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...die romantische Käsekuchenverkostung

Das Kaffeekränzchen


Brynhild

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Ich schau Nachrichten und hab gerade die Explosion im Block 3 von Fukushima gesehen. Nach Block 1 ist jetzt also das Gebäude eines weiteren Reaktors zerstört worden. Für jemanden, der wie ich zeitweise rel. dicht bei einem AKW wohnt, ist es schon beängstigend zu sehen, wie die Japaner die Probleme selbst nach Tagen nicht in den Griff zu bekommen scheinen.

Natürlich ist die ganze Erdbeben- und Tsunami-Katastrophe eine unvorstellbare Tragödie für das Land und seine Menschen. Ganze Städte dem Erdboden gleich, das ist schon mehr als extrem. Daß die Zerstörung natürlich auch vor den AKWs nicht Halt macht, ist auch klar. Trotzdem, wenn dann im Ernstfall (auch wenn er noch so extrem ist) alle Sicherheitssysteme ausfallen, ist die Katastrophe perfekt, weil AKWs nun einmal keinen AUS-Schalter haben. Jetzt wollen wir nur hoffen, daß es nicht noch schlimmer kommt und radioaktives Material in großen Mengen freigesetzt wird.

Was mich auch stört, ist die japanische Informationspolitik. Ich hab ja großes Verständnis dafür, wenn in dem ganzen Chaos keine gesicherten Informationen existieren, aber die ständigen Erklärungen und postwendenden Dementis der Regierung schaden mehr, als sie nutzen.

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Ja, wirklich schrecklich.

Ich zittere vor allen Dingen um meinen Bruder und meine Schwägerin, die in Japan leben. Glücklicherweise blieb mein Bruder in Osaka (das ja doch relativ südlich liegt) weitgehend vor dem Erdbeben verschont, und meine Schwägerin, die zu dem Zeitpunkt in Tokyo für eine Reisegruppe verantwortlich war, hat es auch (trotz katastrophaler Umstände) noch geschafft, Alle wieder pünktlich am Flughafen abzuliefern und gleich selbt den nächsten Flug zurück nach Osaka zu nehmen, aber die atomaren Probleme sind nach wie vor beängstigend.

Es wird höchste Zeit, dass die Beiden heim nach Deutschland kommen.

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Irgendwie hat es was von einem dieser Katastrophenfilemn aus Hollywood wie man sie vor mindestens 30 Jahren noch gemacht hat, mit dem Unterschied, dass das ganze mit einem halbwegs "guten" Ende nach eineinhalb Stzunden vorbei ist.

Doch Leider ist dem nicht so. Am Wochenende ist die ganze Zeit bei mir der Fernseher gelaufen wo auf Pheonix Sondersendungen liegen und man das ganze im Hintergrund mitverfolgt. Es wirkt so unwirklich. Man kann nur hoffen dass die Japaner nicht mehr ertragen müssen als sie es ohnehin bereits jetzt schon müssen. Alleine die Verwüstungen muten so an wie man es von den Bildern von Hiroshima und Nagasaki kennt, kurz nachdem die Bomben gefallen waren.

Bleibt nur zu hoffen dass die Geschichte mit den Akws dort noch ein Glimpfliches Ende nehmen......

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@Counselor Katja: Ich wünsche Deinen Verwandten, dass sie heil nach Hause kommen!

Das, was da in Japan passiert ist, ist zweifellos eine unvorstellbare Katastrophe schrecklichen Ausmasses. Dennoch stehe ich der Nutzung der Kernenergie nicht so negativ gegenüber. Wir Österreicher haben zwar schon lange ein Anti-Atomkraftgesetz in unserem Land, aber ich habe hier in Deutschland eigentlich keine Angst, dass in den Atommeilern, die es hier in meiner Nähe gibt, gleich ein gravierender Störfall passiert.

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Es ist schon übel, was da abgeht und ich bin mal gespannt, welche Konsequenzen daraus gezogen werden. Soweit ich es gelesen habe, wird rund 25% der Stromerzeugung in D aus Kernenergie gewonnen - allerdings liegt der Anteil an erneuerbaren Energien gerade mal bei 16% und das, obwohl Deutschland weltweit eine Vorreiterrolle beim Ausbau der "grünen" Energie spielt. Der restliche Strombedarf wird folgerichtig aus fossilen Brennstoffen erzeugt.

Des weiteren erzeugen wir im Jahr einen Energieüberschuss von ca. 5%, der letztendlich exportiert wird, genauso wie wir auch Teile des Strombedarfs importieren (unterm Strich aber etwas mehr exportieren).

Ein plötzlicher Atomausstieg kann eigentlich nur realisiert werden, wenn im Gegenzug mehr Strom importiert wird oder binnen kürzester Zeit wirtschaftlich finanzierbare Alternativen errichtet würden, was wohl in einem Ausbau der Kohlekraftwerke resultieren dürfte, da wesentliche Säulen der erneuerbaren Energie 1. kostenintensiv sind und 2. keine gleichmäßige Versorgung garantieren (Wind/Sonne/Wasser).

Und was bringt uns die Zukunft? Was ist, wenn in 20 Jahren dank der steigenden Spritpreise/der Ressourcenknappheit plötzlich mehr Elektroautos als Verbrenner unterwegs sind - das könnte dafür sorgen, dass der Energiebedarf insgesamt noch steigt.

Immerhin bleibt es ein spannendes Thema^^

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Was hier in Japan geschehen ist und weiter geschieht, dass sprengt alles was ich mir bisher vorstellen konnte. Ich hoffe inständig dass es nicht zu den ultimativen Super-Gau´s kommt.

Und gleichzeitig macht es mich auch wütend. Ich möchte niemanden zu nahe treten, aber ich kann eigentlich gar nicht in Worte fassen was ich empfinde wenn man die "Technik" des nuklearen Höllenfeuers" weiterhin befürwortet. Nee dass schreib ich hier lieber nicht.

Wenn die Menschheit der Atomtechnik kein Ende macht, dann macht die Atomtechnik der Menschheit ein Ende.

Kann ja sein dass ich emotional äusserst instalbil bin, aber wer Lust hat wie das Orchester gelassen auf der untergehenden Titanic weiterzuspielen kann das ja tun. Aber er sollte das nicht auf Kosten der Menschen die das nicht wollen tun.

http://www.youtube.com/watch?v=Xa0Phj4gne4

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Davon abgesehen dass der Begriff Super Gau ansich Schwachsinn ist da GAU für größter anzunehmender Unfall steht, so muss man sich der Tatsache stellen, dass man die Atomkraft solange nutzen wird wie es Profit abwirft.

Würde dies es nicht tun, so könnte ich darauf wetten würden die Meiler so schnell verschwinden, dass es schon Unheimlich wirken würde.

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@CptJones:

so muss man sich der Tatsache stellen, dass man die Atomkraft solange nutzen wird wie es Profit abwirft.

Würde dies es nicht tun, so könnte ich darauf wetten würden die Meiler so schnell verschwinden, dass es schon Unheimlich wirken würde.

Richtig. Deswegen will die EnBw jetzt Neckarwestheim auch für immer abschalten, statt Geld für die Nachrüstung in die Hand zu nehmen. Alte, abgeschriebene Industrieanlagen sind die Lizenz zum Geld drucken, solange man sie einfach weiter betreiben kann. Die Verlängerung der Laufzeiten wäre also in erster Linie ein finanzielles Zückerchen für die Energiekonzerne gewesen.

@DocSommer:

Ein plötzlicher Atomausstieg kann eigentlich nur realisiert werden, wenn im Gegenzug mehr Strom importiert wird oder binnen kürzester Zeit wirtschaftlich finanzierbare Alternativen errichtet würden, was wohl in einem Ausbau der Kohlekraftwerke resultieren dürfte, da wesentliche Säulen der erneuerbaren Energie 1. kostenintensiv sind und 2. keine gleichmäßige Versorgung garantieren (Wind/Sonne/Wasser).

Und was bringt uns die Zukunft? Was ist, wenn in 20 Jahren dank der steigenden Spritpreise/der Ressourcenknappheit plötzlich mehr Elektroautos als Verbrenner unterwegs sind - das könnte dafür sorgen, dass der Energiebedarf insgesamt noch steigt.

Höchstwahrscheinlich werden auch stark CO2-emittierende Kraftwerke (Kohle und Gas) ausgebaut, aber es erstaunt mich ehrlich gesagt, wie unproblematisch die Abschaltung der AKWs plötzlich auch von der Stromindustrie in Interviews gesehen wird. Die waren doch die ersten, die von einer Versorgungslücke gesprochen haben, als es um die Laufzeitenverlängerung ging. Vielleicht haben die bestehenden Kraftwerke schon noch einige Kapazitätsreserven (immerhin, bei 7 alten AKWs reden wir von etlichen tausend Megawatt. Die genaue Leistung muß ich mal nachschauen.).

Ich schätze, die Möglichkeiten des flächendeckenden Einsatzes erneuerbarer Energien stehen und fallen mit dem Einsatz passender Speichertechnologie. Ja, Wind und Sonne erzeugen stark schwankende Energiemengen und die Wasserkraft lässt sich nicht mehr viel weiter ausbauen. Die Speicherfrage wird auch in Fachzeitschriften für erneuerbare Energien heiß diskutiert und es wurden da schon ein paar vielversprechende Entwicklungen gemacht (Erdgas-Synthese, Flüssigsalszpeicher für thermische Solarkraftwerke, Nutzung von alten Zechen als Pumpspeicherkavernen usw.). Auch der Netzausbau ist ein großes Thema, dadurch könnten regionale Spitzen oder Engpässe besser ausgeglichen werden. und dann bleiben noch Sparpotentiale, die bislang noch nicht ausgeschöpft sind (Städte und Gemeinden haben mit Versuchen begonnen z.B. über LED-Technik Kosten bei der Strassenbeleuchtung zu sparen).

Trotz der Katastrophe in Fukushima werden die AWKs wohl weltweit betrachtet nicht so schnell und auch nicht restlos verschwinden. Dafür planen zu viele Länder den Ausbau. Aber es wird wohl keinen geben, der nicht eine Neubewertung des Risikopotentials vornehmen muß. Welche Auswirkungen das auf die Investitionssummen und die Wirtschaftlichkeit (und damit letztendlich auch auf den Preis des Atomstroms) hat, kann sich wohl jeder denken. Der "Preis", den die Leute rund um Fukushima jetzt zahlen müssen, ist allerdings definitiv viel zu hoch.

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so muss man sich der Tatsache stellen, dass man die Atomkraft solange nutzen wird wie es Profit abwirft.
Das ist ja das traurige an der Atomkraft. Profitabel ist sie genauso wenig wie alle anderen Arten der Energieerzeugung. Müssten sich die Kraftwerksbetreiber den tatsächlichen Folgekosten komplett stellen, dann würde kein Mensch mehr darauf kommen Atomkraft zu nutzen. Nur mal zwei Beispiele:

1. Die Kosten zur Ausräumung von Asse trägt voll der Steuerzahler (10 Mrd. €)!

2. Die Betreiber zahlen so gut wie keine Versicherung. Alle Atomkraftwerke Deutschlands zusammen sind gerade mal bis zu einer maximalen Schadenssume von 2,5 Mrd. € versichert. Das nenn ich mal ne klassische Unterversicherung!

Letzendlich ist die ganze Atomkraft nur eine Technologie die vorne und hinten verfehlt ist. Das was sie so sauber erscheinen lässt (so gut wie kein CO2), wird mehr als kompensiert von den Umweltschäden durch Uranabbau und die Gefahren der Endlagerung sowie die Betriebsrisiken.

Ein plötzlicher Atomausstieg kann eigentlich nur realisiert werden, wenn im Gegenzug mehr Strom importiert wird oder binnen kürzester Zeit wirtschaftlich finanzierbare Alternativen errichtet würden, was wohl in einem Ausbau der Kohlekraftwerke resultieren dürfte
Ich habe gestern auf Phoenix einen Experten gehört, der meinte das ohne größere Probleme bis zu 20% des Stromkonsums recht schnell eingespart werden können. Dies sollte man nicht vergessen! Des weiteren ist es doch heute schon so, dass in heißen Sommern (wie letztes Jahr) viele Atomkraftwerke abgeschaltet werden müssen, weil das Kühlwasser zu warm ist oder die Flusswasserstände zu niedrig sind. Letzten Sommer waren es zeitweise acht Stück. Und es gab keine Versorgungsengpässe!

Trotz der Katastrophe in Fukushima werden die AWKs wohl weltweit betrachtet nicht so schnell und auch nicht restlos verschwinden. Dafür planen zu viele Länder den Ausbau.
Hierbei ist zu beachten, dass trotz des öffentlichkeitswirksamen Ausbaus der Kernkraft in den nächsten Jahren weltweit mehr Atomkraftwerke vom Netz gehen, als neue gebaut werden.

der Begriff Super Gau ansich Schwachsinn ist da GAU für größter anzunehmender Unfall steht
Auch wenn es an sich, und da gebe ich dir recht, semantisch sinnlos ist das größte noch mal zu steigern, gibt es durchaus Unterschiede zwischen dem GAU und dem Super-GAU. Bearbeitet von Spezies 8473
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Ich habe gestern auf Phoenix einen Experten gehört, der meinte das ohne größere Probleme bis zu 20% des Stromkonsums recht schnell eingespart werden können. Dies sollte man nicht vergessen! Des weiteren ist es doch heute schon so, dass in heißen Sommern (wie letztes Jahr) viele Atomkraftwerke abgeschaltet werden müssen, weil das Kühlwasser zu warm ist oder die Flusswasserstände zu niedrig sind. Letzten Sommer waren es zeitweise acht Stück. Und es gab keine Versorgungsengpässe!

Natürlich gibt es keine Versorgungsengpässe, weil wir jedes Defizit über Stromimporte aus den Nachbarländern ausgleichen können. Die meisten Länder können und müssen für eine stabile Energieversorgung mehr Strom produzieren können, als effektiv benötigt wird, so dass unterm Strich ein gesunder Puffer vorhanden ist. Damit hilft man sich aus, wenn z.B. die von dir genannten Szenarien irgendwo zu einem Engpass führen.

Und was das Einsparpotential betrifft, dass mag es sicher geben - vieles aus der Technik des Alltags bzw. im eigenen Haushalt (Kühlschrank, Waschmaschine..) wird ja schon "serienmäßig" sparsamer, was auch gut so ist.

Ich schätze, die Möglichkeiten des flächendeckenden Einsatzes erneuerbarer Energien stehen und fallen mit dem Einsatz passender Speichertechnologie. Ja, Wind und Sonne erzeugen stark schwankende Energiemengen und die Wasserkraft lässt sich nicht mehr viel weiter ausbauen. Die Speicherfrage wird auch in Fachzeitschriften für erneuerbare Energien heiß diskutiert und es wurden da schon ein paar vielversprechende Entwicklungen gemacht (Erdgas-Synthese, Flüssigsalszpeicher für thermische Solarkraftwerke, Nutzung von alten Zechen als Pumpspeicherkavernen usw.). Auch der Netzausbau ist ein großes Thema, dadurch könnten regionale Spitzen oder Engpässe besser ausgeglichen werden. und dann bleiben noch Sparpotentiale, die bislang noch nicht ausgeschöpft sind (Städte und Gemeinden haben mit Versuchen begonnen z.B. über LED-Technik Kosten bei der Strassenbeleuchtung zu sparen).

Es ist gut zu wissen, dass die Forschung am Ball bleibt - das Problem ist nur, dass solche komplexen Technologien sicher nicht binnen kürzester Zeit eine Serienreife erreichen können. Trotzdem muss man natürlich den Bau der entsprechenden Versuchsanlagen vorantreiben, damit die nötigen Praxiserfahrungen gemacht werden können. Leider sind auf dem Gebiet auch wertvolle Geldmittel verbrannt worden - überwiegend im Bereich der Subventionen.

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Und was das Einsparpotential betrifft, dass mag es sicher geben - vieles aus der Technik des Alltags bzw. im eigenen Haushalt
So aus dem Bauch glaube ich, dass ein großer Teil des Einsparpotentials gar nicht unbedingt im privaten, sondern in industriellen Bereich liegt. Ich könnte mir zum Beispiel vorstellen, dass in der energieintensiven Stahlindustrie viel Strom eingespart werden könnte. Das dies nicht gemacht wird kann ich mir nur so erklären, dass sich der Einsatz von teureren aber stromsparenden Technologien erst lohnt, wenn der Strompreis ein höheres Niveau erreicht. Bis dahin dürfte das schon allein aus kurzfristiger betriebswirtschaftlicher Sicht nicht profitabel sein.
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Die edit-Zeit war leider vorbei:

Wir exportieren ca 1/3 mehr Strom, als wir importieren.

Seite 38

Das streitet ja auch niemand ab - Deutschland hat ja auch viele Nachbarländer und eine (im EU Vergleich) große Bevölkerung zu versorgen, was entsprechende Produktionskapazitäten und Überkapazitäten erfordert. Aus dem Dokument geht auch hervor, dass wir effektiv gerade mal um die 5% der gesamt produzierten Energie exportiert haben (Differenz Im/Export in Relation zur Gesamtproduktion), was ich nicht dramatisch ausufernd finde.

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@DocSommer:

Die meisten Länder können und müssen für eine stabile Energieversorgung mehr Strom produzieren können, als effektiv benötigt wird, so dass unterm Strich ein gesunder Puffer vorhanden ist.

Absolut richtig. Der Strombedarf ist schließlich nicht konstant, weder im Jahres- noch im Tagesverlauf. Dementsprechend laufen viele Kraftwerke immer nur mit Teillast. Zudem erzeugen unflexible Kraftwerke wie AKWs und Kohlekraftwerke nur die Grundlast, während die Spitzen (z.B. Mittags) mit Gas- und Pumpspeicherkraftwerken abgedeckt werden.

Es ist gut zu wissen, dass die Forschung am Ball bleibt - das Problem ist nur, dass solche komplexen Technologien sicher nicht binnen kürzester Zeit eine Serienreife erreichen können. Trotzdem muss man natürlich den Bau der entsprechenden Versuchsanlagen vorantreiben, damit die nötigen Praxiserfahrungen gemacht werden können. Leider sind auf dem Gebiet auch wertvolle Geldmittel verbrannt worden - überwiegend im Bereich der Subventionen.

Also Flüssigsalzspeicher sind schon über das Versuchsstadium hinaus, nur werden sie noch recht selten eingesetzt. Wahnsinnig komplex ist die Technik auch nicht, es ist prinzipiell eine Schmelze aus einer Salzmischung, die in Tanks gespeichert wird, um auch dann noch Dampf für die Turbine erzeugen zu können, wenn die Sonne schon untergegangen ist. Man braucht aber ein entsprechend großes, solarthermisches Kraftwerk. (wobei "groß" hier natürlich relativ ist. In diesem Fall sind es 50MW http://www.solarserver.de/news/news-9674.html ).

Um "Erdgas" (im Wesentlichen Methan) zu erzeugen, gibt es mehrere Verfahren. Biogas und Deponiegas entstehen durch Zersetzungsprozesse und werden schon z.T. genutzt. Ein Verfahren, das gerade neu erforscht wurde, erzeugt Methan katalytisch in einem Sonnenofen aus CO2 und Wasser. Leider ist das noch nicht serienreif. Dafür werden sicher noch einige Forschungsgelder fließen müssen.

@Spezies8473:

So aus dem Bauch glaube ich, dass ein großer Teil des Einsparpotentials gar nicht unbedingt im privaten, sondern in industriellen Bereich liegt. Ich könnte mir zum Beispiel vorstellen, dass in der energieintensiven Stahlindustrie viel Strom eingespart werden könnte. Das dies nicht gemacht wird kann ich mir nur so erklären, dass sich der Einsatz von teureren aber stromsparenden Technologien erst lohnt, wenn der Strompreis ein höheres Niveau erreicht. Bis dahin dürfte das schon allein aus kurzfristiger betriebswirtschaftlicher Sicht nicht profitabel sein.

Ich arbeite in einer sehr energieintensiven Industrie (Chemie) und kann dir sagen, daß auch dort an vielen Stellen gespart wird. Alle Anlagen, die beheizt oder gekühlt werden müssen, sind z.B. schon seit Jahrzehnten dick isoliert. Die Wärmeenergie von "gebrauchtem" Kühlwasser wird teils über Wärmepumpen zurückgewonnen und Dampfkondensat wird auch wieder eingespiesen. Allerdings sind da auch ganz andere Energiemengen im Spiel als in einem einzelnen, privaten Haushalt. Ein einzelner Antriebsmotor braucht ja schon manchmal über 10 kW (mittelgroßen Anlagen, wohlgemerkt) und beim heizen und kühlen von Apparaturen sind immer riesige Wärmemengen nötig. Deswegen erzeugen solche Betriebe einen Teil ihrer Energie in eigenen Kraftwerken (meistens Heizkraftwerke, die feste und flüssige Abfälle verbrennen. Die Abfälle, die bei der Produktion eben entstehen.). Das deckt meist gerade so die Dampfversorgung (wenn nicht, muß teuer Heizöl verfeuert werden und das geht schnell in die Millionen). Der Dampf wird zwar auch erst über Turbinen geleitet bevor er zum Heizen verwendet wird, aber Strom muß trotzdem zugekauft werden. Kühlwasser kostet in der Menge auch viel Geld. Du kannst mir also glauben, Energiesparen lohnt sich für die Industrie ziemlich schnell - sofern es geht. Denn wenn ein Prozess nun einmal eine gewisse Energiemenge braucht, dann bleibt keine andere Wahl als diese notgedrungen bereitzustellen. Wohlgemerkt gilt das mit den Sparanstrengungen nur für hoch entwickelte Industrieländer mit naturgemäß sehr teuren Ressourcen.

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die sind aber toll geworden. Deine HandyCam bekommt das hin? Meine blöde Sony CyberShot fabriziert in jeder Einstellung nur blöde helle Flecken. Ich trauere noch immer ihrem Vorvorgängermodell hinterher. Die hat richtig tolle Bilder gemacht - leider habe ich sie aus Versehen im Meer getauft - die Nachfolgemodelle sind echt nur noch Schrott. Wird Zeit für ne schöne große Lumix.

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Heute ist Super-Mond. Der Mond kommt der erde heute so nahe, wie seit 20 Jahren nicht mehr! Also hübsch den Mond beobachten, heut Nacht ;) Hab ihn grad gesehen und er sieht wirklich recht beeindruckend aus.

Deswegen war das heute Nacht so hell. Habe mich echt gewundert, als ich gegen 1 Uhr aus den Küchenfenster schaute, und der Hof im Mondlicht erstrahlte.

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