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Glaube vs. Star Trek ?


kurn
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  • 1 Monat später...
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Als ich letzte Woche zu einer Vorlesung wollte, hat mich eine Oma angehalten und gefragt, ob sie mir eine Broschüre übereichen dürfte. Ich hab mir dabei nichs böses gedacht und mit einem "Natürlich" geantwortet. Kaum hatte ich das Heftchen in der Hand, das übrigens aussah, als hätte die damit vorher einen Tisch mit ungleichen Beinen stabilisiert, fing die aufeinmal an, von der Bibel zu erzählen. Angeblich sei jedes Buch, das es gibt, der Bibel entnommen worden. Außerdem sei die Bibel das unanfechtbare Wort des Herrn und enthalte alles, was man über das Leben wissen müsse. Ich war richtig schockiert über die Frau, weil ich selbst noch nicht erlebt hatte, wie jemand so fest von solch einen Irrsinn überzeugt sein kann. Ich wollte die natürlich nicht beleidigen und hab immer verständnisvoll genickt und bin sie dann losgeworden, als sie meiner Miene letzlich doch entnehmen konnte, dass ich sie für hirnamputiert halte. Troztdem gab es noch ein weiteres Heftchen, das eine millionenschweren Auflage propagierte. Bevor ich den Schrott später dem Papiercontainer vermacht habe, habe ich darin etwas geblättert. Der Schund gehörte wohl zu den Zeugen Jeowas und war gespickt mit alltäglichen Dingen wie Haushalt und Boulevard, ebenso mit religiöser Propaganda.

Diese Rattenfänger sind an meinen Studienort wohl recht zahlreich vertreten, denn dort scheinen auch Messen und Kundgebungen stattzufinden, wie mir eines der Heftchen offerierte. Außerdem gehen die auch oft in Zweierteams umher, das heilige Klohpapier unter dem Arm geklemmt, und klingeln an der Türe. Dann heißt es: "Dürfen wir mit ihnen über die Bedeutung der Bibel diskutieren." Da sind mir irgendwlche Vertreter ja fast noch lieber.

Bearbeitet von Knut85
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  • 2 Wochen später...

Da sind mir irgendwlche Vertreter ja fast noch lieber.

:laugh: Ja, das kann ich nachempfinden. Kommt aber auch auf den Menschen an. Ich hatte da jedenfalls mal eine Begegnung mit einer Frau von den Zeugen Jeowas. Diese war gleich grantig als ich z.B. schöne Weihnachten wünschte.... "wir feiern kein Weihnachten...." ich war ahnungslos...oO Im allgemeinen dreht sich vieles um Bibel und Vorleseungen in Säälen wie ich das so mitbekommen habe.

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Heute stand das fundamentalistische Pack wieder vor der Tür, diesmal in meinem Heimatort und es gab nur ein Blatt und anstvolle Blicke. So leicht konnte ich die ja noch nie loswerden, ob die wohl Angst vor meinem heidnischen Auftreten hatten?

Vielleicht ist es einfach nur deine charmante Ausdrucksweise.

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@ Maniac

Du meinst man sollte jegliche Niveaulosigkeit mit „schaff dir halt ein dickeres Fell an“ entschuldigen? Sorry, aber ein Mindestmaß an Umgangsformen kann man schon erwarten. Gute Argumente muss man nicht mit Fäkalsprache verstärken.

Wie der gute Werewolf auf so einen Spruch über Herrn Westerwelle reagiert hätte weiß ich nicht. Aber jetzt vergleichen wir mal nicht Äpfel mit Birnen. Was denkst du wie er über so einem Spruch über Mohammed reagiert hätte?

Ich find das Video immer noch lächerlich aber ich finde die laufende Diskussion gut.

Nein nein, das war nicht das was ich meinte. Ich gebe dir recht mit dem was du sagts; Mir ging es hier speziel um die Religion und dessen Sonderstatus, den sogar ich noch manchmal in meinem Kopf habe. Warum sollte es ein Unterschied sein ob ich Mohammed oder Westerwelle beleidige? Beides sind imo Meinungen. Das dies von den meisten anders gesehen wird interessiert mich recht wenig. Und ich gehe mal davon aus das der gute Nadir nicht gleich mein Familienwappen verbrennen wird und auf mich ein Kopfgeld ausetzt (mir ist klar das ich hier ein Stereotyp gebrauche). Dafür ist er viel zu aufgeklärt.

Die Frage ist doch die: Warum nimmt Jesus, Mohammed oder sonst wer bei dir einen Stellenwert ein als wenn es deine Mutter oder dein Vater ist? (über die ich niemals etwas schlechtes sagen würde, da ich sie erstens nicht kenne und zweitens weiß welchen Status diese Personen bei einem Menschen einnehmen)

Ist diese Stellung nicht durch ständige indoktrinierung zustande gekommen?

Was bewegt einen Menschen dazu ein so tiefes Verhältnis zu einer Figur aus einem x mal übersetzten und neu interpretierten und von der Kirche ständig neu ausgelegten Buch zu haben?

Und was bringt dich dazu oben die Religion und die Kirche zu trennen wo doch das eine von dem anderen erschaffen wurde?

Ich hoffe du siehst diese Fragen nicht als Angriff sondern eher als Diskussionsgrundlage.

Bearbeitet von Maniac
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@Maniac

Zur Frage mit Werewolf sage ich nichts, der kann für sich selbst sprechen, wenn er das möchte.

Beides sind imo Meinungen. Das dies von den meisten anders gesehen wird interessiert mich recht wenig.
Für dich ist Glaube/Religion eine Meinunge, für andere Grundlage des täglichen Lebens. Dass dich das recht wenig interessiert ist dein gutes Recht, ändert aber an der Tatsache nichts.

Die Frage ist doch die: Warum nimmt Jesus , Mohammed oder sonst wer bei dir einen Stellenwert ein…
Also es ist nur der erste und der hat einen höheren Stellenwert. Ansonsten müsste ich jetzt eine ziemlich ausholen und viel zu viel schreiben. Wieso haben denn Eltern einen hohen Stellenwert?

Ist diese Stellung nicht durch ständige indoktrinierung zustande gekommen?
Also wenn du Knut85 frägst ja (ohne diese einfache Erklärung würde ich nicht in sein Weltbild passen). Aber mal im Ernst und in aller Kürze: ich wurde nicht religiös erzogen, wurde nicht als Kind indoktriniert (kam erst mit 15 zum Glauben), bin nicht Mitglied einer Sekte sondern einer Freikirche bei der man sogar selbst denken darf. Zum indoktrinieren halte ich mich für zu kritisch, intelligent und gebildet, aber da spalten sich die Meinugen ;)

Was bewegt einen Menschen dazu ein so tiefes Verhältnis zu einer Figur aus einem x mal übersetzten und neu interpretierten und von der Kirche ständig neu ausgelegten Buch zu haben?
Also meine Bibel ist eine direkte Übersetzung des Urtextes (den kann man sich ja auch besorgen und selbst übersetzten wenn man den Übersetzern nicht glaubt). Klar kann man den auch Anzweifeln (da gibt es zahlreiche Theorien) aber irgendwann fängt der Glaube halt auch an (daher der Name). Ich kann dir nicht beweisen, dass es sich bei der Bibel um Gottes Wort handelt, aber ich bin davon überzeugt.

Und was bringt dich dazu oben die Religion und die Kirche zu trennen wo doch das eine von dem anderen erschaffen wurde?
Alleine zu der einen Religion „Christentum“ gibt es unzählige Kirchen welche sich zum Teil deutlich voneinander entscheiden. Wenn von „der Kirche“ in Deutschland gesprochen wird meint man fast immer die Katholische Kirche. Wenn du sagst, dass bei denen so einiges schief läuft gebe ich die absolut recht (das hat der gut Herr Luther ja schon lange vor uns gemerkt). Aber deshalb alle Kirchen pauschal zu verurteilen halte ich für falsch. Das hat nicht zu heiße, dass bei anderen Kirchen immer alles glatt läuft. Kirchen bestehen immer aus Menschen und deshalb wird es da immer Probleme geben.

„Religion“ ist ja mehr oder weniger ein Sammelbegriff. Ich mag den Begriff nicht da er so schwammig und undefiniert ist. Wird oft mit „Weltanschauung“ gleichgesetzt. Ich bevorzuge den Begriff „Glauben“.

Ich hoffe du siehst diese Fragen nicht als Angriff sondern eher als Diskussionsgrundlage.
Absolut nicht. Das sind alle gute und völlig berechtigte Fragen die ich auch versucht habe so gut es geht zu beantworten ohne einen Roman zu schreiben.

Ich hoffe mal das war jetzt nicht zu lange oder zu theologisch.

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Zur Frage mit Werewolf sage ich nichts, der kann für sich selbst sprechen, wenn er das möchte.

Für dich ist Glaube/Religion eine Meinunge, für andere Grundlage des täglichen Lebens. Dass dich das recht wenig interessiert ist dein gutes Recht, ändert aber an der Tatsache nichts.

Kommunismus, Soziale Marktwirtschaft, Türkentum, Grundgesetz und was weiß ich nicht alles, sind auch für viele Menschen Lebensgrundlage. Dennoch darf man deren Vertreter schlecht reden, wie es einem beliebt. Ich selbst diffamiere gerne Lafontaine, während seine Jünger auf Westerwelle schimpfen. Jesus ist auch nur Popanz des Christentums und damit nicht mehr wert als Frau Bundeskanzlerin. Radikale Fundamentalisten, als Beispiel Islamisten, sind widerliche Mörder und menschlicher Abschaum. Darf man deren abscheuliches Treiben auch nicht schlecht reden, nur weil es eine "Religion" und damit Lebensgrundlage ist?

Also wenn du Knut85 frägst ja (ohne diese einfache Erklärung würde ich nicht in sein Weltbild passen). Aber mal im Ernst und in aller Kürze: ich wurde nicht religiös erzogen, wurde nicht als Kind indoktriniert (kam erst mit 15 zum Glauben), bin nicht Mitglied einer Sekte sondern einer Freikirche bei der man sogar selbst denken darf. Zum indoktrinieren halte ich mich für zu kritisch, intelligent und gebildet, aber da spalten sich die Meinugen ;)

Um mal bei deinem oft verwendeten Kampbegriff zu bleiben. In mein Weltbild passen auch durchaus Leute, die sich selbst das Denkkorsett überstülpen. Nicht umsonst sind Ideologien so zahlreich. Manche sind eben felsenfest davon überzeugt, dass es sich bei Pyramiden um Landebahnen handelt, ungeachtet alle dagegen sprechenden Fakten, andere sehen in alten Phrasen das unanfechtbare Wort Gottes, so sehr es auch im Widerspruch mit so ziemlich allem steht, was die Wissenschaft hergibt :P Auch hier gilt unfairer Weise der UFO-Gläubige als Spinner, während man den Bibeltreuen hofiert.

Bearbeitet von Knut85
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@kurn

Vielen Dank für die Antworten. Ich kann dich in einigen Dingen schon verstehen und finde es gut dass du so ehrlich geantwortet hats, da dies ja sicherlich auch ein recht persönliches Thema für dich ist. Allerdings muss ich auch dem lieben Knut recht geben. Die Sonderstellung der Religion ist meines Erachtens ein wirkliches Problem.

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@Knut

Jesus ist auch nur Popanz des Christentums und damit nicht mehr wert als Frau Bundeskanzlerin
So hat jeder seine Meinung. Wobei der Vergleich mit Frau Merkel neu ist. Aber die Frau ist doch sogar Wissenschaftlerin. Die must du doch prima finden.

Radikale Fundamentalisten, als Beispiel Islamisten, sind widerliche Mörder und menschlicher Abschaum. Darf man deren abscheuliches Treiben auch nicht schlecht reden, nur weil es eine "Religion" und damit Lebensgrundlage ist?
Ich verstehe nicht ganz was das jetzt mit meiner Aussage zu tun hat, aber dir ist schon klar, dass nicht jeder Moslem einen Bombengürtel im Schrank hängen hat. Ist es doch, oder? Und das wir hier von einer Minderheit sprechen?

Aber mit den „radikalen Fundamentalisten“ kann man halt immer prima argumentieren.

Um mal bei deinem oft verwendeten Kampbegriff zu bleiben.
„Gutmenschen“/ „Gutmenschentum“ war schon vergeben.

…was die Wissenschaft hergibt
Da sind wir uns ja einig das eben alles seine Grenzen hat. Aber jeder hat eben so seinen glauben, und wenn der „Wissenschaft“ heißt. Ich werde mich auch jetzt nicht negativ über Herrn Darwin äußern.

@Maniac

Die Sonderstellung der Religion ist meines Erachtens ein wirkliches Problem.

Hier im Forum oder allgemein? In wie fern Problem?

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Ich verstehe nicht ganz was das jetzt mit meiner Aussage zu tun hat, aber dir ist schon klar, dass nicht jeder Moslem einen Bombengürtel im Schrank hängen hat. Ist es doch, oder? Und das wir hier von einer Minderheit sprechen?

Soll das jetzt eine Ablenkung sein? Islamisten ist kein Überbegriff für Moslems, sondern eine Spezifikation. Du kannst ja gerne mal deinen hiesigen Dönerverkäufer Islamist nennen und mir hinterher sagen, wie er das fand. Was das mit deiner Aussage zu tun hat, müsste doch eigentlich offenkundig sein. Immerhin räumst du Religion einen Sonderstatus ein, da sie Lebensgrundlage sei. Demnach müssten das ja auch für Fundamentalisten gelten dürfen.

„Gutmenschen“/ „Gutmenschentum“ war schon vergeben.

Gut gekontert. Die Bezeichnung würde allerdings auch nicht wirklich zu mir passen. :P

Und Angie kann ich tatsächlich gut leiden.

Bearbeitet von Knut85
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Kommunismus, Soziale Marktwirtschaft, Türkentum, Grundgesetz und was weiß ich nicht alles, sind auch für viele Menschen Lebensgrundlage. Dennoch darf man deren Vertreter schlecht reden, wie es einem beliebt. Ich selbst diffamiere gerne Lafontaine, während seine Jünger auf Westerwelle schimpfen. Jesus ist auch nur Popanz des Christentums und damit nicht mehr wert als Frau Bundeskanzlerin. Radikale Fundamentalisten, als Beispiel Islamisten, sind widerliche Mörder und menschlicher Abschaum. Darf man deren abscheuliches Treiben auch nicht schlecht reden, nur weil es eine "Religion" und damit Lebensgrundlage ist?

Alles in einem Topf und kräftig umgerührt.

Grundsätzlich darfst du jeden schlecht reden. Allerdings ist es eine andere Sache, auch ernst genommen zu werden. Und unter diesem Aspekt zeigt schon die Aussage, Islamisten sind widerliche Mörder, ein lustige Uninformiertheit und die Unfähigkeit zu Differenzierung. Du kannst also soviel wettern, wie du es für nötig hältst, wirklich ernst genommen wirst du nicht.

Um mal bei deinem oft verwendeten Kampbegriff zu bleiben. In mein Weltbild passen auch durchaus Leute, die sich selbst das Denkkorsett überstülpen.

Jeder Mensch hat sich (irgend)ein Denkkorsett übergestülpt oder eines übergestülpt bekommen. Die meisten Menschen sind sich dessen nur nicht bewusst. Ein Denkkorsett ist sogra notwendig, um sich in der Welt zurecht zu finden. Und es gibt sicherlich gefährlichere Ideologien als das Christum (bzw. das aufgeklärte Christentum), z.B. den Glauben an die eigene Unfehlbarkeit ^^

Mir als Atheisten geht das undifferenzierte Religions-Gebashe ziemlich auf die Eier, solange die Kritik sich auf unwesentliche inhaltliche Aspekte bezieht. Die Frage, ob Jesus existiert hat, ob er übers Wasser wandelte, ob Gott die Erde schuf (etc.) ist letztlich vollkommen bedeutungslos für mich. Entscheidend ist, dass die Gläubigen (die religiösen und die atheistischen) die Freiheit und die Rechte der Andersdenkenden tolerieren und achten.

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Entscheidend ist, dass die Gläubigen (die religiösen und die atheistischen) die Freiheit und die Rechte der Andersdenkenden tolerieren und achten.

Jop - wenn es um (Glaubens-)Inhalte geht, dreht man sich auch nur im Kreis und kann unendlich viel Zeit investieren, ohne die andere Seite in irgend einer Form zu beeindrucken. Das ist wohl arg verwandt mit der Aussage, dass man über Geschmack nicht streiten kann - es bringt eben kein Ergebnis.

Statt sich mit sowas abzugeben, sollten lieber reelle Themen aufgegriffen werden, z.B. warum die Bindung zwischen Staat und Kirche nicht weiter gelockert und letztendlich gelöst wird. Dazu fehlt ganz offenbar der Mut und auch die politische Mehrheit, denn die CDU/CSU könnte den nötigen Schritten schon wegen ihrer Parteinamen nicht zustimmen - da hilft auch keine Kanzlerin mit Wurzeln aus der Wissenschaft, sondern wohl nur der Zahn der Zeit.

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@Doc

warum die Bindung zwischen Staat und Kirche nicht weiter gelockert und letztendlich gelöst wird.
Wo gibt es denn noch eine Bindung von Staat und Kirche?

In Deutschland muss NiemandMitglied einer Kirche sein (wer von seinen Eltern getauft wurde sollte sich an die wenden, dafür kann der Staat nichts), keiner muss Kirchensteuer bezahlen, Heiraten wurde komplett von der Kirche gelöst. In den meisten Schulen kann man statt Religion Ethik belegen (falls nicht ist dass ein Problem des Bildungssystems) – wobei es im Religionsunterricht ja um alles geht nur nicht um Glauben. Ich wüsste keinen hohen Politiker der irgendwas mit Kirche am Hut hat und das „C“ in Parteinamen hat wohl eher traditionelle Gründe.

Das letzte was mir einfällt sind die Kruzifixe in Bayern, aber hier geht es wohl mehr um Kultur. Dass viele soziale Einrichtungen von Kirchen betrieben werden hängt wohl mit damit zusammen, dass es sonst keiner machte und macht.

Als jemand der einer Zeit in den Südstaaten der USA gelebt hat (DORT gibt es Bindungen zwischen Kirche und Staat) muss ich dir sagen, in Sachen Glauben und Christentum fühle ich mich in Deutschland als Ausländer. Viel Atheistischer kann man doch nicht werden. Es sei denn du strebst das Kommunistische Modell an…

Bearbeitet von kurn
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Wo gibt es denn noch eine Bindung von Staat und Kirche?

Der Staat macht sich zum steuereintreiber für einige christlichen Kirchen, der Amtseid von Ministern kann mit der Formel versehen werden, "So wahr mir Gott helfe",abgelegt werden, die "Kirchen" reden bei der Besetzung von Professoren-Stellen mit, usw.

Das ganze geht über bloße Symbolik deutlich hinaus und muus zwangsläufig zu einer Gerechtigkeits- und Gleicheitsdiskussion führen.

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Mal was anderes, ich habe gerade in einer StudiVz Gruppe folgenden Beitrag gelesen:

ZITAT ANFANG

"Immer dieses sinnlose Geschwätz gegen Religion...

Jeder Mensch glaubt - ob es nun an Jesus, Mohammad, Mose oder Geld bzw. materielle Werte sind. Der Unterschied hierzu ist lediglich, dass wir uns unter dem Deckmantel der Fortschrittlichkeit wähnen, was aber mitnichten der Fall ist.

Schaut euch doch nur einmal um, wie unser Deutschland verkommt.

In Deutschland war die Gesellschaft noch nicht so rabiat und rau als das Christentum noch etwas zu sagen hatte. Stattdessen wird grenzenlosem Hedonismus das Wort geredet.

Dier bekannten Folgen des Egoismus: Hohe Scheidungsraten (bedingt durch den Feminismus, dessen erklärtes Ziel es ist/war, die Keimzelle der Nation, die Familie, zu zerstören), Verwahrlosung der Kinder, Wertelosigkeit (naja, wenn man Geldgeilheit als erstrebenswerten Wert betrachtet, sind wir nicht wertelos...).

Keiner kann sich davon freisprechen, an Nichts zu glauben. Das Bedürfnis, an etwas zu glauben, wohnt jedem menschlichen Individuum inne.

Zum Feminismus:

Das Problem der Femanzen wird sich biologisch von selbst lösen...

Schaut euch doch nur an, wer die meisten Kinder bekommt: Konservative bzw. fundamentalistische Milieus, die die "alte" Ordnung beibehalten bzw. nur ein klein wenig modifiziert haben.

Unsere "Mein Bauch gehört mir"-Fraktion wird sich in ein paar Jahrzehnten erledigt haben, das erledigen schon grenzenloser Hedonismus und dadurch bedingte Scheidungsraten.

Die Frage ist dann nur, ob der Islam sich durchsetzen wird, oder ob wir Europäer früh genug zur Besinnung kommen werden, um den Fehler der letzten 4 Jahrzehnte zu korrigieren und endlich bereit sind, mit entsprechenden Maßnahmen gegenzusteuern...

Auf jeden Fall wird es sehr spannend in Europa werden - die Männer können nur gewinnen, egal welche der beiden Fraktionen gewinnt!

Zur Zeit sieht es so aus, als würde der Islam den Sieg davontragen.

Wer zukünftig Sicherheit in seinem Leben haben will, der suche sich eine konservative bzw. religiös orientierte Frau, damit hat man die besten Chancen, eine stabile Familie aufzubauen.

Also entweder in Deutschland wie die Nadel im Heuhaufen suchen, oder nach Osteuropa gehen. Dort hat man die besten Chancen, eine entsprechend vernünftige Partnerin zu finden...

Ich habe Gott sei Dank solch ein Kleinod gefunden, unverdorben vom krankhaften Wahn, der Mann sei schlechter oder gar Grund allen Übels (hierzu sei noch einmal auf Margaret Thatcher verwiesen, welche als Premierministerin von GB einen Krieg gegen Argentinien vom Zaun brach und mitnichten als Beispiel für die "mäßigende Frau" gelten kann...).

Den Islam sehe ich eher als reinigendes Fieber für unsere gestörte Gesellschaft.

Die Natur duldet kein Vakuum. Wo ein Vakuum existiert, versucht die Natur, dieses auszufüllen.

Auf unser Beispiel bezogen:

Durch unsere Glaubenslosigkeit haben wir Werte verloren. Diese Glaubenslosigkeit wird durch den Islam wieder korrigiert. Alles im Universum reguliert sich von selbst bzw. führt sich einer Hömöostase zu. Toll, nicht?

Zur Eingangsfrage, ob der Islam wirklich das Problem ist: Nein, er ist lediglich Symptom einer zusammenbrechenden, hedonistischen Gesellschaft, die sich aber bald erneuern wird.

Was mich angeht, ich schaue positiv in die Zukunft. Femifaschistinnen, zieht euch warm an! :) "

ZITAT ENDE

Ich musste zweimal lesen. Der meint das tatsächlich ernst.

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Wo gibt es denn noch eine Bindung von Staat und Kirche?

Kirchliche Feiertage wie Karfreitag oder Totensonntag, für die in Bayern ein Tanzverbot ab 0.00 Uhr gilt. Das ist einfach eine Zumutung. Wer den Tag besinnlich begehen will, bleibt doch sowieso zuhause und dem kann es doch eigentlich egal sein, ob in nem Industriegebiet andere Leute feiern wollen. Für die Gastronomie entstehen damit sogar noch Umsatzeinbußen.

Der Staat und die Kirche greifen damit direkt in meine Freizeitgestaltung ein und das passiert nicht etwa im Iran, sondern mitten in Deutschland.

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@Deus

Der Staat macht sich zum steuereintreiber für einige christlichen Kirchen, der Amtseid von Ministern kann mit der Formel versehen werden, "So wahr mir Gott helfe",abgelegt werden, die "Kirchen" reden bei der Besetzung von Professoren-Stellen mit, usw.

Wie gesagt, Kirchensteuer muss keiner bezahlen, diese Formel muss keiner sagen (siehe Schröder) und wenn die Kirche Träger/Mitträger ist hat sie wohl auch Mitspracherecht.

@Maniac

Komische Typen gibt es halt überall.

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@Deus

Der Staat macht sich zum steuereintreiber für einige christlichen Kirchen, der Amtseid von Ministern kann mit der Formel versehen werden, "So wahr mir Gott helfe",abgelegt werden, die "Kirchen" reden bei der Besetzung von Professoren-Stellen mit, usw.

Wie gesagt, Kirchensteuer muss keiner bezahlen, diese Formel muss keiner sagen (siehe Schröder) und wenn die Kirche Träger/Mitträger ist hat sie wohl auch Mitspracherecht.

Das Problem ist: die Minister dürfen keine andere sagen, keine andere kirche profitiert vom Steuerrecht und der Staatskirchenvertrag dient der Kirche regelmäßig dazu, kritische Professoren zu disziplinieren.

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@Doc

Wo gibt es denn noch eine Bindung von Staat und Kirche?

Finanzen:

Der Staat subventioniert die Kirche jährlich mit vielen Milliarden, von denen nur ein Bruchteil in jene Kirchenarbeit fließt, die sich mit notwendigen Arbeiten, wie der der Caritas, beschäftigt. Ich schreibe das nur, weil gerne der Eindruck erweckt wird, dass das Geld ja notwendigen Einrichtungen zugeschleust wird, die so oder so bezahlt werden müssten. Zu den größten Subventionen gehört wohl die Möglichkeit der Absetzbarkeit der Kirchensteuer - das kostet dem Fiskus mehrere Milliarden per Anno.

Die Kirche in der Schule:

Der Religionsunterricht kostet ebenfalls nicht wenig Geld und vermittelt im Grunde genommen kein für das Leben notwendiges Allgemeinwissen, schon weil kaum über, sondern im Sinne einer Religion unterrichtet wird. Insofern halte ich es für absurd, dass die Kirche für diese Dienstleistung im eigenen Sinne auch noch vergütet wird. Immerhin stehen die Chancen nicht schlecht, dass der Religionsunterricht als Sprungbrett für die Konfirmation dient. Die Konfirmation wiederum sorgt für den entsprechenden Konfessionseintrag auf der Lohnsteuerkarte. Ich will dem System gar nicht mal unterstellen, dass es heutzutage noch viele streng gläubige Menschen abwirft - doch es funktioniert so gut, dass nur wenige Kirchensteuerzahler austreten, selbst wenn sie seit ihrer Konfirmation keine Kirche mehr von innen gesehen haben - warum auch, denn durch die Absetzbarkeit hält sich die reelle Ersparnis in Grenzen.

Um mal wieder zurück zu den Schulen zu kommen: Ich bezweifle auch, dass gerade in den meisten Grundschulen oder in ländlichen Gegenden eine Wahlmöglichkeit zwischen Religion und Ethik besteht, denn das muss ja auch wieder bezahlt werden. Einerseits beklagt sich das Bildungssystem, dass es von der Hand im Mund leben muss, andererseits werden die Mittel förmlich verbrannt.

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