für so eine Mission, allerdings ist es sicherlich fraglich, warum dann soviele wichtige Personen riskiert. Eine Rumpfcrew von maximal 4,5 Leuten neben Starbuck wäre da sicher logischer gewesen ...

Positiv ist allerdings, dass hier endlich ein Fortschritt erkennbar ist. Leoben ist offenbar die Schnittstelle zwischen dem Bürgerkrieg der Zylonen und einem möglichen Eingreifen/Ausnutzen der Menschen. DIes wird hoffentlich die nächste Folge näher beleuchten.

Paradoxerweise liegt die riesige Schwachstelle bei diesem Handlungsstrang jedoch neben dem nur bedingt logischen Aufbau gerade in dem Punkt, worauf sich die letzten Folgen so sehr (zu sehr in meinen Augen) konzentrieren: Charakterdarstellung und -entwicklung.

Starbuck handelt einfach nur noch abstrus und vollkommen unlogisch. Zuweilen kommt sie dem geneigten Zuschauer eher wie ein trotziges Kleinkind vor, dem keiner ein Stück Schokolade abgeben will, als eine knallharte Militärpilotin, deren Motto es stets war, bis zum Ende zu kämpfen. Die Art und Weise der Zusammenarbeit mit Leoben ist ausgesprochen fragwürdig, selbst wenn er in ihren Träumen/Visionen aufgetaucht sein mag. Ebenso die vollkommen unsinnige Entcheidung, welche am Ende zu ihrer Absetzung als CO (längst überfällig ...) führte.

Sicher, Starbuck hat immer wieder eigensinnige und mitunter auch mutige bis übermütige Entscheidungen getroffen, aber für gewöhnlich erfolgten diese dennoch in ihrer Durchführung auch militärischen Gesichtspunkten.

Es mag ja sein, dass sich im Laufe der 4. Staffel ihr Handeln noch irgendwie erklärt, doch derzeit tut es das in keinster Weise. Ein wenig macht es auch fast den Eindruck, als wollte man hier einfach nur den großen Konflikt provozieren. BSG lebt ja sicher auch viel von Konflikten, doch waren diese in der Regel logisch und nachvollziehbar aufgebaut und erklärt (aktuelles Bsp. Lee - Roslin). Bei Starbuck scheint es jedoch allmählich nur noch auf eine gefährliche (und dumme) grobe Fahrlässigkeit hinauszulaufen ...

Doch auch abseits von Starbuck ist das Ganze teils abstrus. Irgendwelche Pilotenensigns, die offen gegen Helo aufbegehren ... an guten Tagen wären die bei Tigh in der Brig gelandet. An schlechten hätten sie vermutlich die Außenhülle neu streichen dürfen. Mitunter auch ohne Raumanzug.

Auch Athena, die sich offen vor anderen der Crew gegen Starbuck bzw. für eine "Meuterung" ausspricht ... als Offizierin sollte ihr klar sein, dass sie derartige Bedenken Helo vielleicht unter vier Augen mitteilen kann, aber nicht in einem solchen Rahmen. Zumal man eben nach wie vor nicht vergessen kann (auch wenn es zunehmend in den Hintergrund rückt), dass sie Zylonin ist. Dass also gerade sie, welche doch in gewisser Weise stets einer besonderen Beobachtung unterliegt,. einen derartigen Vorschlag macht, ist auch nicht gerade vernünftig zu erklären.

Insofern fällt es relativ schwer, neben Helo jemanden an Bord der Demtrius zu finden, der sich noch vernünftig verhält. Ein bezeichnendes Bild für ein Elite-Kommandounternehmen ...

Fazit: Angesichts guter schauspielerischer Leistungen und der Hoffnung, dass zumindest bzgl. der Gesamtstoryentwicklung, diese Folge nach zwei (nahezu) Nullnummern endlich mal wieder ein Ausrufezeichen setzt, würde ich die Folge mit einer 2- bis 3 bewerten.

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  • 1 Monat später...

Da kann ich mich Werewolfs Review anschließen.

In Anbetracht der Tatsache, dass sich die Serie im Endspurt befindet und noch viel zu erzählen hat, ist es ein Unding, so eine schwache Folge abzuliefern. Die Folge verbummelt mit wenig bis gar nicht relevanten Handlungsbögen wertvolle zeit. Ich habe auch nicht verstanden, wieso man auf der Demetrius die Stimmung kippen musste - mal abgesehen von der überzogenen Darstellung bleiben auch für solche Big Brother Experimente keine Zeit.

Fazit: Was soll der Sch... Ungenügend

Bearbeitet von DocSommer
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Nee - die Folgen hatte ich schon vor Wochen gesehen. Ich war allerdings zu faul, etwas dazu zu schreiben. Erst heute habe ich nach der Auszeit wieder BSG in Angriff genommen, die Ausstehenden Posts geschrieben und mir vorhin Folge 6 und 7 angesehen. Die Meinungen dazu werden dieses Mal aber nicht so lange auf sich warten lassen^^

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  • 3 Monate später...

Schwierig eine Note zu vergeben !

Ganz so grottenschlecht fand ich sie nicht, aber es gab durchaus bessere. Was mir ebenfalls nicht gefällt ist wie der Charakter von Starbuck dargestellt wird.

Ich denke, so kann wirklich nicht rübergebracht werden was sie ausdrücken soll, nämlich, dass sie absolut überzeugt ist, den Weg zur Erde per Intuition zu finden. So wie sie sich aufführt hat sie gar nicht die Ruhe um irgendetwas wie Intuition überhaupt aufkommen zu lassen.

Es ist so wie es stellenweise schon hier beschrieben wurde, dass sie sich ziemlich hysterisch und daneben aufführt und dies nicht so unbedingt zur bisherigen Darstellung der Person um Starbuck passt, oder vielleicht doch ?

Sicher wurde immer wieder deutlich gemacht, dass sich hinter der vermeintlich harten Schale ein zartes empfindsames Wesen verstekct, was jetzt sozusagen herausbricht und überhaupt nicht mehr kontrolliert werden kann.

Daher klammert sie sich vielleicht auch so an Leoben. Wie man es dreht und wendet, die Situation auf der Demetrius gleicht tatsächlich eher der in einem Kindergarten, Selbsthilfe-Diskussionsrunde etc., denn einer militärisch organisierten Kommandostruktur.

Aber dies ist ja schon an anderer Stelle erwähnt worden.

Eine etwas verwirrend anmutende Ansammlung von Charakterporträts !

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  • 1 Jahr später...

Ich finde auch in dieser Folge, dass die Haupthandlung einfach nicht voran geht. Weitgehend Stillstand im Weltraum seit allen fünf Folgen der Staffel. Ich weiß nicht, ob diese Aussöhnung zwischen Tyrol und Baltar später große Relevanz haben wird. Einerseits hoffe ich, dass ich mich nicht umsonst gelangweilt habe, aber andererseits habe ich keine Lust auf die Messias-Geschichte. Wenigstens wurden die Zylonen mit ihrem Konflikt und die Menschen wieder zusammengeführt, statt unabhängig voneinander zu laufen, sodass ich die Hoffnung wahre, dass es nächste Woche mal voran geht.

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