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...die höchste Erleuchtung der Sünde

BSG03 4x01 "He That believed in Me"


Obsidian Order

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Endlich beginnt die neue und leider auch letzte Staffel von „Battlestar Galactica“. Das Warten auf die Auflösung des letztjährigen Cliffhangers war auch schlimm genug. Für alle, die sich auf mehr Informationen über die vier neuen Cylonen gefreut haben, habe ich eine schlechte Nachricht: es gibt so gut wie keine! Das ist auch schon einer der größten Kritikpunkte dieser Episode. Am Ende der letzten Staffel hat man uns noch das Wasser im Munde zusammenlaufen lassen. Fans weltweit wollten wissen, ob Tigh, Anders und Co. wirklich Cylonen sind. Im Staffelauftakt wird leider nur sehr wenig auf diese Thematik eingegangen. Man sieht des Öfteren Selbstzweifel der Herrschaften, aber keine großen Handlungsentwicklungen. Tighs Geste, seine Waffe zu entladen, kann dabei wohl nur als symbolische Geste verstanden werden, denn wie zu recht angesprochen wurde, hatte auch Sharon ihr damaliges Attentat gegen Adama nicht verhindern können.

Wo wir gerade bei Attentaten sind: die Eröffnungsszene, in welcher Colonel Tigh scheinbar seinen alten Freund erschießt, war großartig. Stilistisch auf ganz großem Kinoniveau inszeniert, habe ich sogar für einen winzigen Augenblick geglaubt, dass Adama nun wirklich tot ist. Wenn wir eins im Verlaufe dieser Serie gelernt haben, dann dass bei BSG alles möglich ist. Die Szene wird dabei von der Mimik von Michael Hogan getragen, welche mal wieder atemberaubend ist.

Die anderen Cylonen fallen etwas unter den Tisch. Die Flugszene rund um Ensign Sam Anders ist jedoch erwähnenswert. Was ist nun geschehen? Wurde er möglicherweise programmiert oder einfach nur von dem Raider als Cylone erkannt? Beide Möglichkeiten würden implizieren, dass gewisse Personen im cylonischen Führungskreis von der Existenz dieser vier Modelle in der Flotte wissen. War dies die Wahrheit, welche D´Anna Biers erfahren hatte und wegen der sie abgeschaltet wurde? Werden die vier Cylonen dann gesteuert? Selten war das Warten auf weitere Informationen schwerer als nach dieser Episode.

Starbuck ist also tatsächlich nicht tot und die Erkenntnisse dieser Episode werden den Spekulationen neuen Auftrieb geben, dass sie möglicherweise die fünfte und damit letzte Cylonin ist. Dennoch hatten die Produzenten schon während der letzten Staffel klar gestellt, dass sie kein Maschinenwesen sei. Wie sind dann ihr irrationales Verhalten sowie der brandneue Viper zu erklären? Auch hier gibt es derzeit keine Antworten, nur neue Fragen. In gewisser Weise nähert sich „Battlestar Galactica“ hier „Lost“ an.

Lee Adama kehrt wirklich nicht zum Militär zurück. Eine überraschende Entwicklung, denn von den angeblichen Zweifeln, die ihn schon länger beschäftigen, war vorher leider nichts zu sehen. Insofern kommt diese Entwicklung für mich überraschend. Dennoch bieten sich hier überraschende Storymöglichkeiten, denn es könnte neben der Präsidentin einen weiteren Zivilisten geben, den man bei seinem alltäglichen Geschäft zuschauen kann. Doch von welcher Position bei der Regierung spricht Lee? Wir werden abwarten müssen. Dabei nimmt sein Vater die Entscheidung erstaunlich gelassen hin. Ich habe nicht erwartet, dass er ihm so schnell eine Rückkehr in den kolonialen Dienst anbietet. Auch zeigt er sich erstaunlich verständnisvoll dafür, dass Lee nun andere Wege einschlagen will, obwohl vorher noch gesagt wurde, man brauche jeden Mann. Zudem ist es schade, dass die Eheprobleme von Lee Adama und Anastasia Dualla nicht weiter thematisiert wurden. Immerhin müsste der Sohnemann als Zivilist nun die Galactica verlassen und woanders sein Glück versuchen. Hoffentlich erfahren wir mehr beim nächsten Mal. Interessant ist jedoch Lees Bemerkung über seinen Bruder. Was für einen Unterschied würde es machen, wenn er, oder jede andere geliebte Person, cylonisch wäre? Wäre es nicht immer noch der gleiche Mensch? Ein cleverer Bezug zu zahlreichen Themen, welche unsere heutige Welt bewegen. Zumindest bei Kara Thrace kann man sich nach dieser Episode sicher sein: für sie würde es eine Rolle spielen!

Kritisch sehe ich jedoch den Handlungsstrang rund um Gaius Baltar. Dieser wird von einer noch immer grandiosen schauspielerischen Leistung durch James Callis getragen, doch so ganz kann ich die gegenwärtige Entwicklung nicht nachvollziehen. Da versteckt sich ein Kult auf einem Kriegsschiff (!), welches ohnehin nach der Zerstörung der Pegasus völlig überfüllt ist, und führt eine völlig unbemerkte Parallelexistenz. Sehr, sehr unglaubwürdig für mich. Dann existieren also tatsächlich Menschen, die den Verräter und gescheiterten Präsidenten Gaius Baltar wie einen Propheten verehren. Sie wollen durch ihn den einen Gott der Cylonen preisen. Für mich kommt nur die Möglichkeit in Frage, dass diese Bewegung (wie auch damals die der Pazifisten) von den Maschinenwesen gesteuert ist. Aber wieso hat man nur wenig bis gar nichts davon gehört, dass die Religion der Cylonen den Menschen bekannt ist? Wo sind die möglichen Flugblätter oder Bücher, die die Dogmen der Cylonen preisen? Vielleicht gibt es so etwas ja gar nicht, aber wieso sollte dann der cylonische Gott der einzig wahre sein? Eine scheinbar so große und mächtige Bewegung kann doch nicht aus dem Nichts entstehen. Ein User merkte in den Kommentaren an, dass sich diese Anhänger auf die von Baltar während seiner Haft verfassten Schriften beziehen könnten. Möglich, aber ich sah sie vorher immer nur als politische und soziale, nicht aber als religiöse Kampfschriften. Daher kommt mir auch diese Entwicklung etwas zu plötzlich.

Einen dicken Kontinuitätspluspunkt gibt es für den Auftritt von Kevin. Ursprünglich in der Episode 3x05 als Teil des Tribunals zu sehen, will er hier nun seine Chance nutzen und seinen Sohn rächen. Dass die Autoren diese Figur nicht vergessen haben, finde ich wiederum großartig und sehr gelungen. Aber abermals: dass Teile des Schiffs scheinbar nicht von der Crew genutzt und dadurch zu rechtsfreien Räumen werden, finde ich seltsam.

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So jetzt hatte ich auch Zeit die neuen Folgen zu schauen und möchte auch mal was dazu schreiben.

Als Tigh Adama erschießt dachte ich erst "What the fuck?" den als BSG Fan weiß man, in dieser Serie ist einfach alles möglich. Glücklicherweise war es nur eine Art Traum von Tigh. Der verglich mit Boomer hinkt hier leider etwas. Die vier der "Final Five" sind sich deutlich bewusst dass sie Zylonen sind und nicht wie damals Boomer, die eigentlich nur wenn sie am Schlafwandeln (ich glaube der Begriff trifft es am besten) war, als Zylone gehandelt hat ( Bombe neben ihrem Raptor Sitz, Bombe im Wassertank). Natürlich kann wie bei der Musik irgendwan eine Art Schläferprogramm gestartet werden, doch gleich setzen würde ich die beiden Modelle nicht (werden sich ja auch nicht in der Glaubensstruktur der Zylonen).

Auch konnte ich meinen Augen nicht trauen als Sam auf einmal im Cockpit einer Viper am sitzen war, immerhin hatte er vorher so wenig mit dem Fliegen zu tun wie der Weihnachtsmann mit Ostern. Aber nun gut er soll ja in den 2 Monaten das Pilotentraining durchlaufen haben (frage mich nur wer das gemacht hat wo Lee ja schon abgedankt hat und Starbuck weg war, blieb ja nur noch die zweite Wahl wie Hotdog und Co).

Bei den Kampfszenen muss man nicht viel sagen, einfach nur genießen. Wenn man so darüber nachdenkt gibt es auch kaum was vergleichbares. In den Star Trek Filmen gab es eigentlich immer nur 1vs1 Dogfights auch mal ein 3vs1 oder 2vs1 aber nie was großes. Klar kämpfen bei BSG auch nicht 7 Battlestars gegen 8 Basestars aber durch die ganzen Jäger die ja bei ST fehlen bekommen die Schlachten immer ganz andere Demensionen.

Ansonsten Starship Troopers da hatten die Bugs keine Raumschiffe, Wing Commander auch wieder 1vs1 zwar mit Jägern aber deutlich wenigern und von den Effekten deutlich schlechter, so dass unterm Strich nur noch DS9 übrig bleibt (die in meinen Augen was die Größe angeht immer noch die Nummer1 sind).

Die Paranoia gegenüber Starbuck halte ich doch für etwas übertrieben. Erst man man den Zylonen Test und als sie besteht, wird gesagt dass dieser sowiso nicht aussage kräftig ist. Die Werksneue Viper ist natürlich ein Argument genau so wie die Zeitdiffernz. Aber es ist ja eine Viper Mark II daher könnte sie von der Erde kommen (würde aber bedeuten dass sich diese seit dem Aufbrechen von Kobol nicht weiter entwickelt hätte) oder sie stammt von eine der 12 Kolonien (die Zylonen konnten ja alles plündern was sie wollten, wobei Mark II eigentlich auch nicht mehr vom Fließband kommen wie wir wissen sondern Mark VII).

Das Lee die Flotte verlässt finde ich sehr schade. Jetzt hat man keinen richtigen Viperpiloten mehr den man seit Anfang der Serie kennt (Athena [die ja eigentlich nicht Boomer ist und wir somit eigentlich erst ab der zweiten Staffel kennen] und Helo sind ja beides Raptor Piloten). Crazy Starbuck ist sowiso weg vom Radar bleiben nur noch Sam und Hotdog (Kat ist ja auch schon Tod).

Aus der Geschichte um Baltar bin ich ja noch nicht so wirklich schlau drauß geworden. Warum sollte sich ein Kult um seine Person gebildet haben, den immerhin produziert er nur Mist am laufenden Bande. Auf New Caprica ging es den Menschen nicht gerade sehr gut und jetzt soll er angehimmelt werden. Das er Kevin heilt kann ich mir nur als Trick der Zylonen vorstellen. Sie infizieren Kevin erst mit einer Krankheit und dann als alle schlafen bekommt er das Gegenmittel, damit Baltar in seinem Glauben gestärkt wird und somit vieleicht der Weg zu Religiösem Fanatismus gelegt wird ( wer den Film "The Myst" gesehen hat der weiß was eine religiöse Person bei ängstlichen Menschen verursachen kann).

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  • 1 Monat später...

4x01 machte in meinen Augen einen fast durchwachsenden Eindruck. Das WTF Erlebnis überkam mich natürlich auch, als Tigh plötzlich die Waffe zog und den alten Herren abknallte - was in der Tat auch kraftvoll inszeniert wurde. Zum Glück zog sich dieser Traum nicht weiter in die Länge.

Tja und dann haben wir auch Starbuck wieder zurück und mein Gefühl diesbezüglich könnte man als "mulmig" beschreiben, weswegen ich die ganzen Vorsichtsmaßnahmen und auch das teilweise durchwachsene Misstrauen der Führungspersönlichkeiten nachvollziehen kann. Nichtsdestotrotz fühlt man auch ein wenig mit ihr mit, denn sie scheint glaubhaft von ihrer Erkenntnis überzeugt zu sein. Doch was wäre, wenn man ihr diese Überzeugung künstlich in den Kopf gesetzt hat - die letzte Szene scheint zumindest darauf hinzuweisen.

Als einen dicken Dämpfer empfand ich den Plot um Baltar, was ganz offensichtlich nicht nur mir negativ aufgefallen ist. Ohne zuvor einen glaubwürdigen Hintergrund zu schaffen, hausiert plötzlich eine Gruppe religiöser "Baltar Fanatiker" in den Analen des Schiffes. Offen gesagt hätte ich mir gewünscht, dass gerade seine Figur in den Hintergrund tritt, um Freiraum für wichtigere (und interessantere) Storyelemente zu schaffen.

Ich bin auch gespannt, wie Lees neue Position die Handlung vorantreiben wird.

Der eigentlich gute Staffelauftakt erhält von mir wegen den unwillkommenen Plot um Baltar eine "befriedigende" Bewertung.

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  • 3 Monate später...

Generell fand ich die Episode hervorragend. Vor allem die ersten zehn Minuten waren wohl mit das Beste, was BSG bisher gezeigt hat.

Besonders interessant fande ich die Enttarnung von Sam durch den zylonischen Jäger. Nicht nur, dass es gut gemacht war, wirft es zugleich jedoch auch Fragen auf:

Warum war dies für den Jäger möglich, aber nicht für die menschlichen Modelle oder anderen "Toaster" auf New Caprica, vor allem als zB Tigh sich in Gefangenschaft befand? Wurde da einfach nicht gesucht?

Oder haben z.B. zumindest die menschlichen Zylonenmodelle überhaupt nicht die FÄHIGKEIT dazu?

Das wäre sicherlich ein interessanter Punkt in Bezug auf die Gesellschaftsordnung der Zylonen. Dort sind ja die menschlichen Modelle bisher stets als die Anführer präsentiert wurden (auch wenn da ja in dieser Folge generell Risse entstehen), doch in gewissen Bereichen scheint die wahre Macht (das Wissen) dann vielleicht doch eher bei den anderen Modellen wie eben z.B. den Jägern zu liegen?

Ich hoffe mal, dass dieser Punkt im Laufe der finalen Staffel noch geklärt wird (in Zusammenhang evtl auch mit den generellen Fragen um die Final Five, die hier ja bereits angesprochen wurden) ... ansonsten wäre es natürlich kein interessantes Detail mehr, sondern vielmehr ein Logikpatzer. Wäre natürlich weniger schön ...

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  • 1 Jahr später...

Bei dem Baltar-Kult dachte ich zunächst, der wäre auf einem anderen Schiff angesiedelt als der Galactica, wollte das aber vielleicht nur nicht wahr haben, weil ich annahm, sowas würde auf einem Kriegsschiff auffallen. Generell bin auch ich von der neuen Baltar-Handlung nicht angetan. Es kann sein, dass Baltars Gefasel vom einen Gott am Ende mit den Ansichten der Cylonen irgendwie zusammenkommt und eine notwendige Lösung für ein gemeinsames Problem offenbart (oder alles noch schlimmer macht), aber der Auftakt war eher zum abschalten.

Insgesamt wurde beim Staffelauftakt (einschließlich der 4x02) viel geredet, neue Handlungen eröffnet, Fragen aufgeworfen, Entscheidungen getroffen, aber ich hatte stets das Gefühl, dass man trotzdem auf der Stelle tritt.

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