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Reinhold Heeg

Der ultimative Polit Thread

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Bei der FDP würde mir da in erster Linie Philipp Rösler einfallen, aber der will wohl nicht von seinem Posten als Wirtschaftsminister in Niedersachsen weg. Generell hast du da aber durchaus recht, dass da nicht viele "neue" Gesichter kommen werden. Ob das nun gut oder schlecht ist? Keine Ahnung.

Ja, Steinbrück hat 2005 in NRW verloren. Unter Gabriel hat man damals aber fast 10% der Stimmen verloren, Steinbrück "nur" 6%. Wahrscheinlich ist mit Gabriel als Niedersachse aber auch einfach präsenter. Steinbrück ist im Vergleich auch jemand, der mal schnell die Wähler mit einer unbequemen Wahrheit vergrault, während Gabriel da eher der Typ eines "Schönredners" ist. Das ist für mich der zweite Unterschied zwischen den beiden. Kann mir auch schwer vorstellen, dass sich ein Gabriel gegen die Parteilinke durchzusetzen vermag, aber das ist ja letztlich auch Sache der SPD und nicht mein Bier.

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@Captain Fleming

Ach nur weil sich die Zeiten ändern und Jungwähler ihre Prosteststimmen einer anderen Partei geben ändert das jetzt am Grundprinzip des Protestes? Aber nur weiter so, auf diese Weise werden wir die sinkenden Wahlbeteiligung insb. unter Jugendlichen in den Griff kriegen
Also wer mein, nur die „Jugend“ (ich weiß immer noch nicht wen du damit meinst) würden „Prosteststimmen“ abgeben halte ich für ignorant. Und du meinst ernsthaft, es müsste mehr „Protest-Parteien“ geben damit mehr Leute wählen gehen?

Also entweder wollen manche die Wahrheit nicht sehen, oder können sie nicht sehen.
Du sprichst mir aus der Seele! Sehe ich auch so.

Aber statt hochschweifend von „der Wahrheit“ zu reden würde ich lieber bei Fakten bleiben. Übrigens „Es ist nun mal so“ ist keine Quellenangabe.

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@Captain Fleming

Also wer mein, nur die „Jugend“ (ich weiß immer noch nicht wen du damit meinst) würden „Prosteststimmen“ abgeben halte ich für ignorant. Und du meinst ernsthaft, es müsste mehr „Protest-Parteien“ geben damit mehr Leute wählen gehen?

Du legst mir Worte in den Mund die ich so nie gesagt habe. Ich habe nicht gesagt, dass die gesamte Jugend nur die Piratenpartei wählt. Aber ich sage, dass viele Jungwähler (ab 18 Jahren) diese Partei wählen, das kann ich auch in meinem Umfeld bestätigen und nicht nur dort.

Zu deinem zweiten Satz: Also entweder willst du mich nicht verstehen oder du kannst es nicht. Wo habe ich das gesagt?? Ich sage, dass wir die 2% der Piratenpartei, die in erster Linie eine Prostespartei ist, bei der Wahl als ein Warnzeichen verstehen sollten. Aber du scheinst es ja gerne ignorieren zu wollen.

Du sprichst mir aus der Seele! Sehe ich auch so.

Aber statt hochschweifend von „der Wahrheit“ zu reden würde ich lieber bei Fakten bleiben. Übrigens „Es ist nun mal so“ ist keine Quellenangabe.

Sagt derjenige der am wenigstens vorzuweisen hat? Habe bereits mehrfach gesagt, dass ich es in erster Linie durch Ältere erfahren habe, dass das "C" nach wie vor von großer Bedeutung ist.

Aber hier was zum Lesen http://www.sueddeutsche.de/politik/60/400842/text/

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Ich sage, dass wir die 2% der Piratenpartei, die in erster Linie eine Prostespartei ist, bei der Wahl als ein Warnzeichen verstehen sollten. Aber du scheinst es ja gerne ignorieren zu wollen.

Nö, aber du machst als sei das ganze was Neues. Als hätte es so was noch nie gegeben. Aber bei der ersten Bundestagswahl ist man vielleicht etwas übereifrig ;-)

Sagt derjenige der am wenigstens vorzuweisen hat?
*grins* Du meinst den ersten Link posten den man bei Google findet. Da hat man schon was vorzuweisen...

Ich würde sagen wir breche das hier ab.

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Ich sage, dass wir die 2% der Piratenpartei, die in erster Linie eine Prostespartei ist, bei der Wahl als ein Warnzeichen verstehen sollten. Aber du scheinst es ja gerne ignorieren zu wollen.

Nö, aber du machst als sei das ganze was Neues. Als hätte es so was noch nie gegeben.

Habe ich das behauptet? Es täte dir mal wirklich gut, zu Lesen anstatt mir andauernd was zu unterstellen, was ich niemals gesagt/geschrieben habe.

Ich sage, dass die Piratenpartei ein Warnzeichen der heutigen Jungwähler an die Politik ist. Nicht mehr und nicht weniger. Btw. ich habe nicht einmal die Piratenpartei gewählt.

Aber bei der ersten Bundestagswahl ist man vielleicht etwas übereifrig ;-)

Ganz ehrlich, aber bei dieser Arroganz fällt mir nichts mehr ein.

*grins* Du meinst den ersten Link posten den man bei Google findet. Da hat man schon was vorzuweisen...

Ich würde sagen wir breche das hier ab.

Was dagegen? Ich lese seit langem die Süddeutsche, egal ob Zeitung oder im Internet. Was nicht was an diesem Link für ein Problem sein soll? Was hälst du denn davon dich mal ein bißchen damit zu beschäftigen bzw. mal deine Argumentstützen hier reinszustellen anstatt Luftblasen zu verbreiten?

Wenn nicht, dann gebe ich dir recht, es hat keinen Sinn, mit einem wie dir, der eine, wie dein letzter Post es mal wieder gezeigt hat, solche ignorante und arrogante Sichtweise hat, zu diesem Thema zu diskutieren.

bearbeitet von Captain Fleming

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Wenn nicht, dann gebe ich dir recht, es hat keinen Sinn, mit einem wie dir, der eine, wie dein letzter Post es mal wieder gezeigt hat, solche ignorante und arrogante Sichtweise hat, zu diesem Thema zu diskutieren.

seien wir doch ehrlich - keiner hält das für Arroganz ...

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seien wir doch ehrlich - keiner hält das für Arroganz ...

Nun wenn jemand mir des öfteren Sachen unterstellt, die ich so nicht gesagt habe und mich dann noch indirekt beleidigt, darf ich auch mal etwas aufallender werden.

Aber bitte, reitet auf Belanglosen herum.

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Irgendwie überrascht mich nicht mehr viel, was von diesem Mann kommt. Er scheint sich einfach auch in seiner Rolle als Enfant Terrible der deutschen Politik bzw. SPD zu gefallen. In meinen Augen sind solche Aussagen einfach nur peinlich ...

Und das hat nichts damit zu tun, dass er ein heikles Thema anspricht, und er vielleicht sogar mit ein, zwei Punkten INHALTLICH durchaus Recht hat. Solche Dinge kann man auch vernünftig ansprechen, man muss es nicht in irgendwelche Formulierungen pressen, welche schon fast einen Hetzcharakter haben. Find ich ebenso daneben wie gewisse Reden von Rüttgers in letzter Zeit ...

Hier wurde oftmals z.B. Gabriel vorgeworfen, dass er in Bezug auf die Atompolitik populistisch argumentieren würde.

Wenn man das aber so sieht, wie nennt man dann bitteschön das, was Rüttgers und Sarrazin gemacht haben? Ebenso populistisch, nur dass es dort eben immer noch schön gegen Ausländer und/oder andere Minderheiten geht (Sarrazin hatte ja schonmal so n Ding in Berlin damals mit den 3 oder 4 Euro für Hartz IV Empfänger pro Tag).

Das ist einfach unterstes Stammtischniveau.

Würde mich nicht erstaunen, wenn die Bundesbank den nun schnellstmöglich rauskickt ... auch verständlich. Wenn man als normale Privatperson so eine Meinung herausposaunt mag das schon fragwürdig sein ... in einer entsprechend hohen öffentlichen Position (oder auch Position eines Unternehmens) fällt es aber nun mal automatisch auch negativ auf die zurück, und den Schuh will sich bestimmt nicht ein jeder anziehen.

Nehmen wir doch nur mal für einen Moment an, ein Azubi hätte in der Schalterhalle seiner Bank solch eine Meinung lautstark und vor reichlich Publikum geäußert. Das hätte mit Sicherheit seine Folgen, warum soll das also bei Sarrazin anders sein, zumal er ja noch eine viel größere Öffentlichkeit angesprochen hat?

Der Ton macht nun einmal die Musik.

Sagt niemand, dass man gewisse Themen nicht ansprechen soll/darf, aber es gibt nun mal gewisse Regeln in der Gesellschaft. Das mögen einige als übertriebene Political Correctness abtun wollen, nur dann frage ich mich, warum man aus dem Gesetz nicht so etwas wie Beleidigungen etc. vollkommen herauslässt?

Könnte man doch genauso argumentieren, dass es ja mein Recht auf freie Meinungsäußerung ist, wenn ich beispielsweise einer Politesse haufenweise Nettigkeiten an den Kopf werfe, weil die mich grad im Halteverbot erwischt hat? Dürfte die doch kein Recht haben, mich deswegen anzuzeigen, nur weil ich nicht ganz "politisch korrekt" in der Anrede war?

Irgendwo gibts halt nun mal Grenzen.

Ich mache da übrigens auch durchaus einen Unterschied, von welcher Seite bzw. in welchem Zusammenhang sowas kommt. Macht beispielsweise ein Kabarettist eine derart überspitzte Aussage (für gewöhnlich dann ja immer auch mit einem Augenzwinkern) oder auch ein Journalist das ganze vielleicht mehr als Frage formuliert ist das in meinen Augen eben nochmal was anderes, als wenn dies ein Politiker macht, der im Vorstand der Bundesbank sitzt - denn dort erwarte ich Seriösität. Viel weiter davon entfernt als ein Sarrazin mit solchen Aussagen kann man da wohl kaum sein.

Für die Bundesbank hat er sich damit untragbar gemacht denke ich ... aber vielleicht hats ihm dort ja auch einfach nicht mehr so richtig gefallen, und n bissl Abfindung wird er im Zweifel sicher bekommen.

Finde allerdings auch, dass selbst die SPD sich da nicht einmal langsam Konsequenzen überlegen sollte. Die Hart IV Aussage hat damals der Partei schon geschadet, und dieses Mal wirds kaum anders sein ... selbst wenns auf dem niedrigen Niveau, wo die SPD derzeit ist, vielleicht weniger auffällt. Als SPD Sympathisant finde ich allerdings, dass die Partei auf solche Demagogen, die ihrem Ruf und Ansehen immer wieder schaden, gut verzichten kann.

bearbeitet von Sloan

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Finde allerdings auch, dass selbst die SPD sich da nicht einmal langsam Konsequenzen überlegen sollte.
Hat sie schon. Sein Ortsverband hat ein Parteiordnungsverfahren mit dem Ziel des Parteiausschlusses beantragt. Der Typ ist meiner Meinung nach einfach nur peinlich.

faz

bearbeitet von Spezies 8473

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Ich halte Sarrazin Aussage zwar etwas satirisch, aber er hat nunmal vollkommen recht! Hat gestern mal jemand Hart aber Fair gesehen? Da haben alle, insbesondere die Jounralisten die Wahrheit ausgesprochen.

Kennt jemand die Geschichte des Kosovos? So wird es hier in 50-60 Jahren genau so aussehen...

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Ja, hab Hart aber Fair gestern auch gesehen.

Trotzdem bleibe ich dabei, dass die Art und Weise, wie Sarrazin seine Meinung geäußert hat, schlichtweg peinlich war. Dabei ist es vollkommen unerheblich, ob er in den Augen der meisten teilweise oder gar komplett recht gehabt hat.

Gibt so ein schönes Sprichwort .... "Kinder und Betrunkene sagen stets die Wahrheit"

Deswegen kann bei Betrunkenen trotzdem die Art und Weise, wie sie diese ausdrücken, daneben und für Außenstehende peinlich sein.

Das Ganze hat wie gesagt nichts damit zu tun, dass man gewisse Themen nicht ansprechen soll oder darf. Sondern einfach, auf welche Art man sie anspricht. Was dann auch wieder damit zusammenhängt, aus welcher Position heraus bzw. in welcher Öffentlichkeit man dies tut. Aber das habe ich ja bereits ausgeführt ...

Das Thema ist sicherlich diskussionswürdig. Nur wird Sarrazin damit einen Bärendienst geleistet haben, denn jetzt regen sich erst einmal zu Recht alle über diese in die braune Richtung gehende Art und Weise seiner Argumentation auf. Damit wird das eigentliche Thema jedoch verdrängt. In ein paar Tagen kräht kein Hahn mehr danach, und jeder der es dann evtl. sogar ernsthaft und vernünftig aufbringen will, setzt sich der Gefahr aus, in die Sarazzin'sche Ecke gestellt zu werden.

Es war also nicht nur niveaulos und peinlich, es war auch noch ausgesprochen dämlich und letztenendes wohl kontraproduktiv, da genau die Diskussion, die er evtl. anstoßen wollte, durch seine Art des Vorgehens eher verhindert wird.

Wobei das Thema eben wie gesagt interessant und vielschichtig ist. Irgendwo muss man ja zum Beispiel auch sehen, dass bei unserer Bevölkerungsentwicklung Deutschland im Prinzip Einwanderer braucht, wenn dem jetzt schon vorhandenen Pilz der Stiel nicht irgendwann komplett brüchig werden soll. Über all das, gerade auch in Verbindung ggf. unzureichender Integration, kann man sicher diskutieren.

Aber bitte nicht auf Stammtischniveau und mithilfe braun angehauchter Parolen.

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Sarrazins Äußerungen haben durchaus etwas Populistisches an sich und sind gerade für ein Mitglied der SPD recht starker Tobak.

Andererseits muss man auch sagen, dass Populismus etwa soviel bedeutet wie: Das auszusprechen, was die Mehrheit des Volkes denkt - und genau das hat der Mann hier offenbar getan.

Dennoch fällt es schwer, mit dem Problem behutsam umzugehen ohne gleich wieder in die rechte Ecke abgestellt zu werden (wenn Teile der SPD sich dort tatsächlich zunehmend wohler fühlen sollten, wäre es vielleicht nicht verkehrt, einmal darüber nachzudenken einer dafür "passenderen" Partei beizutreten).

Der Zentralrat der Juden hat Sarrazin sogar mit Hitler verglichen, wobei ich denke dass das nicht gerade die beste Art ist, mit der ganzen Thematik vernünftig umzugehen.

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[ Versehentlicher Doppelpost - da scheint das Forum sich mal wieder verschluckt zu haben ]

bearbeitet von Tolayon

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Typischer Fall von political correctness... Da sagt einer aus der oberen Riege, was viele aus der unteren auch denken, und schon wird es verallgemeinert (waren nur ein paar Zeilen in einem 5! seitigen Interview) und zum Skandal aufgebauscht. Sarrazin kritisiert nicht nur Türken und Arraber, sondern genauso Deutsche, die sich in der Hängematte zu sehr ausruhen. Das wird freilich überlesen. Über seine Wortwahl kann man streiten, aber das angesprochene Problem ist trotzdem eines, das zu gerne totgeschwiegen wird - gerade in Berlin, und um Berlin ging es in dem Interview in erster Linie. Wahrscheinlich müssten sich 90% der Stammtischteilnehmer dieser unserer Republik mit Hitler vergleichen lassen, wenn es danach ginge. Aber statt diesen "Skandal" zum Anlass zu nehmen, mal ehrlich über die sozialen Probleme in Berlin im Besonderen und DLand im allgemeinen zu diskutieren, wird mal wieder die Moralkeule geschwungen. Im Westen nichts Neues. Wie soll aber eine Diskussion in zustande kommen, wenn die Liste der Dinge, die man nicht sagen darf, weil sich irgendeine angesprochene Gruppe vielleicht beleidigt fühlen könnte, immer länger wird. Dann gibts nur noch seichtes Gelaber.. naja eigentlich isses ja schon soweit.

bearbeitet von rhizin

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Typischer Fall von political correctness... Da sagt einer aus der oberen Riege, was viele aus der unteren auch denken, und schon wird es verallgemeinert (waren nur ein paar Zeilen in einem 5! seitigen Interview) und zum Skandal aufgebauscht. Sarrazin kritisiert nicht nur Türken und Arraber, sondern genauso Deutsche, die sich in der Hängematte zu sehr ausruhen. Das wird freilich überlesen. Über seine Wortwahl kann man streiten, aber das angesprochene Problem ist trotzdem eines, das zu gerne totgeschwiegen wird - gerade in Berlin, und um Berlin ging es in dem Interview in erster Linie. Wahrscheinlich müssten sich 90% der Stammtischteilnehmer dieser unserer Republik mit Hitler vergleichen lassen, wenn es danach ginge. Aber statt diesen "Skandal" zum Anlass zu nehmen, mal ehrlich über die sozialen Probleme in Berlin im Besonderen und DLand im allgemeinen zu diskutieren, wird mal wieder die Moralkeule geschwungen. Im Westen nichts Neues. Wie soll aber eine Diskussion in zustande kommen, wenn die Liste der Dinge, die man nicht sagen darf, weil sich irgendeine angesprochene Gruppe vielleicht beleidigt fühlen könnte, immer länger wird. Dann gibts nur noch seichtes Gelaber.. naja eigentlich isses ja schon soweit.

Man kann nur hoffen, dass das Dogma PC möglichst schnell ein jähes Ende nimmt und den "Es kann nicht sein, was nicht sein darf"-Inquisitoren die Fäden abgeschnitten werden. Erfreulicherweise trauen sich immer mehr Menschen, Sarrazin zu unterstützen. Allerdings glaube ich nicht, dass sich irgendetwas ändern wird. Wenn ich in diesem Thread schon wieder sehen muss, dass sich Leute seitenlang auslassen, nur um zu erklären, dass man das nicht sagen darf, ohne auch nur ansatzsweise den Inhalt zu erörtern, scheint es noch ein weiter Weg zu sein.

bearbeitet von Knut85

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Im Grunde ist das Thema das Sarrazin wieder mal hochgebracht hat doch dasselbe wie das, was hier vor einiger Zeit noch im "Islamisierungs"-Thread zum großen Teil alles andere als sachlich besprochen wurde - und seit ein alter User dort wegen zu rechtslastig klingender Propaganda gesperrt wurde, herrscht im besagten Thread Funkstille.

Aber mal wieder zu was anderem:

Die Grünen im Saarland wollen offenbar um jeden Preis verhindern, dass die Linkspartei bei der Regierung mitmischt und haben heute daher ganz pragmatisch für die deutschlandweit erste Jamaika-Koalition geworben.

Ich denke dass diese etwas gewagt anmutende Mischung in der Tat ganz gut funktionieren könnte, denn die Grünen sprechen auch massiv umweltbewusste Reiche an - also eigentlich eine Teilmenge der hauptsächlichen FDP- oder teils auch CDU-Klientel. Zudem sehe ich konkret auch in Sachen Atompolitik große Konsensmöglichkeiten, denn im Vergleich zu Kohlekraftwerken sind ihre nuklearen Gegenstücke im Betrieb wesentlich umweltfreundlicher - wenn da nur nicht die leidige Sache mit dem Atommüll wäre.

Insgesamt gibt es zumindest in Europa schon einige Grüne, die die Atomkraft als explizit umweltfreundlich (da im Grunde nur Wasserdampf ausgestoßen wird) anpreisen. Nimmt man dann noch die allgegenwärtige Kommunismus-Phobie dazu, erscheint Jamaika tatsächlich realistischer als Rot-Rot-Grün (bestenfalls über die "Ampel" könnte man noch diskutieren, aber nur wenn die SPD ihren "mittigen" Kurs aus Schröders Zeiten konsequent wieder aufnehmen und fortsetzen sollte).

bearbeitet von Tolayon

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Das fand ich in der Tat auch erstaunlich. Natürlich ist damit noch lange nicht gesagt, dass eine Jamaika Koalition letzten Endes auch wirklich zustande kommt, aber es macht zumindest den Eindruck, als wären die Grünen für ernsthafte Gespräche zu haben.

Beachtlich, dass sie damit die erste Partei sind, welche sich ernsthaft und verantwortungsvoll mit dem "neuen" 5/6 Parteiensystem und den notwendigen Konsequenzen auseinandersetzt und nicht nur alles ausschließt, was außerhalb "ihres Lagers" ist (den Begriff Lager fand ich in dem Zusammenhang eh immer blöd aber egal). Kann man nur hoffen, dass diese Haltung auch auf die anderen Parteien abfärben wird.

Allerdings wird man auch sehen müssen, ob das Ganze inhaltlich möglich ist. Ich kenne das Saarland und seine spezifischen Besonderheiten bzw. vorhandenen Baustellen jetzt zu wenig, um das beurteilen zu können ... denke aber, dass die Unterschiede zwischen FDP und Grünen, trotz teils ähnlicher Klientel und teils auch ähnlicher Vorstellungen, etwa im Bereich der Freiheits- und Bürgerrechte, an vielen Stellen beträchtlich sind. Gerade eben der Bereich Politik. Die Frage nach Atomkraft ist für die grüne Bewegung nunmal von eminenter Bedeutung und die Haltung gerade in diesem Punkt könnte sich kaum mehr von der FDP unterscheiden. Ebenso andere Umweltfragen ... kann mich da zB an Hessen erinnern, wo der Ausbau des Frankfurter Flughafens so ein Streitthema war. Wie gesagt, ich weiß nicht, ob es vergleichbare Streitpunkte auch im Saarland gibt bzw. in welcher Menge ... aber das wird man ja demnächst sehen.

Bin aber davon überzeugt, dass die Grünen nicht einfach nur den Steigbügelhalter für schwarz-gelb machen wollen. Wenn es so etwas wirklich geben sollte, werden sie sicherlich farauf achten (es förmlich müssen) dass auch viele grüne Inhalte durchgesetzt werden können. Alles andere wird für die grüne Basis nicht tragbar sein, unabhängig davon, dass sie sich dafür ausgesprochen haben, Sondierungsgespräche zu beginnen. Und da wirds eben die Frage sein, inwiefern CDU und FDP da kompromissbereit sind.

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Insgesamt gibt es zumindest in Europa schon einige Grüne, die die Atomkraft als explizit umweltfreundlich (da im Grunde nur Wasserdampf ausgestoßen wird) anpreisen.
Das ist sachlich einfach falsch. Hier nur mal ein Artikel dazu. edit: Hier noch einer.

Insgesamt sehe ich hier aber keine Relevanz dieses Themas, da der Atomausstieg von der Bundesregierung beschlossen wurde und eine Landesregierung damit nicht wirklich viel zu tun hat.

Ich bin gespannt darauf, ob diese drei-Parteien-Koalition hält (so sie denn zustande kommt). Das ist unabhänging davon welche Parteien beteiligt sind einfach interessant, da hier etwas Realität wird von dem bisher immer nur geredet wurde.

bearbeitet von Spezies 8473

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Haushaltssanierung mal anders:

Die belgische Regierung will den Ausstieg aus der Atomenergie verschieben. Die drei ältesten Reaktoren des Landes sollen nach einem Kabinettsbeschluss nicht 2015, sondern erst 2025 abgeschaltet werden. [...] Als Gegenleistung für die Verlängerung der Laufzeiten soll der Betreiber Electrabel dem Staat von 2010 bis 2014 jährlich mehr als 200 Millionen Euro zahlen. Laut "Le Soir" entspricht dies rund einem Drittel der Einnahmen, die mit den alten Reaktoren erwirtschaftet werden können. Der Mutterkonzern von Electrabel, GDF Suez, verpflichtete sich überdies dazu, ab 2015 mindestens 500 Millionen Euro in erneuerbare Energien zu investieren und bis 2015 weitere 10.000 Arbeitsplätze zu schaffen.

Quelle

Ich find die Idee der Belgier gar nicht mal so übel, wenn das im Umkehrschluss nicht einfach wieder auf den Strompreis umgelegt werden würde. Dann könnten sie auch beim Ausstieg bleiben und den Haushalt mit Steuererhöhungen sanieren.

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Die werden die Dinger so lange laufen lassen, bis das Uran alle ist und sie nicht mehr wissen, wohin mit dem Strahlenmüll. Genauso werden Öl- und Gaskraftwerke und Antriebe solange gebaut und favourisiert werden, wie noch ein Tropfen Öl da ist. Erfahrungsgemäß muss immer erst der Notstand eintreten, bevor irgendwas geändert wird.

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Schön informieren, bitte... ;)

Im normalen Boden kommt Uran als Spurenelement vor. Die US-amerikanische Agency for Toxic Substances and Disease Registry (ATSDR) schätzt, dass sich in den obersten 33 cm Erdboden einer Fläche von einer Quadratmeile Land im Mittel ca. 4 Tonnen Uran befinden, also etwa 1,5 Tonnen pro Quadratkilometer.
Quelle

Das Zeugs wird uns wohl nie ausgehen.

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